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Fitness-Tracker Test - sechs Topmodelle im Vergleich

26.04.2016 | 18:09 Uhr |

Wie viel haben Sie sich heute bewegt? Nehmen Sie mit Ihrer aktuellen Kalorienbilanz zu oder ab? Auf all diese Fragen und mehr geben Ihnen Fitness-Tracker Auskunft. Wir haben sechs aktuelle Geräte untersucht.

Fitness-Tracker sollen Sie zu einem sportlicheren und somit auch gesünderen Menschen machen. Wir haben sechs aktuelle Produkte genauer für Sie unter die Lupe genommen: Das Runtastic Orbit , das Withings Activité Pop , das Garmin Vivosmart , das Sony Smartband Talk SWR30 , das Jawbone Up 2 und das Fitbit Charge HR .

Fitness Tracker Look: Praktisch oder schick

Um einen vollständigen Überblick über Ihr aktuelles Fitness-Level und Ihre Fortschritte zu erhalten, sollten Sie Ihr Fitness-Armband möglichst rund um die Uhr tragen. Achten Sie also darauf, dass der jeweilige Fitness-Tracker einen möglichst hohen Tragekomfort gewährleistet.

Tragevarianten: Alle Fitness-Tracker kommen als Armbandvariante – bis auf den Runtastic Orbit. Diesen Tracker können Sie auch als Clip unauffällig an Ihrer Kleidung befestigen. Ebenfalls sehr unauffällig und auf den ersten Blick nicht als Wearable erkennbar ist die Withings Activité Pop. Das schlichte, schicke Design der Armbanduhr lässt nicht auf ihre Funktion als Activity-Tracker schließen. Leider ist sie auch mit 41 Gramm das schwerste Produkt unseres Testfelds. Dies tut dem hohen Tragekomfort aber keinen Abbruch. Die anderen Hersteller Fitbit, Garmin, Jawbone und Sony setzen alle auf eher für Fitness-Armbänder typische Designs. Allerdings fallen sie mehr oder weniger gelungen aus: So sind das Jawbone Up 2 und das Garmin Vivosmart mit lediglich 17 Gramm leicht, schlank und ansprechend. In puncto Tragekomfort hat das Garmin hier aber die Nase vorne, ist der Verschluss des Jawbone Up2 doch wenig praktisch zu bedienen und verhakt sich schnell mal in langen Haaren. Auch Fitbit kann, was den Tragekomfort betrifft, nicht überzeugen: So drückt der integrierte Herzfrequenzmesser des Charge HR beim längeren Tragen unangenehm am Handgelenk und hinterlässt Druckstellen. Des Weiteren ist das Armband, wie auch das Sony Smartband Talk SWR 30, etwas zu groß und klobig für schmale Handgelenke ausgefallen.

Welche Fitness Tracker sind wasserfest? Einen weiteren wichtigen Punkt sollten Sie bei der Kaufentscheidung nicht außer Acht lassen: Nicht alle Tracker sind wasserfest – so könnte ein Joggingausflug oder eine Radtour im Regen verhängnisvoll sein. Während der Runtastic Orbit laut Herstellerangaben bis zu 100 Meter Tiefe, das Garmin Vivosmart bis zu 50 Meter und die Withings Activité Pop bis zu 30 Meter wasserdicht ist, nimmt das Sony Smartband Talk SWR 30 lediglich bis zu einer Tiefe von 1,5 Metern keinen Schaden. Das Jawbone Up2 und das Fitbit Charge HR sind nur spritzwasser- und schweißresistent.

Funktionsumfang: Mehr ist mehr

Die erhobenen Daten zeigen Ihnen teils die Tracker selbst, teils die dazugehörigen Smartphone-Anwendungen an. Da Sie beim Sport aber nicht ständig Ihr Smartphone herauskramen wollen, ist es praktisch, wenn das Armband selbst möglichst viele Informationen preisgibt.

