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Technik-Trends 2014: Smartphones

27.12.2013 | 10:48 Uhr |

2014 werden die Smartphone größer, schärfer und noch schneller - wieder einmal. Intelligentes Zubehör wie Smartwatches unterstützen die Steuerung – Touchscreen war gestern! Und neue Social-Software vernetzt alles und jeden.

Biegsam, gebogen, flexibel – schon seit einigen Jahren wird über diese Display-Techniken spekuliert. Doch erst jetzt werden gebogene Bildschirme real und vor allem marktreif. Samsung und LG machen es bereits mit ihren Produkten Galaxy Round und G Flex vor, weitere Hersteller folgen. Doch welchen Sinn hat ein gebogenes Display? Auf dem Bildschirm soll eine Art 3D-Effekt entstehend, der das Filmerlebnis erhöhen soll. Zum anderen soll sich das Galaxy Round durch seine Biegung perfekt in der Hosentasche tragen lassen, da sich seine Form an den Oberschenkel anschmiegt. Das G Flex passt zudem zur Gesichtsform, weshalb das Mikrofon näher am Mund liegt und Nebengeräusche noch besser gefiltert werden können.

Der Trend im Jahr 2014 führt unweigerlich zu noch größeren Bildschirmen. Phablets oder Smartlets wird es in dem Sinne nicht mehr geben, weil die meisten Smartphones über 5 Zoll groß sein werden. Erst knapp unter 7 Zoll ist Schluss, denn da fangen schon die Tablets an – der Übergang vom Smartphone zum Tablet wird fließend sein.

Smartphones mit gebogenem Bildschirm kommen 2014, auf faltbare Displays müssen Sie noch bis etwa 2016 warten
Vergrößern Smartphones mit gebogenem Bildschirm kommen 2014, auf faltbare Displays müssen Sie noch bis etwa 2016 warten
© LG

Weil die Displays noch größer werden, reicht Full-HD-Auflösung (1080 x 1920 Pixel) nicht mehr aus – zumindest im High-End-Bereich. Der nächste Schritt geht in Richtung WQHD, oder QHD (Quad HD) genannt, was einer Auflösung von 1440 x 2560 Pixel entspricht. Die Auflösung ist damit viermal so hoch wie HD (720p). Samsung soll bereits versprochen haben, ein Mobilgerät mit einer Punktdichte von 560 ppi auf den Markt zu bringen. Kombiniert mit einer Auflösung von 1440 x 2560 entspricht das einer Größe von 5,2 Zoll. Dabei würde dieses Gerät 78 Prozent mehr Pixel darstellen, als es aktuell das LG G2 mit seinem genau so großen Full-HD-Bildschirm kann.

Video: Samsung Galaxy Gear im Hands-on

Touchscreen war gestern

Nutzer bedienen ihre Smartphone derzeit hauptsächlich per Touchscreen – und das seit einigen Jahren. Es wird also Zeit für etwas Neues! Wie das aussehen kann, zeigt derzeit Samsung mit aktuellen Geräten wie dem Galaxy S4 und dem Note 3: Diese Geräte lassen sich bedienen, ohne dass Sie den Touchscreen nutzen, zum Beispiel mit einer gut funktionierenden Gestensteuerung oder einer verbesserungsfähigen Augensteuerung. Außerdem lassen sich fast alle Smartphones via Sprachsteuerung bedienen. Vor allem Siri von Apple ist gegenüber der Konkurrenz sehr ausgereift. 2014 werden auch die anderen Hersteller nachziehen.

Gestensteuerung: Nokias erstes Mobilgerät mit Windows Phone 8.1 wird die Gestensteuerung unterstützen. Winken Sie beispielsweise vor dem Bildschirm, zeigt das Gerät die Uhrzeit an. Eine ähnliche Funktion bieten auch die Galaxy-Geräte von Samsung, die einen entsprechenden Sensor besitzen. Sie müssen demnächst also das Display nicht mehr berühren, was lästige Fingerflecken auf dem Bildschirm vermeidet.

Auch die Augensteuerung wird vermehrt Einzug in die Smartphone-Welt finden. So scrollen Sie beispielsweise auf Webseiten nur mit Augenbewegungen oder spielen sogar Spiele, in dem Sie die Spielfigur mit den Augen lenken.

