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Test - Galaxy S5 vs. One M8 vs. Xperia Z2

02.07.2014 | 10:09 Uhr |

Sie wollen Kraft, Bildqualität, innovative Features? Dann kommen Sie um die Luxusklasse der Smartphones kaum herum. Welches ist das Beste? Wir vergleichen die Flaggschiffe von Samsung, HTC und Sony.

Puh, das wird eng! Die aktuelle High-End-Generation liegt, was die Hardware-Ausstattung angeht, extrem dicht beieinander. Unterschiede gibt es nur im Detail, zudem haben die Hersteller etwas unterschiedliche Zielgruppen im Blick. Während Samsung versucht, jeden Nutzer zu erreichen, wendet sich HTC an Kunden, die die elegante Note schätzen, und Sony spricht Fotofans an, die auch bei schlechtem Wetter arbeiten.

Dieser Artikel stammt aus der AndroidWelt 4/2014

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Handhabung und Display sind wichtige Kriterien

Das Galaxy S5 ist mit den Maßen 142 x 72,5 x One M8 das kleinste Gerät – und recht handlich. Das liegt an der geringen Tiefe und an der abnehmbaren, gummierten Kunststoff-Rückseite. Das Gerät ist nicht rutschig – die Haptik gut.

Galaxy S5 vs. HTC One vs. Xperia Z2 - Video

Noch positiver können wir über den Bildschirm berichten: Der 5,1 Zoll große Super- Amoled-Screen mit Full HD erreicht eine Pixeldichte von 432 ppi – einzelne Bildpunkte sind nicht zu erkennen. Weil Samsung auf die Amoled- Technik setzt, sind die Kontrastwerte besonders hoch – Schwarz ist echt schwarz! Außerdem ist das S5-Display für einen Amoled sehr hell, wir messen eine Leuchtkraft von 271,81 cd/qm. In Kombination mit den intensiven Farben ergibt sich ein beindruckend gutes Bild. Es lohnt sich also, auf dem Galaxy S5 Filme anzusehen!

Mit dem One führte HTC im Jahr 2013 ein optisch elegantes Gerät im Markt ein, das sämtliche Design-Preise gewinnen konnte. Und genau das führt HTC mit dem neuen One M8 fort: Das One M8 besteht ebenfalls aus Aluminium mit schlichten, geradlinigen Konturen. Es ist jetzt komplett aus Metall, ohne Polycarbonat-Rahmen. Das One ist aus zwei Aluteilen zusammengepresst, was nicht nur die schicke Optik schafft, sondern das Gehäuse auch besonders stabil macht. Es ist jetzt insgesamt runder, und es liegt angenehm in der Hand – obwohl es durch das Display noch größer ist. Die Metalloberfläche ist rutschiger als die Kunststoffrückseite des S5. Aber das HTC One M8 ist das aktuell schönste Smartphone!

HTC One M8 im ersten Test

Das One M8 hat mit 5 Zoll den vergleichsweise kleinsten Bildschirm, löst aber trotzdem mit Full HD auf, weshalb wir eine hohe Punktedichte von 441 ppi errechnen. In der Praxis erkennen wir allerdings kaum einen Unterschied zu den anderen Bildschirmen, weil die Augen ab etwa 350 ppi keine einzelnen Pixel mehr wahrnehmen. Die dargestellten Farben sehen natürlich aus, und der Kontrastwert ist mit 2555:1 recht hoch. Zudem leuchtet der Screen mit 454,48 cd/qm sehr hell, der Blickwinkel bleibt selbst bei rund 170 Grad stabil.

Das Xperia Z2 ist recht eckig und besitzt wegen der vielen Knöpfe und Klappen sowie des Docking-Anschlusses keine glatten Kanten – das stört!
Vergrößern Das Xperia Z2 ist recht eckig und besitzt wegen der vielen Knöpfe und Klappen sowie des Docking-Anschlusses keine glatten Kanten – das stört!
© Sony

Das Xperia Z2 ist im Grunde genauso groß wie das One M8, aber deutlich kantiger. Deshalb liegt das Gerät nicht so angenehm in der Hand – außerdem sind zu viele Knöpfe, Einbuchtungen sowie Öffnungen an den Seiten. Dafür verwendet Sony mit Glas und Aluminium hochwertige Materialien, durch die das Z2 sehr elegant wirkt.

