Ratgeber BIOS

Tempo, Tempo: Tuning-Maßnahmen für Fortgeschrittene

Dienstag, 10.12.2013 | 15:12 von Panagiotis Kolokythas
Kitzeln Sie mehr Geschwindigkeit aus Ihrem System: Mit den richtigen Bios-Optionen fährt der PC schneller hoch und leistet mehr.

Schneller starten: Wenn Sie Speichertests sowie die Abfrage von vorhandenen Festplatten unterbinden, verkürzt sich der Startvorgang des PCs zwischen fünf und zehn Sekunden. Die entsprechenden Einträge finden Sie im AMI- und Award-Bios auf der Registerkarte "Booten" unter "Schnelles Booten". Stellen Sie dort den Wert auf "Aktiviert".

Unnötige Geräte abschalten: Die immer größer werdende Zahl von Komponenten auf dem Mainboard sorgt für längere Startzeiten des Systems. Abfragen nach einem zweiten Laufwerks-Controller oder einer Onboard-Soundkarte wirken als Bremse. Schalten Sie deshalb nicht benötigte Controller und Geräte ab (etwa den IDE-Controller, wenn Sie keine solchen Komponenten haben).

Im AMI- und Award-Bios finden Sie dazu unter "Erweitert" den Eintrag "Onboardgeräte Konfiguration". Hier setzen Sie nicht benötigte Geräte auf "Deaktiviert". Gehen Sie dabei schrittweise vor: Überprüfen Sie nach jeder Änderung, wie sie sich auf das Betriebssystem auswirkt.

Gesamtleistung erhöhen: Per Bios lassen sich Prozessor und Arbeitsspeicher übertakten und so an ihre Leistungsgrenzen führen. Damit riskieren Sie aber eine Überbelastung, die Ihre Hardware zerstören kann. Wir empfehlen das Übertakten nur in Ausnahmefällen und für fortgeschrittene Anwender. Prinzipiell besser ist es, die PC-Komponenten nicht ständig am Limit zu betreiben, sondern die Leistungsreserven nur bei Bedarf zu nutzen.

Nahezu jeder Hersteller bietet im Bios-Setup Einstellungen zum Übertakten. Im Award-Bios von Asus finden Sie zum Beispiel unter dem Menüpunkt "Erweitert, JumperFree Konfiguration" den Punkt "Overclock Profile". Wählen Sie dort "AI Overclock". Dabei handelt es sich um eine dynamische Übertaktungsfunktion, die nur bei voller Auslastung des Prozessors aktiviert wird. Das schützt alle Komponenten davor, dass sie anhaltend zu heiß werden.

Bei Asus zum Beispiel lässt sich die Taktrate in mehreren Prozentschritten erhöhen. Gehen Sie beim Übertakten äußerst vorsichtig vor. Beginnen Sie mit dem niedrigstem Wert (3 Prozent). Verlassen Sie dann das Bios-Setup per [ESC], und booten Sie Windows. Rufen Sie zum Testen etwa Sandra Lite auf: Lassen Sie das Modul "Benchmarks" laufen, das die Leistung umfassend überprüft.

Ist das System stabil, wechseln Sie im Bios zur nächsten Übertaktungsstufe. Wiederholen Sie die Prozedur. Sobald das System instabil wird und beispielsweise abstürzt, kehren Sie zum letzten funktionierenden Wert zurück.

Dienstag, 10.12.2013 | 15:12 von Panagiotis Kolokythas
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (10)
  • olrit 23:08 | 22.10.2013

    ich bin nur ein dummer nutzer, aber meiner meinung nach muss die hardware schneller werden, damit die software das wieder ausgleichen kann, denn der normalnutzer (kein multigenie) ist physisch gar nicht in der lage, den pc so schnell zu nutzen wie die hardware hergeben würde

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  • ohmotzky 15:58 | 10.06.2012

    Weil es sonst noch länger dauern würde?

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  • deoroller 15:52 | 10.06.2012

    Die PCs haben heutzutage zu viel Leistung. Was bringt BIOS-Tuning, wenn eine fette Security Suite den Windows Start in die Länge zieht und den PC bei jedem Festplattenzugriff bremst?

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  • kingjon 15:48 | 10.06.2012

    Zitat: ohmotzky
    BIOS-Bremse lösen und 20% mehr Geschwindigkeit heraus kitzeln von PC-Welt und das Gefummel am BIOS ohne Kenntnisse geht los.
    Die Tuning-Mythen halt. Und die Leute die ihren Rechner verbiegen wollen müssen sich nicht noch andere SW installieren oder gar kaufen! Gruß kingjon

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  • ohmotzky 15:43 | 10.06.2012

    Im Prinzip richtig, nur dann kommen so Schlagzeiten wie: BIOS-Bremse lösen und 20% mehr Geschwindigkeit heraus kitzeln von PC-Welt und das Gefummel am BIOS ohne Kenntnisse geht los.

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