Fingerprintsensor: HTC und Apple haben mit dem One Max und dem iPhone 5s bereits Modelle mit integriertem Fingerabdrucksensor auf den Markt gebracht. Er soll nicht nur den Zugriff auf das Smartphone absichern. Zusätzlich können Sie verschiedene Fingerabdrücke einscannen, die unterschiedliche Funktionen ausführen: Der Zeigefinger startet die Kamera, der Mittelfinger öffnet die Navigation und der Daumen führt Ihr Lieblingsspiel aus. Mit dem iPhone 5s und Ihrem Fingerabdruck können Sie außerdem im App Store einkaufen, ohne ein Passwort einzutippen.

Smartwatches erweitern die Funktionen des Smartphones, weshalb Sie dieses weniger aus der Tasche ziehen müssen
Vergrößern Smartwatches erweitern die Funktionen des Smartphones, weshalb Sie dieses weniger aus der Tasche ziehen müssen
© Samsung

Smartwatches und Smart Glasses erweitern den Bedienungsumfang

Hersteller wie Samsung und Sony werden 2014 vermehrt intelligentes Smartphone-Zubehör auf den Markt bringen, mit dem Sie Funktionen des Smartphones ausführen, ohne dieses in die Hand zu nehmen. Mit einer Smartwatch telefonieren Sie, knipsen Fotos und schreiben Nachrichten mit Facebook und Whatsapp. Das versprach Samsung auch für seine intelligente Uhr Galaxy Gear. Doch im Test konnte sie uns die Uhr nur bedingt überzeugen, da der Akku maximal 2 Tage durchhält, und die Sprachsteuerung S Voice das Internet nicht nach Suchbegriffen durchforsten kann. Mit Updates will Samsung versprochene Funktionen nachliefern, zum Beispiel lassen sich jetzt Meldungen von Google Mail, What’s App oder Twitter direkt auf der Uhr anzeigen.

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Apple will das besser machen: Die iWatch steht ganz oben auf der Trendliste für 2014, doch konkrete Infos zu Aussehen und Ausstattung gibt es noch nicht. Intelligente Brillen wie Google Glass zeigen Ihnen passende Informationen zu dem an, was Sie gerade sehen. So werden beispielsweise Restaurantbewertungen sofort angezeigt, wenn Sie sich auf ein entsprechendes Lokal zu bewegen. Sie knipsen auch unterwegs über eine Sprachsteuerung Fotos oder hören Musik über integrierte In-Ears. Die Brille soll nach einer längeren Testphase endgültig Anfang 2014 erscheinen, als Preis sind 300 Euro im Gespräch.

Auch Samsung plant wohl mit „Sports Glasses“ eine eigene Datenbrille, die sich vor allem für Sporttätigkeiten eignen soll. Die AR-Brille soll dabei Infos über einen eingehenden Anruf oder empfangene Nachrichten auf dem Display anzeigen. Sie hat außerdem Kopfhörer mit an Bord, um unterwegs Musik zu hören.

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Mehr Power fürs Zocken

Weil die Grafikeffekte bei PC-Spielen immer mehr steigt, haben Nutzer inzwischen auch höhere Ansprüche an Smartphone-Spiele – und damit an seine Rechenleistung. Deshalb werden nicht nur Prozessoren mit acht Kernen zum Standard. Sondern sogar 16 Kerne mit hoher Taktrate finden Einzug in Highend-Smartphones. Die Grafikeinheit wird zudem deutlich verbessert, durch die das Smartphone selbst aufwändige 3D-Spiele ruckelfrei anzeigen kann. Vor allem Samsung ist mit der Entwicklung von Mehrkern-Prozessoren recht weit, da sie in Asien bereits eine 8-Kern-Version des Galaxy S4 vertreiben. Aber auch Chip-Hersteller Qualcomm baut enorm leistungsstarke CPUs, die in den meisten aktuellen und damit auch zukünftigen Top-Geräten zum Einsatz kommen.

Smartphones ohne Kratzer

Das Ende Dezember 2013 erschienene Smartphone LG G Flex hat bereits eine selbstheilende Oberfläche auf der Kunststoffrückseite. Kratzer verschwinden nämlich bereits nach wenigen Sekunden. Smartphones ohne Gebrauchsspuren sehen nicht nur schicker aus, sie lassen sich auch besser verkaufen. 2014 könnten sich aber nicht nur die Gehäuse selbst heilen, sondern auch die Bildschirme, auf denen Kratzer noch ärgerlicher sind.

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