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Tinte als Alternative zu Laser im Büro

Die Officejet Pro X Multifunktionsgeräte von HP setzen die Tintenstrahltechnik so clever ein, dass sie Lasern Konkurrenz im Büro machen. Lesen Sie, wie die Technik das Tempo steigert und die Druckqualität gewährleistet.

HP-Officejet-Pro-X-Multifunktionsgeräte: Druckgeschwindigkeit und -qualität

Die A4-Multifunktionsgeräte der Officejet Pro X Serie von HP können drucken, scannen, kopieren und faxen. Dank der eingesetzten PageWide-Tintenstrahldrucktechnologie arbeiten sie doppelt so schnell wie vergleichbare Laserdrucker und halbieren gleichzeitig die Druckkosten. Dabei sorgt die pigmentierte HP-Tinte für eine ausgesprochen hohe Druckqualität und ist auf den meisten Papieren wischfest. Die Druckqualität wird durch die Zertifizierung der PTS als „dokumentenecht“ bestätigt. Schließlich schonen die Energy-Star-zertifizierten Geräte nicht nur die Umwelt, sondern auch das eigene Budget.

HP OfficeJet Pro X: seitenbreiter Druckkopf

Beim herkömmlichen Tintenstrahldruck bewegt sich der Druckkopf von links nach rechts und zurück. Gleichzeitig transportiert der Drucker das Blatt stückweise weiter, während die Farbstoffe aufgetragen werden. Im Vergleich zu einem Laserdrucker, bei dem sich nur das Papier bewegt, muss der Tintenstrahler zwei mechanische Bewegungen meistern. Dieser Vorgang kostet Zeit, was zu Lasten der Druckgeschwindigkeit geht.

Im Gegensatz dazu deckt der Druckkopf der PageWide-Drucktechnologie (auf Deutsch: seitenbreit) die komplette Seitenbreite des zu bedruckenden Papiers ab. Dabei sind die Tintenstrahldüsen auf der gesamten Länge des Druckkopfs angeordnet. Das Papier wird weitertransportiert, der Druckkopf bleibt statisch.

Die Einsparung dieser mechanischen Bewegung macht den Drucker deutlich schneller. Bei der ISO-basierten Messung der Druckgeschwindigkeit schafft der OfficeJet Pro X576dw 42 Schwarzweiß-Seiten pro Minute, während vergleichbare Farblaser-Multifunktionsgeräte gerade einmal auf 20 bis 25 Seiten pro Minute kommen. Im Office-Modus ist der OfficeJet Pro X576dw mit 70 Schwarzweiß- und Farbseiten pro Minute bei einseitigem Druck und 33 Schwarzweiß- beziehungsweise Farbseiten pro Minute beim Duplexdruck noch einen deutlichen Zahn schneller.

Der seitenbreite Druckkopf mit Writing Engine bei der Officejet Pro X Serie
Vergrößern Der seitenbreite Druckkopf mit Writing Engine bei der Officejet Pro X Serie
© HP

Technik hinter der Druckqualität

Bei einer derart hohen Druckgeschwindigkeit drängt sich die Frage nach der Druckqualität auf. Wird sie zugunsten der Geschwindigkeit geopfert? Der seitenbreite Druckkopf ist ein für den Büroeinsatz abwärts skaliertes Produkt aus HPs millionenschwerem Druckmaschinengeschäft. Er ist der Hauptgrund für die enorm hohe Druckgeschwindigkeit – und die Druckqualität.

Writing Engine: Ansicht von unten
Vergrößern Writing Engine: Ansicht von unten
© HP

Der Druckkopf beherbergt die sogenannte Writing-Engine, in der die vier farbigen Tintenpatronen für Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz stecken. Er reguliert und filtert beim Druck die Tinte. Außerdem erkennt der Druckkopf, wie viel Tinte noch in den einzelnen Tanks vorhanden ist und meldet ans Display sowie an den Web Jet Admin – das HP-Druckerverwaltungstool, worüber der Administrator Drucker im Netz verwaltet – sobald eine Tintenpatrone erneuert werden muss.

Detailansicht eines HP Thermaltintenstrahldrucker-Chips
Vergrößern Detailansicht eines HP Thermaltintenstrahldrucker-Chips
© HP

Auf einem Druckkopf befinden sich zehn Thermaltintenstrahldrucker-Chips. Jeder Chip hat 1056 Düsen für jede der einzelnen vier Farben. Das ergibt 4224 Düsen pro Chip respektive 42.240 Düsen pro Druckkopf. Pro Farbe sind die Düsen in zwei Reihen auf jeder Seite des Tintenzufuhrkanals angeordnet. Um Druckfehler zu vermeiden, sind die einzelnen Chips versetzt angebracht und überlappen sich um 30 Druckdüsen auf jeder Seite. Die Druckbreite beträgt 217,8 Millimeter. Damit deckt der Druckkopf die Breite eines DIN-A4-Blattes (210 x 297 Millimeter) bequem ab. Die Druckdichte liegt bei 1200 Punkten pro Zoll.

