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The Day after Tomorrow

Dass er Alieninvasionen und Riesenechsen actionreich in Szene setzen kann, hat Roland Emmerich bereits bewiesen. Nun versucht er sich an einer Katastrophe völlig anderer Art.

Dass er Alieninvasionen und Riesenechsen actionreich in Szene setzen kann, hat Roland Emmerich bereits bewiesen. Nun versucht er sich an einer Katastrophe völlig anderer Art.

Für eine Hollywood-Großproduktion geht The Day After Tomorrow erstaunlich kritisch mit der US-Regierung um: Die Mächtigen in "God´s own country" scheren sich einen Dreck um das Kyoto-Protokoll, das ins Leben gerufen wurde, um dem Treibhauseffekt Einhalt zu gebieten. Die USA denken nicht daran, den Schadstoffausstoß der Industrie zu senken, und so kommt es wie es kommen muss: Naturkatastrophen und eine verheerende Kältewelle brechen über den Kontinent herein. Der Klimaforscher Adrian Hall hat solch eine heftige und plötzliche Veränderung des Erdklimas vorhergesagt, doch keiner wollte auf ihn hören. Statt wie alle anderen gen Süden zu fliehen, mach sich Adrian Hall auf nach New York, um seinen Sohn, den Zehnkämpfer Sam aus dem verschneiten Stadtstaat zu retten.

The Day after Tomorrow ist trotz einiger für Regisseur Roland Emmerich ungewöhnlich kritischer Seitenhiebe auf die USA, wie beispielsweise US-Bürger, die über die mexikanische Grenze fliehen, ein seelenloses Stück Popcornkino geworden.

Dank bombastischer Effekte und grandioser Vernichtungsorgien reiht sich der Film damit in die Riege der Produktionen ein, die man einzig und allein wegen des pompösen Sounds in seiner Heimkinosammlung haben sollte. Wer einen kritischen Katastrophenfilm erwartet, der zum Nachdenken anregt, ist hier genauso falsch wie bei Michael Bays Armageddon.

Fazit: Pompös inszenierter Katastrophenfilm, den man übermorgen schon wieder vergessen hat.

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