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Telekom muss Konkurrenten Flatrate anbieten

12.06.2002 | 14:55 Uhr |

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) hat entschieden, dass die Deutsche Telekom Internet Providern einen Pauschaltarif für Internetverbindungen via Telefonleitung anbieten muss. Der neue Pauschaltarif wird die bisher übliche zeitgenaue Abrechnung ersetzen.

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) hat entschieden, dass die Deutsche Telekom Internet Providern einen Pauschaltarif für Internetverbindungen via Telefonleitung anbieten muss. Der neue Pauschaltarif wird die bisher übliche zeitgenaue Abrechnung ersetzen.

Danach ist die Deutsche Telekom AG verpflichtet, Internet-Verbindungen aus ihrem nationalen Telefonnetz den Wettbewerbsunternehmen im Rahmen von Netzzusammenschaltungen zu einem pauschalen Tarif zuzuführen.

Die Beschlusskammer entschied ebenfalls, dass eine Anschaltung an 475 regionalen Vermittlungsstellen ausreichend und angemessen ist, um eine flächendeckende bundesweite Abdeckung zu erreichen. Mit dieser Entscheidung ist Internet Providern jetzt ein chancengleicher Wettbewerb zur Telekom möglich. Ein von der Telekom ursprünglich unterbreitetes Angebot sah die Beschlusskammer im Rahmen ihrer Entscheidung als wettbewerbsbehindernd an. Dieses sah vor, dass sich die Wettbewerbsunternehmen an über 1600 Orten mit dem Netz der Deutschen Telekom zusammenschließen müssen, um bundesweit dieses Produkt beziehen zu können.

Präsident Kurth: "Bei der Entscheidung hat die Beschlusskammer berücksichtigt, dass sich die Deutsche Telekom AG bereits seit geraumer Zeit selbst intern eine entsprechende Vorleistungs-Flatrate für Internet-Verkehr berechnet." Die konkrete Entgelthöhe wird entsprechend den rechtlichen Vorgaben in einem gesonderten Entgeltregulierungsverfahren festgelegt. Kurth: "Wir erwarten jetzt, dass die Telekom innerhalb von sechs Wochen einen Entgeltantrag einreichen wird, um so für die Wettbewerber zügig den Weg frei zu machen, diese neue Vorleistung nachzufragen.

Mit dieser Entscheidung macht die Regulierungsbehörde den Weg frei für einen chancengleichen Wettbewerb bei Schmalbandflatrates über ISDN/Modem.

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