Anzeige der erhobenen Daten: In diesem Punkt liegen Withings und Jawbone klar hinten: So gibt die Activité Pop mit ihrem kleinen Extrazeiger lediglich Auskunft über Ihren prozentualen Tagesfortschritt. Das Up2 informiert Sie nur über den Betriebsmodus und Benachrichtigungen aus Ihren Jawbone-Kreisen. Die Tracker von Fitbit, Garmin, Runtastic und Sony verfügen dagegen über Displays, welche Uhrzeit, Akkuladestand, Tagesfortschritt, Schrittzahl, Distanz, verbrauchte Kalorien und andere erhobene Daten anzeigen. Beim Sony Smartband Talk SWR 30 und Garmin Vivosmart können Sie sogar auf Mails und Nachrichten zugreifen.

In der Fitbit-App erhalten Sie Informationen zur Entwicklung Ihrer Ruhe-Herzfrequenz.
Vergrößern In der Fitbit-App erhalten Sie Informationen zur Entwicklung Ihrer Ruhe-Herzfrequenz.

Extras: Neben dem Aufzeichnen Ihrer Aktivitäten bieten alle Fitness-Tracker weitere Extrafunktionen. So haben alle einen Vibrationsalarm, der Runtastic Orbit sogar mit Schlummerfunktion. Jawbone spendiert seinem Up2 einen sogenannten Smart Alert, der Sie in einer leichten Schlafphase weckt.

Beim Runtastic Orbit können Sie außerdem per Doppelklick auf die einzige Taste besonders glückliche Momente mit dem „Happy Tracking“ kennzeichnen. Außerdem lässt sich der Runtastic Orbit in Verbindung mit der Anwendung „Runtastic Laufen & Fitness“ als zweites Smartphone-Display nutzen. Diesem können Sie dann Dauer, Distanz, aktuelle Pace (benötigte Zeit für einen Kilometer), durchschnittliche Pace, verbrannte Kalorien, und durchschnittliche Geschwindigkeit entnehmen – ein klarer Pluspunkt und besonders ein Kaufargument für Läufer. Wie der Name schon verrät, bietet das Sony Smartband Talk SWR 30 die Möglichkeit, per integriertem Lautsprecher und Mikrofon Anrufe entgegenzunehmen, ohne das Smartphone aus der Tasche holen zu müssen. Das Fitbit Charge HR hat einen integrierten Herzfrequenzmesser.

Hinweis: Trotz aller Vorsicht schneiden viele Fitness-Tracker in Sachen Sicherheit nicht immer optimal ab .

Fitness Tracker: Bedienung und Synchronisation

Damit Sie Ihren Fitness-Tracker auch regelmäßig nutzen und er nicht über kurz oder lang in der Ecke verstaubt, ist eine einfache und selbsterklärende Bedienung erforderlich. Hierbei spielt auch eine lange Akkulaufzeit eine Rolle: Denn je weniger Sie sich darum kümmern müssen, dass Ihr Armband funktioniert, desto besser.

Bedienung: Die Bedienung der intelligenten Sportbegleiter gestaltet sich sehr einfach. Bei allen Produkten sind nur wenige Befehle erforderlich, um die nötigen Einstellungen vorzunehmen oder die erhobenen Daten abzurufen. So verfügen der Runtastic Orbit sowie das Fitbit Charge HR jeweils über eine Taste, über die Sie die beiden Tracker einfach und unkompliziert bedienen und in den Menüs navigieren können. Die Hersteller Garmin, Jawbone sowie Withings bringen hingegen Touch-Bedienfelder zur Anwendung. Im Gegensatz hierzu ist die Bedienung des Armbands von Sony etwas komplizierter: Hier setzt der Hersteller auf insgesamt drei Tasten sowie ein Touch-Bedienfeld.

Stromversorgung: In diesem Punkt hat die Withings Activité Pop ganz klar die Nase vorn. Die auswechselbare Batterie hält laut Hersteller bis zu acht Monaten durch, so müssen Sie sich nicht ständig um das Aufladen eines Akkus kümmern. Die anderen Hersteller setzen ausnahmslos auf integrierte Akkus. Die Laufzeiten reichen hier laut Hersteller von bis zu drei Tagen beim Sony Smartband Talk SWR 30 über bis zu fünf Tagen beim Fitbit Charge HR, über bis zu sieben Tagen beim Runtastic Orbit und beim Garmin Vivosmart, bis hin zu zehn Tagen beim Jawbone Up2.