Das Sony-Smartphone bietet mit 5,2 Zoll in der Diagonalen den größten Bildschirm im Vergleich. Weil die Auflösung ebenfalls Full HD beträgt, ist das Bild knackscharf. Nur ist die Leuchtkraft offensichtlich nicht sehr hoch, was der Display-Test mit gemessenen 351,86 cd/qm beweist. Hier strahlt der Screen des One M8 deutlich heller. Ansonsten ist das dargestellte Bild richtig gut und vor allem der Blickwinkel ist besonders stabil.

Hohe Performance ist garantiert

Alle drei Topgeräte setzen auf die gleiche CPU von Qualcomm: Als Motor dient ihnen der aktuelle, vor allem starke Snapdragon 801. Während das One M8 und das Xperia Z2 mit 2,3 GHz arbeiten, taktet der Prozessor im S5 mit 2,5 GHz. Doch nur das Z2 besitzt zusätzlich noch einen 3 GB großen Arbeitsspeicher; die beiden Konkurrenten müssen sich mit 2 GB zufrieden geben.

In der Praxis merken wir kaum einen Unterschied, weil die drei Systeme gleich gut und schnell laufen. Nur am Galaxy S5 sind nach etwa zwei Wochen teils starke Verzögerungen beim Ausführen mehrerer Anwendungen gleichzeitig aufgefallen. Während des vierwöchigen Tests für den Artikel „Mein Monat mit dem Samsung Galaxy S5“ (auf Seite 96) ist das Gerät sogar mehrfach wegen Überforderung „eingefroren“!

Aus den Benchmark-Ergebnissen ergibt sich allerdings ein klarer Sieger: Das HTC One M8 erzielt im Smartbench 2012 nämlich satte 9302 Punkte, während das Galaxy S5 mit 8909 und das Xperia Z2 mit 7623 Punkten knapp dahinter liegen. Auch im 3D-Mark liegt das One M8 mit 20505 Punkten vorne, denn auch hier kommen das Z2 mit 19008 und das S5 mit 18690 Punkten nicht heran.

Die drei Geräte surfen außerdem via LTE der Kategorie 4 im Internet, wodurch theoretisch Downloadraten von bis zu 150 Mbit/s möglich sind. In der Praxis bewegen sich die Konkurrenten etwa gleich schnell durchs Netz. Im Sunspider- Benchmark sticht aber das Galaxy S5 besonders hervor, da es mit gemessenen 389,8 Millisekunden einen neuen Rekord aufstellt – so schnell hat noch kein Smartphone in unserem Test die Javascript-Aufgaben bearbeitet. Aber auch das One M8 gehört mit 614,8 Millisekunden zu den besten Androiden, nur das Z2 liegt mit 923,2 Millisekunden auf dem letzten Platz.

Apropos Internet-Geschwindigkeit: Das Samsung Galaxy S5 bietet hier eine Besonderheit, die einen erhöhten Downloadspeed ermöglicht. In den Schnelleinstellungen können Sie den neu integrierten Download Booster aktivieren. Dabei laden Sie Dateien aus dem Netz via WLAN und LTE gleichzeitig herunter – nicht aber Dateien aus dem Samsung-App-Store sowie dem Play Store. Im Test haben wir eine 260 MB große APK innerhalb von 16 Sekunden aus dem Web heruntergeladen. Nur per WLAN waren es knapp 36 Sekunden – also deutlich schneller. Dabei ist allerdings zu beachten, dass die Provider nur begrenzte LTE-Datenvolumen anbieten, weshalb Ihr Highspeed schnell aufgebraucht sein würde. Zudem entspricht das nicht ganz dem Wert, den Samsung vorgibt, nämlich 1 GB in 30 Sekunden.

Samsung Galaxy S5 im Test

Die Akkus haben Ausdauer – und das nicht zu knapp

Die aktuellen Smartphones arbeiten zwar mit starken Prozessoren und großen hochauflösenden Displays, trotzdem verbrauchen sie weniger Strom als noch vor wenigen Jahren. Weil die Energieeffizienz sehr hoch ist, können Sie Ihr Smartphone locker 1,5 Tage bis sogar 2 Tage lang nutzen – sofern Sie nicht stundenlang zocken oder einen Film nach dem anderen bei voller Helligkeit ansehen.

