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Diese Online-Dienste bieten Google, Microsoft & Co.

16.04.2010 | 14:29 Uhr |

Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Bildbearbeitung, Maildienste, Webspeicher und vieles mehr können Privatanwender und Unternehmen via Internet nutzen. Das bekannteste Beispiel sind Google Texte & Tabellen, der spannendste Herausforderer sind die Office Web Apps von Microsoft. Wir geben einen Überblick.

Google Apps und Windows Live sind nur die bekanntesten Beispiele für Dienste, die via Internet zur Verfügung stehen und klassische Desktop-Software ablösen sollen. Neben dieser reinen Anwendersicht bieten zudem immer mehr große Serverbetreiber auch Anwendungsentwicklern die Möglichkeit, Programme direkt auf deren Cloud Computing-Servern zu entwickeln und zu hosten.

Das Cloud Computing funktioniert aus Anwendersicht vereinfacht gesagt so: Der Anwender benötigt eine bestimmte Anwendung, sei es Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Mailprogramm oder eine einfache Bildverarbeitung und verbindet sich dafür mit dem Server eines Anbieters - anstatt ein klassisches Programm auf seinem PC zu starten. Alle Daten die er bearbeitet, liegen auf diesem Server. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Daten und die Anwendungen sind von jedem Punkt der Erde via Internet erreichbar, es müssen keine Dateiversionen zwischen dem Server und den PCs beziehungsweise Notebooks der Mitarbeiter synchronisiert werden und die Unternehmen müssen sich nicht um ausreichend Serverkapazität respektive dessen Skalierung und um die Serveradministration und -Sicherheit, um Updates und um Backups kümmern. Denn all das liegt in den Händen von Anbietern, die auf den Serverbetrieb spezialisiert sind und über ausreichend Kapazitäten und Erfahrung verfügen. Die Unternehmen sparen zudem Hardwarekosten und Energiekosten (es werden keine eigenen Server und kein eigener Serverraum benötigt,) sowie Personalkosten (keine eigenen Serveradministratoren).

Donnergrollen aus der Wolke

Außerdem sparen Unternehmen Lizenzkosten, weil sie zum Beispiel keine Microsoft Office-Lizenzen kaufen müssen. Der Haken am Cloud Computing sollte aber auch nicht verschwiegen werden: Die Kunden machen sich hundertprozentig von einer Internetverbindung abhängig. Die Firma steht still, wenn die Server nicht erreichbar sind. Beispielsweise, wenn die Internetverbindung gestört ist, weil der Provider des Unternehmens Probleme hat. Oder weil eben die Cloud Computing-Server offline sind. Das ist keineswegs unrealistisch. Am 1:3. und 1:4. März 2009 fielen beispielsweise die Microsoft-Server aus, auf denen Azure läuft, Microsofts Wolke. Fairerweise muss man sagen, dass Azure noch Betastatus hat. Trotzdem ist es keine besonders vertrauensbildende Maßnahme, dass Azure rund 22 Stunden offline war, 6/azure_cloud_crash/:wie The Register berichtete.

Sicherheits-Bedenken

Zudem dürfte nicht allen Firmen wohl bei dem Gedanken sein, dass die eigenen Daten, mit allen Kundenkontakten, strategischen Planungen und eventuell auch Patententwürfen auf fremden Servern liegen. Obendrein stehen derzeit alle relevanten Cloud Computing-Server in den USA: Google, Microsoft, Amazon und IBM sind dort beheimatet. 96:So häufen sich denn auch die Warnungen davor, zu viele und vor allem besonders wichtige Firmendaten in die Wolke zu verlagern .

97778:Fremde hatten in der Vergangenheit bereits über eine Sicherheitslücke Zugriff auf Google-Docs-Dokumente .

Typische Beispiel für Online-Services sind Google Apps, Windows Live und die Amazon Web Services. Aber auch MobileMe von Apple kann man hier dazu zurechnen, werden doch auch bei MobileMe alle Daten zentral über die Apple-Server abgeglichen.

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