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Technik-Trends 2016: Was das neue Jahr bereithält

19.01.2016 | 11:15 Uhr |

Neues Jahr, neue Technik: Die Trends 2016 reichen vom modularen Smartphone über den 8K-Fernseher bis zum teilautonomen Fahrzeug. Das Jahr wird spannend. Lesen Sie, warum.

Am Ende eines Jahres stehen oft Rückschauen im Fokus. Hat das neue Jahr einmal angefangen, interessieren mehr die kommenden Dinge. Deshalb werfen wir schon einmal einen Blick auf die technischen Neuerungen, die uns 2016 beschäftigen werden. Bei Smartphones wird es neben größeren Displays, die sich in der Mitte falten lassen, damit sie weiter tragbar bleiben, mit dem modularen Handy ernst. Das stellen Sie nach Ihren Wünschen zusammen. Hier geht es nicht etwa um die Gehäusefarbe, sondern ums Eingemachte: CPU, Kamera, Display. Die Idee hat auch Vorteile, wenn Sie das Gerät schon eine Weile im Gebrauch haben: So lassen sich Komponenten bei Defekt austauschen oder aufrüsten.

Spieler können sich mit der VR-Brille auf eine neue Gaming-Plattform freuen. Ab dem Frühjahr sollen fertige Produkte wie die Oculus Rift oder die Playstation VR von Sony erhältlich sein. Bei beiden Geräten kommt die Power vom Rechner. Nicht so bei der Microsoft Hololens. Sie ist autonom. Eine Gemeinsamkeit gibt es: Die Brillen sind dieses Jahr noch ein teures Vergnügen. Das gilt auch für den 8K-Fernseher. Samsung will ihn für die Luxus-Reihe S9 wahrmachen. Im Vergleich dazu erschwinglich dürfte die UHD-Blu-ray sein. Sie bringt 4K-Inhalte endlich auf die Scheibe. Allerdings benötigen Sie einen neuen Player, um die UHD-Bewegtbilder auch genießen zu können.

Das alles ist jedoch nur ein kleiner Ausschnitt der Techniktrends, die wir im Artikel vorstellen. Sie finden Neues zu SSDs und klassischen Festplatten genauso wie zu Smartwatches, der IT im Auto oder dem 3D-Druck.

1. Smartphones & Wearables

Bei den Smartphones erwarten uns längere Akkulaufzeiten, höhere Sicherheit und neue Displays. Die Smartwatches mausern sich zu edlen Designstücken des Uhrenhandwerks, die neben den Standardinformationen medizinische Funktionen zu bieten haben.

Beim modularen Fairphone 2 können Sie defekte Komponenten ganz einfach selbst austauschen und verlängern so dessen Lebensdauer.
Vergrößern Beim modularen Fairphone 2 können Sie defekte Komponenten ganz einfach selbst austauschen und verlängern so dessen Lebensdauer.

Plane Bildschirme waren gestern: Immer mehr Hersteller statten ihre Smartphones mit gebogenen Displays aus – wie LG das Flex oder Samsung das Galaxy S6 Edge . Dieser Trend setzt sich auch im Jahr 2016 fort. Gerüchte besagen, dass der Schirm des nächsten iPhone-Modells, dem iPhone 7, nicht ganz plan sein soll. Dafür spricht, dass Hersteller Apple bereits das Patent für einen gewölbten Bildschirm bei der US-Patentbehörde erworben hat. Allerdings ist mit den Curved-Displays nicht das Ende der Fahnenstange erreicht: So arbeitet Samsung angeblich unter dem Codenamen „Project Valley“ an einem neuen Smartphone, dessen Bildschirm sich in der Mitte falten lässt. Dank dieser Technik könnten die Besitzer auch Geräte mit großen Displays platzsparend in der Hosentasche verstauen.