Im Test Dauersurfen bewiesen die Boliden Durchhaltevermögen, denn der Akku versorgt die Handys überdurchschnittlich lange mit Strom. Dem One M8 gingen nach 9:27 Stunden als Erstem die Lichter aus – gut, der Akku besitzt auch die geringste Kapazität. Nur eine Minute länger lief das Xperia Z2 im Test, obwohl es mit 3200 mAh die höchste Kapazität aufweist. Fast 1,5 Stunden länger war das Galaxy S5 aktiv, da es im Test erst nach 10:53 Stunden ans Ladegerät musste.

Weil das Stromsparthema am Handy besonders wichtig ist, integrieren die Hersteller intelligente Energiesparmodi. HTC und Samsung gehen dabei radikal vor: Der extreme oder Ultra-Energiesparmodus startet eine komplett neue Sparansicht, in der nur noch die wichtigsten Funktionen ausführbar sind. Während beim One M8 wenigstens Farbe dargestellt wird, schaltet das S5 auf Schwarz-Weiß um. Damit sind Sie noch rund 20 Stunden länger erreichbar als normalerweise; der Modus erfüllt also seinen Zweck.

Übrigens ist nur beim Galaxy S5 der Akku wechselbar, im One M8 und Z2 ist der Stromspender fest im Gehäuse verbaut.

Samsung hat am Design geschraubt und Icons überarbeitet sowie das Einstellungsmenü bunter und frischer gestaltet.
Vergrößern Samsung hat am Design geschraubt und Icons überarbeitet sowie das Einstellungsmenü bunter und frischer gestaltet.

Ausstattung und Software im Vergleich

Bei den meisten Android-Geräten ist der interne Speicher ab Werk nie übermäßig groß. So auch bei unseren Topmodellen: Alle drei Boliden sind aktuell nur mit 16 GB in Deutschland erhältlich, wovon auch noch im Schnitt 4 GB durch das Betriebssystem belegt sind. Dafür sind sie aber mit einer Micro-SD-Karte erweiterbar – und das sogar um bis zu 128 GB! Sie müssen dafür allerdings knapp 100 Euro investieren!

Ansonsten unterscheiden sich die Geräte kaum in der Ausstattung. Sie setzen auf LTE Cat4, WLAN-ac, Bluetooth 4.0, NFC und eine Micro- USB-Buchse mit MHL-Unterstützung.

Auch der Lieferumfang ist absoluter Standard, denn den Smartphones liegen nur Lade-Adapter, USB-Kabel und Stereo-Headsets bei. Bei Letzteren kann Sony allerdings punkten: Das Z2 ist laut Hersteller das weltweit erste Smartphone mit digitaler Geräuschminimierung. Und weil die mitgelieferten Kopfhörer über Mikrofone verfügen, die ständig die Umgebungsgeräusche prüfen, welche das Z2 kompensiert, ist ein absolut klarer Klang das Resultat! Auch HTC weicht beim Lieferumfang leicht von der Norm ab und legt noch eine Gummi-Schutzhülle bei.

Samsung, HTC und Sony setzen bei ihren neuen Flaggschiffen auf die neueste Android-Version 4.4.2 alias KitKat. Darüber stülpen sie jeweils ihre eigene Nutzeroberfläche mit individuellen Features und optischen Unterscheidungsmerkmalen. So hat HTC viel am Design geschraubt, Sense 6 farblich neu aufgestellt sowie den Blinkfeed aufgepeppt. Samsung führt schickere Icons und ein buntes Einstellungsmenü ein und überarbeitet eigene Apps. Bei Sony bietet vor allem das Kameramenü einige neue Features. Die Kamera ist nämlich die Stärke des Z2.

Die Kamera des One M8 besteht aus einer Hauptkamera und einer zusätzlichen Kamera, die als Tiefensensor arbeitet – echte Innovation!
Vergrößern Die Kamera des One M8 besteht aus einer Hauptkamera und einer zusätzlichen Kamera, die als Tiefensensor arbeitet – echte Innovation!

Komplett unterschiedliche Kameras

Einige Studien besagen, dass die Kamera zu den am meisten genutzten Features eines Smartphones gehört. Und genau das haben sich HTC und Sony zu Herzen genommen, da sie beide in besonderer Weise Fotofreunde ansprechen. Eine echte Innovation steckt dabei im One M8, das mit zwei Kameras auf der Rückseite arbeitet, von denen eine speziell für Tiefeninformationen verantwortlich ist. Über der Ultrapixel-Kamera mit einer Auflösung von 4,1 Megapixeln verbaut HTC eine weitere Kamera mit 2 Megapixeln. Sie fungiert als Tiefensensor, um den normalen Fotos Tiefeninfos zur Verfügung zu stellen.