Datenabgleich: Für die Synchronisierung der Daten zwischen den Fitness-Gadgets und Ihrem Smartphone setzen alle Hersteller auf eine Bluetooth-Verbindung. So können Sie einfach und schnell die erhobenen Daten abgleichen und auf die Auswertungen innerhalb der Apps zugreifen.

Eine Punktebewertung und Aufschlüsselung der Nährwerte in der „Up by Jawbone“- Anwendung verrät es Ihnen bei jeder eingetragenen Mahlzeit.
Vergrößern Eine Punktebewertung und Aufschlüsselung der Nährwerte in der „Up by Jawbone“- Anwendung verrät es Ihnen bei jeder eingetragenen Mahlzeit.

Fitness Tracker App: Fitness und Ernährung

Um den Fitness-Tracker voll auszureizen, ist die Installation der jeweiligen Hersteller-Anwendung auf Ihrem Smartphone notwendig. Denn ein großer Teil der Intelligenz der Sport-Gadgets steckt in den Anwendungen. Hier können Sie auf alle gemessenen Daten in Form von Diagrammen zugreifen, weitere Informationen wie konsumierte Nahrungsmittel oder andere sportliche Aktivitäten hinzufügen und sich einen Überblick über Ihre Erfolge verschaffen. Neben einer übersichtlichen Gestaltung ist es also vor allem wichtig, dass die Anwendungen die Daten in einen verständlichen Kontext übersetzen.

Fitness- und Gesundheits-Apps: Die Vor- und Nachteile

Eine positive Erwähnung soll hier der sogenannte „Smart Coach“ der „Up by Jawbone“-Applikation finden: Während andere Hersteller lediglich statistische Auswertungen der erhobenen Daten zur Verfügung stellen, ordnet der „Smart Coach“ diese für Sie in einen größeren Kontext ein. So erhalten Sie Informationen dazu, wie gesund Sie sich ernähren, was Sie in Zukunft besser nicht mehr essen sollten und wie Sie mit einfachen Tricks Ihren Schlaf verbessern. Andere Tipps erinnern dagegen eher an Glückskeks-Sprüche.

Negativbeispiel: Für das Sony Smartband Talk SWR 30 müssen Sie die gleichnamige App für die Verwaltung des Armbands sowie die Anwendung „Lifelog“ für die Darstellung der Daten installieren.

Aufzeichnen anderer Aktivitäten: Um ein möglichst vollständiges Bild Ihrer Fitness und Ihrer Kalorienbilanz zu bekommen, sollten Sie alle körperlichen Betätigungen aufzeichnen. Neben dem Zählen Ihrer Schritte tracken die Fitness-Armbänder daher meist noch andere Aktivitäten. So erkennt die Withings Activité Pop automatisch „Gehen“, „Joggen“ und „Schwimmen“. Andere Sportarten können Sie über eine Verbindung mit der App „My Fitness Pal“ oder „Runkeeper“ eintragen. Auch das Sony Smartband Talk SWR 30 unterscheidet automatisch zwischen „Gehen“, „Laufen“ und „Radfahren“. Allerdings lassen sich darüber hinaus manuell keine anderen Trainings eingeben.

Je nachdem, wie viel Sie sich im Schlaf bewegen, ordnet die „Garmin Connect“- Anwendung Ihren Schlaf als leicht oder tief ein.
Vergrößern Je nachdem, wie viel Sie sich im Schlaf bewegen, ordnet die „Garmin Connect“- Anwendung Ihren Schlaf als leicht oder tief ein.

Jawbone verfolgt beim Up2 eine ähnliche Strategie: Das Armband erkennt auch hier automatisch, welche Aktivität Sie gerade ausüben. Allerdings müssen Sie ihm zu Beginn sagen, welche Sportart Sie ausgeführt haben, damit das Armband das Bewegungsprofil speichert und anschließend darauf zugreifen kann. In der dazugehörigen Anwendung lässt sich zusätzlich manuell Ihr Training eintragen. Mit dem Runtastic Orbit ist das Tracken einer Vielzahl von sportlichen Aktivitäten möglich. Hier stehen dank „Orbit Connect“ alle Sportarten zu Auswahl, die die App „Runtastic Laufen & Fitness“ unterstützt. Auch Fitbit und Garmin können hier voll überzeugen: Innerhalb der Anwendung ist das Aufzeichnen diverser Sportarten möglich, Sie können dabei sogar die von Ihnen zurückgelegte Route nachzeichnen lassen. Das Armand aus dem Hause Fitbit zählt außerdem, wie viele Stockwerke erklommen haben.

