Text-Passagen sicher schwärzen

Auch bei öffentlich einsehbaren Dokumenten sind unter Umständen nicht alle Passagen für jedermann bestimmt. Die betroffenen Abschnitte werden dann meist geschwärzt. Das Pentagon hat im Mai 2005 gezeigt, wie man es nicht machen sollte. In einem veröffentlichten PDF-Datei ließen sich Daten durch einfaches Kopieren und Einfügen über die Zwischenablage wieder sichtbar machen. Im ursprünglichen Word-Dokument hatte das Pentagon die Passagen nur mit einem schwarzen Hintergrund versehen. Beim PDF-Export bleibt der darunterliegende Text jedoch meist erhalten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dieses Problem sowohl in Word als auch in Openoffice.org lösen können.
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Auch bei öffentlich einsehbaren Dokumenten sind unter Umständen nicht alle Passagen für jedermann bestimmt. Die betroffenen Abschnitte werden dann meist geschwärzt. Das Pentagon hat im Mai 2005 gezeigt, wie man es nicht machen sollte. Der offizielle Untersuchungsbericht über die Erschießung des Geheimdienstagenten Nicola Calipari und die Verwundung der Journalistin Giuliana Sgrena enthielt unkenntlich gemachte Personennamen und Informationen zur militärischen Lage im Irak. Aus der PDF-Datei ließen sich die Daten jedoch durch einfaches Kopieren und Einfügen über die Zwischenablage wieder sichtbar machen. Im ursprünglichen Word-Dokument hatte das Pentagon die Passagen nur mit einem schwarzen Hintergrund versehen. Beim PDF-Export bleibt der darunterliegende Text jedoch meist erhalten.

Lösung:

Für einen wirkungsvollen Schutz geheimer Informationen ist es nötig, die Passagen durch andere Zeichen zu ersetzen und erst dann zu schwärzen. Oder noch besser: Ersetzen Sie die Schwärzungen durch eine Zeichenkette fester Länge. Dann lässt sich die Bedeutung auch nicht erraten.

Damit dem Pentagon Fehler dieser Art nicht mehr passieren, hat Microsoft mit dem kostenlosen Add-in Word Redaction ein Tool entwickelt, mit dem sich Textbereiche markieren und danach schwärzen lassen. Das Programm arbeitet nur mit Word 2003 und erfordert die vorherige Installation des .NET Framework 1.1 Redistributable Package. Word Redaction ist zwar englischsprachig, läuft aber auch unter einem deutschsprachigen Word.

Für Benutzer von Open Office 1.x haben wir eine Alternative entwickelt. Sie können unser Makro :pcwUCBlack verwenden. Es ersetzt alle Wörter oder Passagen, denen die Zeichenformat-Vorlage "Geschwaerzt" zugewiesen ist, durch eine entsprechende Anzahl "x" und setzt den Zeichenhintergrund auf "schwarz". Die Zeichenformat-Vorlage erstellen Sie vorher im Stylist (<F11>) über das Kontextmenü "Neu". Starten Sie pcwUCBlack über "Extras, Makros, Makro". Nach den Änderungen im Text erstellt es automatisch eine PDF-Datei im Verzeichnis des ursprünglichen Textdokuments. Um Schwärzungen mit fester Länge zu erstellen, setzen Sie im Makro-Quellcode den Wert der Variablen "useDynLength" auf "false". Die Anzahl der Zeichen bestimmen Sie über die Variable "myLength".

Open Office 1.x: pcwUCBlack installieren

Nach der Installation von pcwUCBlack öffnen Sie die Datei pcwUCBlack.SXW in Open Office. Die Sicherheitsmeldung bestätigen Sie mit "Ausführen". Die SXW-Datei enthält das Makro und einen kurzen Beispieltext zum Ausprobieren. Sie sehen einige schwarze Blöcke, denen die Zeichenformat-Vorlage "Geschwärzt" zugewiesen ist. Darunter liegt aber noch der Originaltext. Mit einem Klick auf "Schwärzen und PDF-Export" starten Sie das Makro.

Damit das Makro in allen Dokumenten zur Verfügung steht, klicken Sie auf "Extras, Makros, Makro" und gehen unter "Makros aus" auf "pcwUCBlack.sxw, Standard, Module1". Wählen Sie rechts "pcwUCBlack" aus, und klicken Sie auf "Bearbeiten". Markieren und kopieren Sie den Makrotext mit <Strg>-<A> und <Strg>-<C>. Aktivieren Sie über die Auswahl in der Symbolleiste "[soffice].Standard", und fügen Sie den Makrotext mit <Strg>-<V> am Ende ein.

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