Ein Beispiel: Nehmen Sie mit der Kamera ein Foto mit vielen Ebenen auf, wird es im gängigen JPEG-Format abgespeichert. Das Problem dabei ist, dass Sie den Fokus immer nur auf einen Punkt fixieren können, meistens im Vordergrund. Doch jetzt kommt das Entscheidende: Tippen Sie in der Galerie auf „Bearbeiten ➞ Effekte ➞ UFocus“, dann können Sie dank der Tiefeninformationen nachträglich den Fokus ändern und das Bild erneut abspeichern sowie teilen. Im Test klappt das recht zuverlässig und schnell. Hier merken wir die Kraft der Hardware im Zusammenspiel mit der optimierten Software. Übrigens gibt es viele weitere Bearbeitungseffekte wie etwa die 3D-Ansicht, bei der im Vordergrund stehende Objekte oder Personen dreidimensional erscheinen – ebenfalls durch die Tiefeninfos. Aufgrund dieser Informationen benötigen die JPEG-Fotos knapp 30 bis 40 Prozent mehr Platz in Ihrem Speicher.

Dank der Tiefeninformationen kann das One M8 besser Ebenen unterscheiden und damit etwa den Hintergrund komplett in Unschärfe tauchen.
Vergrößern Dank der Tiefeninformationen kann das One M8 besser Ebenen unterscheiden und damit etwa den Hintergrund komplett in Unschärfe tauchen.

Die Fotoqualität steigt gegenüber dem alten One durch Software-Optimierung. Vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen sind noch helle Aufnahmen bei wenig Bildrauschen möglich – solange das Motiv im Vordergrund ist. Stehen Objekte weiter entfernt, kommt Rauschen zum Vorschein. Weil die Auflösung sehr gering ist, können Sie nicht besonders weit in Fotos zoomen oder sie auf große Leinwände projizieren.

Ganz anders sieht das beim Xperia Z2 aus, dessen Kamera mit 20,7 Megapixeln aufnimmt. So können Sie Fotos auch auf große Leinwände ziehen, ohne dass die Bilder pixelig werden. Außerdem bietet die Kamera viele verschiedene Aufnahmemodi an, etwa den Timeshift Burst, mit dem Sie Videos mit einer hohen Bildrate aufnehmen, wodurch ein Zeitlupeneffekt entsteht. Auch der Unschärfeneffekt ist ein cooles Feature. Dabei legen Sie den Fokus auf ein Motiv im Vordergrund; das Z2 nimmt daraufhin zwei Bilder auf, und Sie bestimmen anschließend, wie stark die Unschärfe im Hintergrund sein soll. Sollten Ihnen die vorinstallierten Kamera-Apps nicht ausreichen, können Sie weitere herunterladen. Die Qualität der Bilder sowie der Videos kann sich wirklich sehen lassen.

Die Kamera in Galaxy-Geräten war in der Regel immer gut, so auch im S5. Nur der Automatikmodus weist enorme Schwächen in Sachen Geschwindigkeit auf – vor allem bei Nachtaufnahmen. So kommt beim Fotografieren ständig der Hinweis, dass der Nutzer die Kamera ruhig halten solle – nach einigen Sekunden wird dann das Foto geschossen.

Das Sony Xperia Z2 im Test

Die Kamera des Z2 bietet viele verschiedene Aufnahmemodi, weitere können Sie außerdem noch zusätzlich herunterladen.
Vergrößern Die Kamera des Z2 bietet viele verschiedene Aufnahmemodi, weitere können Sie außerdem noch zusätzlich herunterladen.

Besonderheiten und Innovationen

Jedes der drei Smartphones ist auf seine Weise einzigartig und sein Geld wert.

Im Galaxy S5 stecken so gut wie alle Technologien, die derzeit in ein Smartphone gebaut werden können – doch nicht alle sind so perfekt oder so gut durchdacht wie bei der Konkurrenz: Samsung integriert einen Fingerscanner im Home- Button des Galaxy S5 genau wie Apple bereits im iPhone 5s. Mit Ihrem Fingerabdruck können Sie aber nicht nur das Smartphone entsperren, sondern auch auf Webseiten und in Online-Shops per Paypal bezahlen. In unseren Tests funktionierte der Scanner gut und zuverlässig. Er erkennt unseren gespeicherten Finger sofort und entsperrt den Bildschirm. Der Unlock klappt trotzdem nicht ganz so komfortabel wie beim iPhone 5s.