Foodtracking: Gerade wenn Sie abnehmen wollen, ist Foodtracking eine wichtige Funktion , die im Umfang der Hersteller-App enthalten sein sollte. Hier gehen Jawbone und Fitbit mit gutem Beispiel voran und haben umfangreiche Lebensmitteldatenbanken in Ihre Apps integriert. Bei der Withings Activité Pop und dem Garmin Vivosmart können Sie diese Funktion mit einer Verknüpfung zu „My Fitness Pal“ aufrüsten. Runtastic und Sony haben auf eine Integration der Aufzeichnung der Lebensmittel verzichtet.

Schlafphasenanalyse: Ausnahmslos alle Hersteller-Apps bieten eine Analyse Ihrer Schlafphasen. Dabei liegt folgende Annahme zugrunde: Je weniger Sie sich bewegen, desto tiefer ist Ihr Schlaf. Allerdings lässt sich diese recht einfache Schlussfolgerung nicht mit einer professionellen Analyse im Schlaflabor vergleichen. Hier werden zusätzliche Parameter wie Hirnströme, Augenbewegungen oder Muskelspannung einberechnet. Die Funktion ist also somit eher eine Spielerei als ernst zu nehmen.

Web-Anwendung: Auf den kleinformatigen Smartphone-Displays und angesichts der Fülle der erhobenen Daten, Statistiken und Möglichkeiten können Sie schon mal den Überblick verlieren. Hierfür bieten Fitbit, Garmin, Sony und Withings neben den Smartphone-Apps außerdem eine kostenlose Web-Anwendung, die Ihnen zusätzlich einen noch übersichtlicheren Blick auf Ihre Werte und Fortschritte ermöglicht. Innerhalb der Web-Apps finden Sie alle Daten, welche die Smartphone-Anwendungen präsentieren. Auch die eine oder andere Zusatzfunktion ist vorhanden. Runtastic und Jawbone bieten diesen Service nicht.

In der Withings-App erhalten Sie je nach zurückgelegter Strecke verschiedene Abzeichen als Belohnung.
Vergrößern In der Withings-App erhalten Sie je nach zurückgelegter Strecke verschiedene Abzeichen als Belohnung.

Motivation durch Abzeichen, sozialen Druck und Inaktivitätsalarm: Um den inneren Schweinehund zu besiegen, braucht man oft einen starken Willen. Wenn dieser nicht ausreicht, helfen nur noch sozialer Druck und ein Belohnungssystem. Hier haben sich die Hersteller Gedanken gemacht: So haben Sie in der App „Up by Jawbone“ die Möglichkeit, Teams beizutreten und andere Mitglieder zu einem sogenannten „Duell“ herauszufordern. Hierbei handelt es sich in einem Kopf-an-Kopf-Wettkampf darum, wer die meisten Schritte in einem abgesteckten Zeitrahmen zurücklegt. Auch innerhalb der Fibitsowie Garmin-Anwendung können Sie sich mit Ihren Freunden messen. Zusätzlich besteht bei „Garmin Connect“ die Option, an sogenannten „Challenges“ teilnehmen und sich mit anderen Nutzern messen. In der Anwendung sind Ihre aktuellen Bestzeiten aufgelistet, die sich jederzeit einzeln herausfordern lassen. Withings setzt auf Abzeichen, die Sie gewinnen können. So bekommen Sie beispielsweise das „Abzeichen Loch Ness“, wenn Sie insgesamt 100 km zurückgelegt haben. Hersteller Runtastic glaubt an Selbstmotivation: So lässt sich zwar innerhalb der App ein Schrittziel festlegen, mehr ist hier aber nicht geboten. Einen Mix aus allem bietet Sony: In der „Lifelog“-Anwendung können Sie Auszeichnungen gewinnen, an Challenges teilnehmen und in Bestenlisten aufsteigen.

