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Test: Die beste PC-Maus für jede Preisklasse

02.10.2015 | 09:15 Uhr |

Egal ob Sie nun 20 oder 100 Euro für eine neue Maus ausgeben wollen - wir stellen die besten Modelle für jede Preisklasse vor.

Bei den Mäusen stellt sich die Frage, welchen Sensor Sie nutzen wollen. Mäuse mit Lasersensoren funktionieren auch auf sehr glatten und oft auch auf spiegelnden Oberflächen (Glas), während höhere respektive empfindlichere Abtastraten (DPI, Dots Per Inch) möglich sind. Beim optischen Verfahren hingegen nimmt eine kleine Kamera den Untergrund mit Hilfe eines starken Lichtstrahls auf – grob erklärt. Das klappt zwar auf glatten Oberflächen schlecht bis überhaupt nicht, doch finden viele Nutzer, dass optische Sensoren eine gefühlt direktere Steuerung zulassen. Hier müssen Sie also selbst entscheiden, was Ihnen mehr liegt. Nur so viel können wir sagen: Beide Techniken lassen sehr präzise arbeitende Mäuse zu.

Bei der Tastenanzahl sollten Sie darauf achten, ob es vielleicht noch weitere Seitentasten gibt, beispielsweise für den Daumen – so lassen sich auch für Büronutzer weitere Funktionen darauf legen, wie beispielsweise die Funktionen „Vorwärts“ und „Zurück“ im Browser. Für Spieler mehr interessant ist die freie Belegung dieser und mitunter weiterer Tasten, um beispielsweise ganze Tastenkombinationen oder Aktionen per Klick auszulösen.

Optische Maus vs. Laser-Maus - was ist besser?

Weiterhin ist es unserer Meinung nach wichtig, dass das Anschlusskabel der Maus umflochten (sleeved) ist, also mit Stoff oder Kunststoff ummantelt ist. Das schützt vor Kabelbrüchen und sorgt für Haltbarkeit – häufiges Problem ist nämlich, dass Nutzer das Kabel oft zu kurz zwischen der Wand und dem Schreibtisch einklemmen, damit das Kabel die Maus nicht wegzieht.

Bei drahtlosen Mäusen sollten Sie Wert auf eine hohe Pollingrate (Abfragerate) achten, die die Hersteller in Hertz angeben: Diese Rate gibt Auskunft darüber, wie schnell die Maus die Eingaben umsetzt. 1000 Hz wären ideal, sind bisher aber nur selten anzutreffen. Linkshänder suchen natürlich nach symmetrisch entworfenen Mäusen.

Wer gerne das Gewicht seiner Maus verändern möchte, der achtet auf ein sogenanntes Weight-Tuning-System . Dabei handelt es sich um kleine Gewichte, die sich in die Maus einsetzen lassen.

Bei der Treiber-Software lassen sich die Einstellungen über zwei Möglichkeiten speichern: Wenn die Maus über einen Onboard-Speicher verfügt, dann lassen sich die gewohnten Einstellungen auch an fremden PCs nutzen. Die zweite Variante ist die Synchronisation über die Cloud, allerdings muss der Rechner mit dem Internet verbunden sein. Einige Hersteller bieten mittlerweile auch beide Funktionen an.

Einsteiger-Maus: Sharkoon Shark Zone M20

Die Sharkoon Shark Zone M20 eignet sich hervorragend als günstige Einsteigermaus.
Vergrößern Die Sharkoon Shark Zone M20 eignet sich hervorragend als günstige Einsteigermaus.

In Sachen Preis-Leistung ist die M20 ein wahrer Hit: Trotz des geringen Preises stattet Sharkoon die Maus mit einem präzisen optischen Sensor aus (3200 DPI), die Sensibilität lässt sich per Knopfdruck in Echtzeit wechseln – eine kleine LED zeigt dabei die aktuelle Stufe an, die Sie vorher im Treiber definiert haben. Die insgesamt neun Tasten der M20 lassen sich frei belegen, die verschiedenen Programmierungen speichern Sie im Onboard-Speicher.