Um die hohe Druckqualität zu gewährleisten, werden die Düsen im Druckkopf regelmäßig getestet. Die im OfficeJet Pro X576dw verwendeten Sensoren arbeiten optisch und können den Druckkopf kalibrieren. Dabei überprüft der Papiersensor bestimmte Testmuster. Die Informationen verarbeitet der Schreibsystem-Controller. So lassen sich Abweichungen beim Tropfenvolumen oder etwa der Chip-zu-Chip-Ausrichtung ausgleichen.
 
Garant für Druckniveau: die Tinte

Anders als der pulverförmige Toner in Lasergeräten verhält sich Tinte auch nach dem Papierkontakt wie eine Flüssigkeit. Die pigmentierte HP-Tinte besteht aus Farb- und Zusatzstoffen sowie einer Trägerflüssigkeit.

Die Tinte wird in 6-Picoliter kleinen Tropfen aufs Papier gesprüht. Zum Vergleich: 1 Picoliter ist ein Billionstel Liter. Dabei ist jeder Tropfen in Gewicht und Geschwindigkeit konstant. Letztere beträgt etwa zehn Meter pro Sekunde. Der Tintentropfen muss aber nur etwa einen Millimeter überwinden und produziert am Ende einen präzisen Punkt auf dem Papier. Dieser Vorgang kann pro Sekunde zehntausendmal wiederholt werden.

Pigmentierte HP Tinte auf HP Mehrzweckpapier mit ColorLok Technologie
Vergrößern Pigmentierte HP Tinte auf HP Mehrzweckpapier mit ColorLok Technologie
© HP

Sobald die Tinte aufs Papier trifft, erstarren die Pigmente schnell und trennen sich von der Trägerflüssigkeit. So werden scharfe Buchstaben und Linien erzeugt und verhindert, dass sich verschieden farbige Tinten an den Rändern vermischen und ineinander laufen.

Optimaler Druck ist mit jedem Papier möglich

Das Hochgeschwindigkeitsdrucken mit seitenbreiten Druckköpfen erfordert kein spezielles Papier. Sie können mit dem HP OfficeJet Pro X auf alle herkömmlichen Papiere drucken. Die Dokumentenechtheit ist auch auf Standard-Office-Papier gewährleistet. HP hat darüber hinaus aber noch ein Papier entwickelt, das sowohl mit Tintenstrahl- als auch mit Laserdruckern besonders gute Ergebnisse erzielt. Diese Color-Lok-Papiere von HP optimieren die Bildqualität durch tiefere Schwarztöne, eine höhere Farbsättigung und schärfere Druckkanten. Außerdem vermindern sie das gefürchtete Durchscheinen des Drucks auf der Rückseite des Papiers. Die Color-Lok-Papiere helfen den Pigmenten, sich schnell von der Trägerflüssigkeit zu trennen und auf der Papieroberfläche zu erstarren, was zu Bildern und Grafiken mit natürlichen Farben, neutralen Schwarztönen und scharfen Kanten führt.

Querschnitt durch das Papiertransportsystem
Vergrößern Querschnitt durch das Papiertransportsystem
© HP

Transport: Auch das Papier geht neue Wege

Für die hohe Druckgeschwindigkeit muss auch der Papiertransport im Drucker optimiert sein. Der Papierweg (grün, von rechts nach links) führt an der Writing-Engine vorbei und endet schließlich in der Papierablage. Die Officejet Pro X Serie ist serienmäßig mit einer Duplex-Einheit ausgestattet. Im Unterschied zu vielen anderen Verfahren wendet er das Papier im Druckergehäuse. Vorteil: Ungeduldige Anwender können nicht versehentlich einen Papierstau verursachen, weil sie das Papier aus der Ablage nehmen, während der Drucker es gerade wieder für den Druck der Rückseite einziehen will.

Die Papierkassette der Officejet Pro X Serie fasst 500 Blatt, was den meisten Anforderungen in einer Arbeitsgruppe gerecht werden sollte. Wer dennoch etwas mehr Vorrat benötigt, kann eine zweite 500-Blatt-Kassette nachrüsten. Der seitlich angebrachte manuelle Einzug nimmt 50 Blatt auf, ebenso der automatische Dokumenteneinzug. Die Papierablage fasst 300 Blatt.

Der OfficeJet Pro X476dw
Vergrößern Der OfficeJet Pro X476dw
© HP

Tipp: OfficeJet Pro X476dw überzeugt bei Stiftung Warentest

Der HP Officejet Pro X476dw überzeugte im Test der Stiftung Warentest und wurde mit der Note „gut“ (2,1) ausgezeichnet. Das Multifunktionsgerät vereinigte Drucker, Kopierer, Scanner und Fax-Gerät. Es ist für eine monatliche Druckleistung von bis zu 3500 Seiten ausgelegt und besitzt maximal drei Papierfächer.

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