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Amazon Kindle E-Book-Reader

26.10.2009 | 10:33 Uhr

In den USA hat der Amazon Kindle bereits für Furore gesorgt. Jetzt gibt es den E-Book-Reader auch in Deutschland. Wir haben den Amazon Kindle für Sie getestet.

Der Amazon Kindle ist ein handlicher E-Book-Reader mit 2 GB integriertem Speicher, der bis zu 1500 Bücher speichern kann. Nun ist das Gerät auch in Deutschland erhältlich, zusammen mit einer gratis 3G-Internet-Anbindung zur Übertragung von Büchern.

Im Gegensatz zum ersten Amazon Kindle, der nur in den USA vermarktet wurde, ist das neue Modell kompakter und eleganter geworden. Mit knapp einem Zentimeter Höhe und nur 300 Gramm Gewicht ist das Amazon Kindle etwas kleiner als eine DIN-A5-Seite. Die Tastatur des E-Book-Readers ist etwas gewöhnungsbedürftig bietet aber einen guten Druckpunkt. Zwischen den Seiten vor- und zurückblättern kann man über die seitlichen Tasten. Sie sind auf beiden Seiten des Kindle angebracht, so dass sich das Gerät auch für Linkshänder eignet.

Wenn Sie den Amazon Kindle in den USA bestellen, erhöht sich der Preis von 259 US-Dollar (ca. 175 Euro) noch um Zoll und Einführungssteuer in Höhe von 78 Euro. Als Zubehör gibt es eine Schutzkladde aus Leder, die den Amazon Kindle vor Kratzern schützen soll (30 US-Dollar). Dazu kommen selbstverständlich Kosten für die Inhalte, die auf dem Amazon Kindle gelesen werden können, also Bücher und Zeitschriften.

Lesefutter für den Amazon Kindle
Im Kindle-Store finden Sie mehr als 200.000 E-Books. Zusätzlich stehen die aktuellen Ausgaben von 85 internationalen Zeitungen und Zeitschriften zum Download bereit. Deutschsprachige Periodika sind dabei zur Zeit noch Mangelware – die FAZ, die Wirtschaftswoche und das Handelsblatt sind allerdings auch bereits in Abo-Form zu haben. Die Kindle-Ausgaben sind meist etwas günstiger als die gedruckten Werke – die Preise liegen generell zwischen 12 und 14 Dollar, ältere Bücher gibt es bereits für 2 bis 6 Dollar. Allerdings gibt es auch E-Books für den Amazon Kindle, die teurer ausfallen als gedruckte Ausgaben – darunter besonders ältere Werke, die bereits als Taschenbuch zu haben sind.

Geringfügig günstiger ist die elektronische Ausgabe von Zeitungen und Zeitschriften, allerdings fehlen dort oft -wie bei der FAZ - die Bilder. Gut gelöst: Im Kindle-Store kann man viele kostenlose Leseproben testen. Einen Überblick über das Angebot des Kindle-Store können sich Interessenten vorab verschaffen.

Bedienung des Amazon Kindle
Der Amazon Kindle lässt sich recht einfach bedienen: Wenn das Gerät über Amazon bestellt wird, erhält man den Kindle bereits voreingestellt und kann damit direkt auf ei Amazon-Konto zugreifen. Inhalte kann man dann über eine kostenlose Internetanbindung herunterladen - der Download eines Buches nimmt dabei nur ein bis zwei Minuten in Anspruch. Die Zusatzfunktionen Surfen und Bloggen sind in Deutschland allerdings im Gegensatz zu anderen Ländern deaktiviert und die Handyverbindung funktioniert nur in deutschen Ballungszentren. Befindet man sich außerhalb dieses Bereichs, kann man den Kindle mit Hilfe eines beiliegenden USB-Kabels verwenden.

Amazon liest mit
Einige Zusatzfunktionen gibt es für den Amazon Kindle allerdings auch in Deutschland: Mit dem Gerät kann der Leser Notizen in den Text einfügen und nach Begriffen und bestimmten Abschnitten suchen. Auch PDF-Dokumente und andere Dateien kann der Amazon Kindle anzeigen. Diese kann man über ein Spezial-Tool per Kabel auf den Reader laden oder zur kostenpflichtigen Umwandlung an eine zugehörige Mailadresse schicken. Dabei muss man sich bewusst sein, dass Amazon so Zugriff auf eigene Dokumente hat. Allerdings hat die Firma mit dem Kindle ohnehin Einblick in das individuelle Nutzungsverhalten ihrer Kunden, das zu Marketingzwecken verwendet werden kann.

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