Relevant: Die besten Smartphones für 2016 im Vergleich

Mehrere Hersteller wollen in Zukunft modulare Smartphones anbieten. Hier sollen Käufer die Komponenten selbst zusammenstellen und in ein Grundgerüst einfügen können. Damit lässt sich das Smartphone per Plug & Play nach Belieben um neue Funktionen erweitern. Ein Beispiel hierfür ist das geplante modulare Smartphone von Google, bekannt unter dem Namen „ Project Ara “. Das Smartphone wurde bereits im letzten Jahr erwartet. Allerdings gab es Gerüchten zufolge Probleme bei der Realisierung. Der erste lauffähige Prototyp soll Anfang 2016 vorgestellt werden.

Ein anderer Vorteil von modularen Smartphones ist die Nachhaltigkeit. Nutzer reparieren ihr Gerät selbst und verlängern damit dessen Lebensdauer. Dadurch fällt deutlich weniger Elektroschrott an, hohe Anschaffungskosten für ein neues Gerät reduzieren sich. Diesen umweltschonenden Ansatz verfolgt etwa Hersteller Fairphone mit dem Fairphone 2 . Dies passt zur Firmenpolitik, denn der Hersteller hat sich zur Aufgabe gemacht, Smartphones mit möglichst fair gehandelten Rohstoffen und guten Arbeitsbedingungen zu produzieren.

Mehr Akkulaufzeit und Sicherheit

Schmuckhersteller Fossil steigt in den Smartwatch-Markt ein und bringt 2016 ein eigenes Produkt heraus.
Vergrößern Schmuckhersteller Fossil steigt in den Smartwatch-Markt ein und bringt 2016 ein eigenes Produkt heraus.

Immer mehr Smartphones werden mit dem brandneuen Betriebssystem Android 6 Marshmallow ausgestattet sein. Es hat diverse Hardware-Features, die Android-Geräte in Zukunft sicherer und ausdauernder machen. So bringt Marshmallow standardmäßig die Unterstützung von Fingerabdruck-Scannern auf Smartphones und Tablets mit. Immer mehr High-End-, aber auch Mittelklasse-Geräte werden sich per Fingerkennung schützen lassen.

Außerdem soll sich dank „Project Doze“ die Akkulaufzeit verlängern. Die Funktion erkennt, wann das Gerät tatsächlich genutzt wird und wann es unnötig Strom verbraucht. Um die Akkulaufzeit auszudehnen, schließt „Project Doze“ etwa in der Nacht automatisch alle entbehrlichen Hintergrund-Apps. Programmierte Alarmtöne oder wichtige Nachrichten erreichen Sie aber weiterhin.

Wurden tragbare Fitnesstracker der letzten Jahre oftmals als teures Plastikspielzeug abgestempelt, versuchen sich die Hersteller mit einer Vielzahl an medizinischen Features an einem Kurswechsel. So können Nutzer nicht mehr nur die zurückgelegte Schrittzahl oder die verbrauchten Kalorien aufzeichnen. Der Trend geht vielmehr zum Messen des Sauerstoffgehalts im Blut, der Herzfrequenz oder des Ruhepulses. Neue Sensoren machen das möglich. Die Fitness-Gadgets sollen Sie nicht mehr nur zu mehr Bewegung motivieren, sondern einen zutreffenden Überblick über den Gesundheitszustand ermöglichen. Bislang warteten lediglich High-End-Produkte mit diesen Features auf, in Zukunft könnten auch Mittelklasse-Geräte damit ausgestattet sein.

Waren die ersten Smartwatches noch eher klobige Kunststoffteile und legten den Fokus auf technische Funktionen, trumpfen die neue Generation mit edlen Designs auf. Sie sehen aus wie klassische Armbanduhren und sind auf den ersten Blick nicht als Smartwatches erkennbar. Bereits jetzt haben Samsungs Gear S2 und die LG G Watch R runde Displays und hochwertige Lederarmbänder. Dieser Trend setzt sich fort: Denn vermehrt steigen traditionelle Uhren-und Schmuckhersteller wie Fossil oder Casio in den Markt ein und haben eigene Smartwatches für 2016 angekündigt. Damit wandern die smarten Uhren weiter in die designorierte Lifestyle-Ecke. Die intelligenten Funktionen gibt es oben drauf. Die Produkte sprechen somit nicht mehr nur Technikfans an, sondern werden massentauglich.

Video: Die besten Smartwatches im Vergleich
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