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Smartphone-Prozessoren - alle Daten, alle Fakten

31.10.2010 | 07:05 Uhr |

Welche Prozessoren gibt es für Smartphones, wie unterscheiden sie sich, was sind ihre Vor- und Nachteile? Wir erklären die Details.

Als der Begriff „Pocket-PC“ geschaffen wurde, sollte damit nicht nur eine neue Ära mobiler Endgeräte eingeläutet werden, sondern auch gleichzeitig signalisiert werden, dass in jeder Tasche ein kompletter PC steckt. Diese Vision ist dank rechenstarker Prozessoren, die in den aktuellen Smartphones ihre Arbeit verrichten, ein gutes Stück mehr Wirklichkeit geworden. Nicht selten werden die Mobile-CPUs mit 1 GHz betrieben, was aus dem einfachen Handy eine leistungsfähige Rechenmaschine mit Telefonfunktion macht. PC-Welt hat sich die derzeit verfügbaren Prozessoren angesehen, nennt Vorzüge und Nachteile und zeigt auch, welche CPUs in den aktuellen Smartphones werkeln.

Zunächst einmal muss festgestellt werden, dass nahezu alle mobilen Prozessoren für Smartphones und Co. eine gemeinsame Basis haben: den so genannten ARM-Prozessor (Advanced RISC Machine) des Herstellers ARM Limited . Dieser 32-Bit-RISC-Prozessor sorgt in 90 Prozent aller Handys und Smartphones für die zuverlässige und zügige Verarbeitung der anfallenden Daten (Stand: 2009). RISC steht übrigens für Reduced Instruction Set Computer und ist dank seiner reduzierten Befehlssätze und geringen Leistungsaufnahme ein optimaler Rechenbaustein für Smartphones und vergleichbare Geräte. ARM-Prozessoren werden von Herstellern wie Texas Instruments, Qualcomm, Samsung, Marvell, Freescale, Apple und anderen Herstellern lizensiert, die ihrerseits ARM-basierte Prozessoren auf den Markt bringen, die sich dann in zahlreichen Smartphones und Handys wiederfinden.

Handys sind aus dem Leben nicht mehr wegzudenken. Doch kaum einer kennt die Prozessoren, die darin stecken.
Vergrößern Handys sind aus dem Leben nicht mehr wegzudenken. Doch kaum einer kennt die Prozessoren, die darin stecken.
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Betrachtet man die aktuell verbauten Smartphone-Prozessoren, gibt es große Unterschiede in Sachen Leistung und mögliche Ausstattungsmerkmale. So setzt Nokia beispielsweise bei seinen Einsteigermodellen (N97, C6, E75) auf den eher lahmen Freescale-Prozessor MXC300-30, der sich mit bis zu 532 Megahertz takten lässt und auf der ARMv6-Architektur basiert. Der MXC300-30 unterstützt nicht den aktuellen WLAN-Standard IEEE 802.11n, beherrscht nur A-GPS und ist lediglich für Triband-Handys geeignet. Dafür beherrscht der Chipsatz den mobilen Fernsehstandard DVB-H. Seine Stärken spielt der Freescale-Chip in Sachen längere Akkulaufzeiten aus.

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