Unter der Kamera befindet sich auf der Rückseite zudem ein Herzfrequenzmesser. Wählen Sie in der Anwendung S-Health „Herzfrequenz“ aus, scannt das Smartphone Ihren Herzschlag, wenn Sie einen Finger auf den Pulsmesser legen. Theoretisch können Sie so auf Ihr Fitnesszubehör oder speziell auf Pulsmesser verzichten. Allerdings stellen wir uns in der Praxis den Umgang mit dem Smartphone – vor allem während des Sports – schwierig vor, denn wer holt immer erst das Gerät aus der Tasche, startet die App, legt den Finger auf die Rückseite des Geräts und wartet dann einige Sekunden?

Unter der Kamera befindet sich auf der Rückseite des Galaxy S5 der Pulsmesser, der recht schnell Ihre Herzfrequenz ermittelt.
Vergrößern Unter der Kamera befindet sich auf der Rückseite des Galaxy S5 der Pulsmesser, der recht schnell Ihre Herzfrequenz ermittelt.

Auch wenn man es dem neuen High-End- Smartphone nicht ansieht – es besitzt tatsächlich eine IP67-Zertifizierung. Lediglich der USB-Port auf der Unterseite des Geräts ist durch eine Klappe vor Wasser geschützt. Aber erst wenn Sie das S5 öffnen, also die Rückseite entfernen, sehen Sie auf ihr die Gummidichtung, durch die der Akku und etwaige Slots sowie die inneren Bauteile vor Wasser und Staub geschützt werden.

Auch das Sony Xperia Z2 ist wie bereits fast die gesamte Xperia-Reihe wasser- und staubdicht. Es besitzt die IP55- und die IP58-Zertifizierung, nach denen das Gerät bis zu 1,5 Meter unter Wasser 30 Minuten aushält. Darüber hinaus bietet das Z2 einen physischen Kameraauslöser sowie einen Anschluss, um es direkt im Landscape- Modus auf eine Docking-Station zu stecken. Außerdem baut Sony mit Glas und Aluminium eine sehr edle Außenschale.

Auch wenn Sie es dem Galaxy S5 nicht sofort ansehen – es ist nach der Norm IP67 wasserund staubdicht.
Vergrößern Auch wenn Sie es dem Galaxy S5 nicht sofort ansehen – es ist nach der Norm IP67 wasserund staubdicht.

Das HTC One M8 ist dagegen nur vor Spritzwasser geschützt, also Regen macht ihm keine großen Probleme. Unter Wasser sollten Sie das Gerät nicht unbedingt mitnehmen. Dagegen beeindruckt es mit seinem eleganten Gehäuse und der Dual-Ultrapixel-Kamera, die wir im vorherigen Punkt genauer beschrieben haben. Interessant ist außerdem, dass HTC die bekannten Features Blinkfeed und Zoe jetzt auch als App im Play Store für weitere Smartphones anbietet.

Fazit des Boliden-Vergleichs

Die Kritikpunkte, die wir in diesem Vergleich aufführen, sind in der Tat „Meckern auf höchstem Niveau“. Diese hochpreisigen Smartphones bieten im Grunde alles, was sich der Nutzer wünscht: Hohe Performance, innovative Funktionen und Technologien sowie tolle Displays.

Trotzdem kann es nur einen Sieger geben – und der kommt in diesem Vergleich von HTC. Das One M8 ist das eleganteste Smartphone, es besitzt mit der Dualcam eine echte Innovation, und die in Sense 6 integrierten Funktionen wie der verbesserte Blinkfeed sind im Alltag nützlich. Außerdem ist der Bildschirm besonders gut und die Soundqualität der Lautsprecher unübertroffen.

Knapp dahinter platziert sich das Galaxy S5 auf Rang 2. Es kann alles, was sich der Nutzer von einem Smartphone wünscht. Allerdings dienen einige dieser Funktionen eher als Kaufanreiz, als dass sie in der Praxis wirklich von Nutzen wären, denn der Fingerabdrucksensor ist nicht so komfortabel wie beim iPhone 5s, und der Pulsmesser ist vor allem beim Sport nicht praktisch.

Das Xperia Z2 muss sich im Vergleich geschlagen geben. Zwar ist die Leistung sehr gut, und die Kamera bietet eine besonders hohe Qualität, allerdings fehlen der „Wow!“-Effekt und die Innovation.

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