Windows 2000, XP und Vista bieten die Möglichkeit, Stripeset-Datenträger anzulegen (Raid 0). Dabei erstreckt sich eine Partition über zwei Festplatten, und die Daten werden zu gleichen Teilen parallel auf beide Platten geschrieben. Folglich muss jede der Festplatten beim Lesen oder Schreiben einer Datei nur die halbe Datenmenge bewältigen. Daraus resultiert theoretisch eine höhere Lese- und Schreibgeschwindigkeit.
Ausführung: Um einen Stripeset-Datenträger zu erstellen, benötigen Sie mindestens zwei Festplatten. Diese sollten nach Möglichkeit vom gleichen Typ sein. Es geht auch mit Festplatten unterschiedlicher Größe. Der resultierende Datenträger kann maximal doppelt so groß werden wie die kleinste Festplatte. Und so gehen Sie am Beispiel Windows XP vor:
Rufen Sie über „Start, Einstellungen, Sys-temsteuerung, Verwaltung“ die „Computerverwaltung“ auf, und gehen Sie unter „Datenspeicher“ auf „Datenträgerverwaltung“. Stripesets lassen sich nur aus „dynamischen“ Festplatten erstellen. Wenn bei den Festplatten, die Sie verwenden wollen, als Typ „Basis“ in der Liste erscheint, müssen Sie diese erst in dynamische Festplatten umwandeln. Wählen Sie dazu aus dem Kontextmenü jeder beteiligten Festplatte „In dynamische Festplatte umwandeln“.
Datenträger erstellen: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle in der Darstellung der Festplatten, und wählen Sie aus dem Kontextmenü „Datenträger erstellen“. Im „Assistent zum Erstellen von Datenträgern“ klicken Sie dann auf „Weiter“ und wählen unter den Optionen „Stripesetdatenträger“ aus. Folgen Sie den Anweisungen des Assistenten. Beim Formatieren des Datenträgers können Sie hinter „Größe der Zuordnungseinheit“ einen anderen Wert wählen. Bei „Standard“ legt Windows die kleinstmögliche Cluster-Größe fest, also etwa 4 KB – abhängig von der physikalischen Formatierung der Festplatte. Sie können aber auch einen anderen Wert eintragen, etwa 1024 KB. Dadurch soll sich die Arbeit mit großen Dateien optimieren lassen.
Nach diesen Arbeitsschritten zeigt die Datenträgerverwaltung die Laufwerke farblich als „Stripesetvolume“ markiert und mit dem gleichen Laufwerksbuchstaben an. Im Windows-Explorer finden Sie ein neues Laufwerk, dessen Kapazität der Summe der beiden verwendeten Partitionen entspricht.
Einziges Manko: Der Geschwindigkeitsvorteil eines Stripesets wird durch eine nicht vorhandene Fehlertoleranz erreicht. Fällt eine der Partitionen/Festplatten aus, sind auch sämtliche Daten der anderen Laufwerke nicht länger zu gebrauchen. Regelmäßige Backups sind daher Pflicht.
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