Neben den Motiviationshilfen innerhalb der Anwendungen greifen die Hersteller Garmin, Jawbone und Runtastic noch zu weiteren Mitteln. So erinnert Sie ein Vibrationsalarm beim Runtastic Orbit, beim Garmin Vivosmart und beim Jawbone Up2 bei längerer Inaktivität daran, sich mal wieder zu bewegen. Zusätzlich zeigt Ihnen das Garmin Vivosmart am Armband mithilfe eines Inaktivitätsbalkens an, wie lange Sie schon auf dem Schreibtischstuhl gesessen oder auf dem Sofa gelegen haben.

Die Testergebnisse der Fitness-Tracker

1. Runtastic Orbit - Für Läufer

Der Runtastic Orbit: Schlichtes Design, gute Funktionen.
Vergrößern Der Runtastic Orbit: Schlichtes Design, gute Funktionen.

Den Runtastic Orbit können Sie als Armband oder Clip an Ihrer Kleidung tragen. Das ist praktisch, kann der Orbit doch nicht ganz in puncto Design und Material überzeugen. Das beleuchtete Display  informiert Sie über Tagesfortschritt, Uhrzeit, Schritte, aktive Minuten und verbrannte Kalorien. Für Nutzer der App „Runtastic Laufen & Fitness“ lohnt sich der Activity-Tracker besonders: Dank der „Orbit- Connect“-Funktion lässt er sich als zweites Display nutzen. Ärgerlich: Manche Funktionen wie die individuelle Zielfestlegung sind nur in der kostenpflichtigen Abo-Version „Runtastic Gold“ verfügbar.  

VORTEILE
+ Tracking anderer Aktivitäten
+ wasserdicht bis zu 100 Meter
+ verschiedene Tragevarianten 

NACHTEILE
– Design des Trackers
– Gestaltung der App
– App zum Teil kostenpflichtig  

2. Withings Activité Pop - Die Hübsche

Withings Activité Pop: Schickes Design, viel Gewicht
Vergrößern Withings Activité Pop: Schickes Design, viel Gewicht

Die Activité Pop kommt als schicke, sportliche Uhr mit Silikonarmband daher. Neben den Uhrenzeigern informiert ein weiterer Zeiger über den Tagesfortschritt. Mehr können Sie wegen des fehlenden Displays nicht an der Uhr ablesen. Dieses Manko gleicht Withings mit einer sehr übersichtlichen und informativen App aus. Die Uhr erkennt automatisch, ob Sie gerade gehen, joggen oder schwimmen. Auch wenn Sie sich zum Schlafen legen, erkennt die Activité Pop das automatisch. Im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten ist die Uhr mit einer Batterie ausgestattet, die laut Hersteller mehr als acht Monate Laufzeit hat – ein klarer Vorteil.  

VORTEILE
+ Design
+ lange Akkulaufzeit
+ automatisches Schlaf-Tracking 

NACHTEILE
– lediglich Anzeige des Tagesfortschritts
– wiegt relativ viel 
3. Garmin Vivosmart - Anzeigeprofi

Garmin Vivosmart: Viele Infos, wenig Benutzerkomfort
Vergrößern Garmin Vivosmart: Viele Infos, wenig Benutzerkomfort

Das schlichte schwarze Armband mit dezenten Farbakzenten hat ein Touchdisplay, dem Sie vergleichsweise viele Informationen entlocken können. Neben Datum, Uhrzeit, Schlafdaten, Kalorienverbrauch und sportlichen Aktivitäten steht Ihnen auch eine Stoppuhr zur Verfügung. Zusätzlich können Sie auf Mails, Whatsapp-, Facebook- sowie Hangout-Nachrichten zurückgreifen. Kommt eine SMS, erhalten Sie dagegen nur einen Vibrationsalarm. Ihre Nahrungsaufnahme tragen Sie in der App lediglich über eine Verknüpfung zu „My Fitness Pal“ ein. Dies funktioniert aber einwandfrei. Die Connect-App ist etwas umständlich aufgebaut.

