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Neue Firewalls

04.08.2000 | 22:08 Uhr |

Wir haben die besten 8 Programme für Sie getestet

von am und bif

Sobald Sie im Internet surfen, ist Ihr PC offen für Hacker und Datenspione. Schutz versprechen Desktop-Firewalls. Welches Sicherheitsprogramm hält dieses Versprechen?

Ein unachtsamer Klick auf einen Mailanhang oder das Starten einer verseuchten Anwendung genügt, schon wird gefährlicher Programm-Code aktiv. Gegen Viren schützt Antiviren-Software - aber was ist mit Hacker-Attacken aus dem Internet oder mit Backdoor-Programmen wie Back Orifice und Netbus, die sich in Ihrem System einnisten und auf Befehle aus dem Internet warten?

Backdoor-Programme ermöglichen jedermann den kompletten Zugriff auf den PC, auf dem sie installiert sind. Und von einigen heruntergeladenen Programmen wissen Sie nicht, welche Daten sie von Ihrer Festplatte auslesen und ins Internet schicken.

Alle diese Gefahren betreffen jeden Anwender, der im Internet surft und Programme herunterlädt. Denn mit der Einwahl wird Ihr Rechner Teil des Internets. In der Regel passiert zwar nicht viel, denn ganz ohne weiteres können Hacker oder Datenspione nicht vom Internet aus auf ein Windows-95/98-System zugreifen.

Allerdings sind viele Rechner offen wie Scheunentore, da es bei der Konfiguration von Browser und Mailprogramm allzu viele Dinge zu beachten gibt. Hinzu kommen - teilweise bereits bekannte - Sicherheitslöcher. Die Bugfixes, die etwa Microsoft dafür ins Internet gestellt hat, lädt kaum jemand herunter - schon allein wegen ihrer Größe. Internet-Sicherheitspakete versprechen Schutz. Ein Desktop-Firewall soll den Anwender vor den Gefahren der vernetzten Welt schützen und dabei so unauffällig wie möglich agieren. Er kontrolliert, wer von außen auf den Rechner zugreifen will und welche Daten vom PC ins Internet gehen. In letzter Zeit kommen immer mehr dieser Anwendungen auf den Markt. Die Produkte unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht stark voneinander:

Mancher Firewall kommt von großen Software-Herstellern mit gutem Ruf, andere sind Freeware von bislang wenig bekannten Autoren und Firmen. Einige Pakete bieten Funktionen wie eine Kindersicherung, andere sind nichts weiter als ein Port-Filter. Manche wollen den Anwender nicht überfordern und gestatten nur, Sicherheitsstufen von "schwach" bis "hoch" einzustellen. Andere sind so detailliert konfigurierbar, dass selbst Experten ihre Mühe haben.

Auch in den Sicherheitsfunktionen unterscheiden sich Desktop-Firewalls: Die einen bieten eine Sandbox, andere einen Port-Filter und manche beides. Der Begriff "Sandbox" steht für die Möglichkeit, für einzelne Programme Rechte festzulegen. Mit Hilfe einer Sandbox könnten Sie etwa bestimmen, dass ein Programm nur in seinem Installationsverzeichnis Dateien öffnen und lesen darf, alle anderen Verzeichnisse für jede Aktion aber tabu sind.

Ein Port-Filter schränkt den Datenverkehr ins Internet und aus dem Internet ganz gezielt ein. Wenn Sie im Internet surfen, gelangen Daten über einzelne Ports auf Ihren Rechner und umgekehrt, je nachdem, welchen Dienst Sie gerade nutzen. Dienste wie das Empfangen von HTTP-Seiten, der FTP-Download oder das Versenden von Mails über einen POP3-Server benutzen unterschiedliche Ports. Ein Port-Filter regelt, welcher Port in welche Richtung offen sein soll.

Sicherheitspakete im Test: Acht Internet-Sicherheitsprogramme haben wir getestet. Welches für Sie in Frage kommt, lesen Sie unter . Alle Programme haben wir nach vier Kriterien untersucht. Unsere Testkriterien erfahren Sie unter .

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