Technik 2012

Stärken und Schwächen moderner Smartphones

Freitag den 08.06.2012 um 09:23 Uhr

von Dennis Steimels

HTC setzt bei der One-Serie auf seine Display-Technik Super LCD2.
Vergrößern HTC setzt bei der One-Serie auf seine Display-Technik Super LCD2.
© HTC
Quadcore-CPU, Riesen-Displays oder LTE-Technologie - moderne Smartphones haben mehr Extras denn ja an Bord. Doch was taugt die neue Technik wirklich?
2012 ist das Jahr des Smartphones! Bereits jeder dritte Deutsche besitzt einen solchen Dauerbegleiter – Tendenz steigend. In den heutigen Smartphones stecken hochentwickelte Technologien, die vor einigen Jahren noch nicht denkbar gewesen wären. Doch welche Stärken bietet die aktuelle Smartphone-Technik, und wo zeigt sie Schwächen?

Displaytechnik – größeres Bild und noch schärfer

Mit der neuen Smartphone-Generation werden die Displays der Geräte immer größer. Die neuesten High-End-Modelle warten mit Bilddiagonalen von 4,3 bis 5,3 Zoll auf, das entspricht 10,92 bis 13,46 Zentimetern. Mit der Größe des Displays steigen die Ansprüche an eine hohe Auflösung, damit Inhalte auch scharf dargestellt werden. Hier kommen die verschiedenen Displaytechniken ins Spiel. Neue Smartphones nutzen hauptsächlich LCD- oder Amoled-Bildschirme.

Amoled: Die neueste Technik ist „Super AMOLED Plus“, bei der die bislang verwendete Pentile-Matrix ausgemustert wurde. Bei dieser Technik bestand ein Bildpunkt aus mehreren Subpixeln, um alle Farben darzustellen. Nun enthält jedes Pixel die drei Farben Rot, Grün und Blau. Dadurch wird die Auflösung deutlich höher und einzelne Pixel sind nicht mehr erkennbar. Darüber hinaus bietet ein Super-Amoled-Plus-Display gegenüber seinen Vorgängern bessere Schwarzwerte, einen höheren Kontrast und geringeren Stromverbrauch.

LCD: Die neueste LCD-Technik nennt sich „Super LCD2“ – eine Bezeichnung, die sich HTC für die Displays seiner neuen One-Serie hat einfallen lassen. Die Technik des Super LCD2 basiert grundlegend auf der eines sogenannten IPS-Displays. Dadurch liegt der Betrachtungswinkel, bei dem sich weder Kontrast, Farbintensität noch Schärfe verschlechtern, bei mehr als 160 Grad. Ein Super LCD2 ist zudem sehr flach, da der Touchscreen und das Super-LCD nun auf einer Glasebene liegen. Beim ursprünglichen Super-LCD waren diese noch getrennt und das Display dementsprechend etwas dicker.



Quadcore-Prozessor im Smartphone

Der Quadcore-Prozessor Tegra 3 von Nvidia ist dank seiner
4+1-Architektur besonders stromsparend.
Vergrößern Der Quadcore-Prozessor Tegra 3 von Nvidia ist dank seiner 4+1-Architektur besonders stromsparend.

Erst vor rund einem Jahr feierten Smartphones mit Dualcore-Prozessoren ihren Start im freien Handel. Nun ist schon die Rede von Quadcore-CPUs. Erste mobile CPUs mit vier Kernen gibt es bereits, etwa den Nvidia Tegra 3 oder den Huawei-Prozessor K3V2, der nur im Ascend D Quad und Quad XL zum Einsatz kommt. Der Tegra 3 spricht dafür eine breitere Masse an – das HTC One X ist das erste Smartphone, das mit dem Tegra 3 erhältlich ist. Die Besonderheit: Der Tegra 3 setzt auf eine 4+1-Architektur. Neben den vier ARM-Cortex-A9-Kernen, die mit einer Taktung von 1,5 GHz arbeiten, besitzt der Prozessor einen zusätzlichen fünften Kern mit 500 MHz. Dieser sogenannte Compagnion- Kern kommt bei grundlegenden Dingen wie dem Telefonieren oder dem Standby- Modus zum Einsatz. Erst bei anspruchsvollen Aufgaben schalten sich die Hauptkerne ein, und der Compagnion-Kern ist in der Zeit nicht aktiv. Der Einsatz des fünften, schwachen Kerns soll sich positiv auf die Akkulaufzeit auswirken.

Freitag den 08.06.2012 um 09:23 Uhr

von Dennis Steimels

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