VORTEILE
+ Display zeigt viele Informationen
+ geringes Gewicht
+ angenehmes Material

NACHTEILE
– unhandliches Ladegerät
– umständliche App
– Food-Tracking über separate App

Fast Eine Smartwatch 

4. SWR30 - Sony Smartband Talk

Sony Smartband Talk SWR30: Großes Display, niedrige Akkulaufzeit
Vergrößern Sony Smartband Talk SWR30: Großes Display, niedrige Akkulaufzeit

Mit dem Smartband Talk SWR30 können Sie auch Anrufe entgegennehmen und vollständige Nachrichten auf dem E-Ink-Display ablesen. Der 1,4-Zoll-Bildschirm gibt Auskunft über Uhrzeit, Datum, Schritte, die aktive Zeit, in der Sie gegangen oder gejoggt sind, und Ihre Schlafstunden. Um den Fitness-Tracker zu verwenden, benötigen Sie zwei Apps: Mit „Smartband Talk SWR30“ nehmen Sie alle Einstellungen an Ihrem Armband vor, „Lifelog“ gibt eine statistische Auswertung Ihrer Aktivitäten. Größtes Manko des Armbands: die doch sehr kurze Akkulaufzeit, die der Hersteller mit bis zu drei Tagen angibt.

VORTEILE
+ Telefonfunktion
+ Nachrichtenfunktion
+ großes Display

NACHTEILE
– Food-Tracking nicht möglich
– kurze Akkulaufzeit
– benötigt zwei Apps 

5. Jawbone Up2 - Mit Smart Coach

Jawbone Up2: Leichtgewicht ohne Display
Vergrößern Jawbone Up2: Leichtgewicht ohne Display

Schlank und sehr leicht ist das Armband Up2 des Herstellers Jawbone. Dafür zeigt es lediglich den aktuellen Betriebsstatus sowie einen Hinweis auf Benachrichtigungen an. Dieses Manko gleicht die durchdachte App aus: Sie können Ihre körperlichen Ertüchtigungen tracken, Lebensmittel eintragen und Ihren Schlaf aufzeichnen. Alle Daten setzt die App über den „Smart Coach“ in einen Kontext und informiert Sie etwa darüber, wie die Qualität Ihres Schlafes im Vergleich zu anderen Menschen Ihres Alters abschneidet. Ein weiterer Pluspunkt: Kein anderer Hersteller bietet so viele mögliche Verknüpfungen mit anderen Apps wie Jawbone.  

VORTEILE
+ leicht
+ Food-Tracking in der App integriert
+ sehr gute App

NACHTEILE
– unpraktischer Verschluss
– kein Display
– keine Web-App 

6. Fitbit Charge HR - Kann fast alles

Fitbit Charge HR: Gute App, nicht wasserdicht
Vergrößern Fitbit Charge HR: Gute App, nicht wasserdicht

Das Fitbit Charge HR ist besonders vielseitig: Über den Herzfrequenzsensor misst es permanent Ihren Puls, ermittelt die verbrauchten Kalorien, zählt Schritte und trackt sportliche Aktivitäten. So lässt sich etwa ein Lauf mithilfe des GPS-Signals Ihres Smartphones aufzeichnen. Auch lassen sich weitere medizinische Werte in der übersichtlichen App eintragen, und sogar eine Lebensmittel-Datenbank inklusive Barcode-Scanner ist für das Food-Tracking mit an Bord. Lediglich das Design des Armbands wirkt etwas klobig, und im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten ist das Charge HR nur schweiß- und spritzwasserresistent.

VORTEILE
+ Herzfrequenzmesser
+ Food-Tracking in App integriert
+ sehr überzeugende App

NACHTEILE
– nur feuchtigkeitsresistent
– teils kostenpflichtige App
– hinterlässt Druckstellen

Fazit: Eine gute Motivationshilfe

Im Vergleichstest der insgesamt fünf Fitness-Tracker haben sich doch viele Unterschiede herausgestellt. So ist das Runtastic Orbit für Läufer und Nutzer der anderen Runtastic-Apps geeignet, die Withings Activité Pop dürfte vor allem Menschen ansprechen, die es schlicht und klassisch mögen, und das Sony Smartband Talk SWR30 spricht eifrige Sportler an, die auch während des Work-outs immer telefonisch und per E-Mail erreichbar sein wollen.

Eine technische Übersicht der verschiedenen Fitness-Tracker.
Vergrößern Eine technische Übersicht der verschiedenen Fitness-Tracker.

