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Bezahlen im Internet mit Paypal

28.12.2007 | 08:02 Uhr |

Nicht immer will man beim Bezahlen im Internet seine Kreditkartendaten preisgeben. Der Micropayment-Dienst Paypal ist hier eine sinnvolle Lösung.

Die meisten kennen Paypal als das Zahlungssystem von Ebay. Doch der Service ist auch in Internet-Shops außerhalb des weltweiten Online-Marktplatzes als gängiges Zahlungsmittel präsent. Allein in Europa bieten über 100.000 Internet-Shops Paypal an. Über 5 Millionen Paypal-Kundenkonten gibt es derzeit allein in Deutschland. Neben dem Online-Einkauf kann man Paypal übrigens auch für private Zahlungen an Freunde oder Bekannte benutzen – die Angabe der E-Mail-Adresse und des Betrags reicht dafür aus. Außerdem lässt sich Paypal auch über ein Mobiltelefon verwenden, so dass Sie auch Geldbeträge von unterwegs aus anweisen können.

Paypal bietet sich überall da an, wo man einen kleineren oder mittleren Betrag überweisen will. Zu den Vorteilen zählen zum einen die hohe Geschwindigkeit des Geldtransfers: Der Zahlungsvorgang braucht nur wenige Klicks und die Zeit bis zum Empfang des Geldes beträgt nur wenige Sekunden. Hinzu kommen die niedrigen Kosten bei Auslandstransaktionen und die zumindest theoretisch hohe Sicherheit. Paypal eignet sich somit speziell für die Fälle, in denen es schnell gehen muss. Egal ob es das Weihnachtsgeschenk in letzter Minute ist oder die Konzertkarte fürs nächste Wochenende. Der Verkäufer kann sofort mit dem Versand starten - dann liegt’s nur noch an der Post, dass alles glatt geht.

Auch bringt Paypal mehr gefühlte Sicherheit für den Käufer. Denn der Verkäufer bekommt keinen Einblick in die Bankdaten. Für die Abwicklung der Bestellung erhält er - außer natürlich der Anschrift - nur die E-Mail-Adresse des Käufers.

Zudem gewährt Paypal bei Ebay-Transaktionen unter bestimmten Bedingungen Käuferschutz ohne eine Selbstbeteiligung. Zu den Bedingungen zählt, dass die Sendung an die Adresse gehen muss, die bei Paypal hinterlegt wurde. Immerhin lassen sich bei Paypal mehrere Adressen – etwa die Büroadresse oder eine Adresse von Verwandten – hinterlegen. Allerdings ist Paypal in den letzten Monaten mehrfach in die Kritik geraten, weil dem Geschädigten zunächst eine Gebühr in Höhe von 25 Euro belastet wurde, die später vom Verkäufer zurückgefordert wurde.

In den USA kommt noch ein weiterer Vorteil hinzu, der hierzulande dank EU-Überweisung keine große Rolle mehr spielt: Geldtransaktionen mit Paypal erfolgen schneller und sind billiger als klassische Überweisungen. Wer von Deutschland aus Geld in die Schweiz oder nach Norwegen übertragen will, kann aber auch hierzulande Geld sparen, da diese Staaten nicht zum EU-Raum gehören und folglich die gesetzlich vorgeschriebene Billigüberweisung hier nicht greift.

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