Passend zum gelben Sleeved-Kabel sind auch die vorderen Elemente der Maus gelb beleuchtet. Hinzu kommt noch das veränderbare Gewicht der M20 dank mitgelieferter Gewichte. Im Lieferumfang befinden sich außerdem Ersatz-Gleitfüße und eine Transporttasche – dies sind alles Features, die vorher nur weitaus teurere Mäuse geboten haben. Einsteiger machen mit dieser Maus kaum etwas falsch. Preis: 20 Euro

+ Pro

  • Veränderbares Gewicht

  • Üppiger Lieferumfang

  • Onboard-Speicher

– Contra

  • Geringe maximale Sensibilität  

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Mittelklasse-Maus: Logitech G502 Proteus Core

Die Logitech G502 Proteus Core bietet hohe DPI-Zahlen zum vernünftigen Preis.
Vergrößern Die Logitech G502 Proteus Core bietet hohe DPI-Zahlen zum vernünftigen Preis.

Unsere Empfehlung für die Mittelklasse kommt wieder von Logitech. Die G502 arbeitet mit einem hochpräzisen Lasersensor, der mit satten 12.000 DPI auflöst – allerdings dürfte der Maximalwert in der Praxis wohl nur selten zum Einsatz kommen. Auf der anderen Seite erlaubt dies eine feine Abstufung der DPI, die sich in Echtzeit per Knopfdruck ändern lässt. Dem Nutzer stehen des Weiteren elf programmierbare Tasten zur Verfügung, um die Maus individuell anzupassen. Das Mausrad besteht aus Aluminium und unterstützt zwei Bildlauf-Modi: zum einen in kleinen Stufen, per Knopfdruck aber auch freilaufend und damit schneller. Das Gewicht lässt sich nicht nur verändern, sondern auch der Schwerpunkt der Maus lässt sich wählen. Preis: 59 Euro

+ Pro

  • Hohe maximale Sensibilität

  • Erweitertes Weight-Tuning-System

  • Onboard-Speicher

– Contra

  • Teils klappriges Gehäuse

  • Schmales sowie verspieltes Design

Oberklasse-Maus: Steelseries Sensei Wireless

Die Steelseries Sensei Wireless überzeugt in vielen Punkten - lässt sich die aber auch bezahlen.
Vergrößern Die Steelseries Sensei Wireless überzeugt in vielen Punkten - lässt sich die aber auch bezahlen.

Lassen Sie sich nicht vom „Wireless“ im Produktnamen abschrecken, denn die Maus lässt sich auch kabelgebunden betreiben. Doch verzögerte Reaktionen im Drahtlosbetrieb muss sich die Sensei Wireless nicht vorwerfen lassen, denn die Übertragung erfolgt mit einer Pollingrate von 1000 Hz und ist damit den Kabelmäusen ebenbürtig. Der Lasersensor löst mit bis zu 8200 DPI auf und tastet somit präzise den Untergrund ab.

Das Design hat der Hersteller von der älteren, aber bewährten Sensei übernommen, das dank der Symmetrie auch die Nutzung für Linkshänder ermöglicht. Die Maus kommt mit einer massiven Docking-Station, um den Akku aufzuladen – RGB-Effekte auf der Maus und der Station selbst zeigen sogar den aktuellen Ladestatus an. Schön ist auch die Möglichkeit, eigene Einstellungen in der Maus oder in der Steelseries-Cloud zu speichern. Allerdings ist der Akku fest verbaut. Und wirklich sehr happig ist der Preis: 106 Euro

+ Pro

  • Drahtloser & kabelgebundener Betrieb

  • Auch für Linkshänder geeignet

  • Onboard- & Cloud-Speicher

– Contra

  • Fest verbauter Akku

  • Ungleichmäßig verteiltes Gewicht

Tipp: Sie möchten sich noch nach weiteren Mäusen umschauen, bevor Sie eine Entscheidung treffen? Dann werfen Sie doch einen Blick in unseren Test der besten Gaming-Mäuse.

Die beste Tastatur für jede Preisklasse - Kaufratgeber 2015

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