Die klassischen Fitness-Armbänder Garmin Vivosmart, Jawbone Up2 sowie das Fitbit Charge HR punkten indes mit einem üppigen Funktionsumfang und ausgeklügelten Apps, die wenige Wünsche offen lassen. Egal für welches Fitness-Gadget Sie sich entscheiden: Kein Tracker der Welt macht Sie automatisch zu einem sportlicheren oder gesünderen Menschen. Nur Ihre eigene Willenskraft kann Sie weiterbringen. Die Fitness-Gadgets geben Ihnen lediglich eine Hilfestellung, um Ihr Fitness-Level zu überwachen.

Tipp: Wem ein Fitness-Tracker zu teuer ist - oder wer sein Workout noch weiter ergänzen möchte - profitiert auch von reinen Apps ohne weitere Hardware: Diese Fitness-Apps für Android greifen Ihnen beim Training unter die Arme .

Extra: 10 aktuelle Fitness-Tracker im Schnell-Test

Produkt

Note

Funktionen

Wasserfest

App

Akkulaufzeit

Preis (UVP)

1.  Garmin Vivosmart HR

2,38

Uhrzeit, Schrittzahl, verbrannte Kalorien, aktive Minuten, Schlaf, Wecker, Fortschritt, Herzfrequenz, Datum, Nachrichten

bis zu 50 Meter

Garmin Connect Mobile

bis 5 Tage

149 Euro

2.  Fitbit Surge

2,42

Uhrzeit, Schrittzahl, verbrannte Kalorien, aktive Minuten, Aktivitäten, Schlaf, Wecker, Nahrung, Fortschritt, Herzfrequenz, Etagen, Anrufer-ID

Spritzwasser

Fitbit

bis 7 Tage

250 Euro

3.  Withings Pulse

2,65

Uhrzeit, Schrittzahl, verbrannte Kalorien, aktive Minuten, Schlaf, Fortschritt, Höhenmeter, Herzfrequenz

Nein

Withings Health Mate

bis 14 Tage

100 Euro

4.  Garmin Vivosmart

2,69

Uhrzeit, Schrittzahl, verbrannte Kalorien, aktive Minuten, Schlaf, Wecker, Fortschritt, Datum, Nachrichten

bis zu 50 Meter

Garmin Connect Mobile

bis 7 Tage

149 Euro

5.  Fitbit Charge HR

2,73

Uhrzeit, Schrittzahl, verbrannte Kalorien, aktive Minuten, Aktivitäten, Schlaf, Wecker, Nahrung, Fortschritt, Herzfrequenz, Etagen, Anrufer-ID

Spritzwasser

Fitbit

bis 5 Tage

150 Euro

6.  Garmin Vivoactive

2,81

Uhrzeit, Schrittzahl, verbrannte Kalorien, aktive Minuten, Schlaf, Wecker, Fortschritt, Datum, Nachrichten

bis zu 50 Meter

Garmin Connect Mobile

bis 3 Wochen

249 Euro

7.  Beurer AS81

2,82

Uhrzeit, Schrittzahl, verbrannte Kalorien, Distanz, aktive Minuten, Schlaf, Fortschritt, Wecker

Spritzwasser

Beurer Body Shape (Fitness), Health Manager (Schlafanalyse

bis 14 Tage

80 Euro

8.  Sony Smartband Talk SWR 30

2,85

Uhrzeit, Schrittzahl, verbrannte Kalorien, aktive Minuten, Aktivitäten, Schlaf, Wecker, Fortschritt, Datum, Wetter, Nachrichten, eingehende Anrufe, Telefonfunktion, Sprachausgabe

bis zu 1,5 Meter

Smartband Talk, Lifelog

bis 3 Tage

160 Euro

9.  Jawbone Up3

2,96

Schrittzahl, verbrannte Kalorien, aktive Minuten, Aktivitäten, Schlaf, Wecker, Nahrung, Fortschritt, Nachrichten, Herzfrequenz, Smart Coach

Spritzwasser

Up by Jawbone

bis 10 Tage

180 Euro

10.  Withings Activité Pop

3,04

Uhrzeit, Schrittzahl, verbrannte Kalorien, aktive Minuten, Aktivitäten, Schlaf, Wecker, Fortschritt, Datum

bis zu 30 Meter

Withings Health Mate

bis 8 Monate

150 Euro

Fitness-Tracker im Vergleichstest - Tech-up
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