Mit Tegra plant Nvidia die mobile Revolution: Ein Netbook ab 150 Euro, das HD-Videos ruckelfrei abspielt - und der Akku macht erst nach 10 Stunden schlapp.
Der Nvidia Tegra vereint auf der Fläche eines Kaugummistreifens ein komplettes Computer-System. Tegra zieht so zentrale Funktionen wie CPU, Grafikkern, Speicher, Bild- und HD-Video-Prozessor sowie die Leitungen für wichtige Schnittstellen wie HDMI und USB auf einem Platz sparenden Modul zusammen. Wichtigster Aspekt beim Design des Tegra-Moduls war es laut Nvidia, den Stromverbrauch so gering wie möglich zu halten. So kümmert sich beispielsweise beim Tegra ein Prozessor von Arm ausschließlich ums Energie-Management und schaltet einzelne Funktionsbereiche sofort aus, wenn das System sie gerade nicht benötigt.
Mit dem Tegra den ganzen Tag mobil
Mit dem Tegra will Nvidia das Versprechen einlösen, das Intel für die Atom-Plattform zugesagt hat. Sehr lange Akku-Laufzeiten, die Mobilität für den ganzen Tag garantieren. Was Nvidia dem Tegra zutraut, kling viel versprechend: So soll etwa ein Tegra-Gerät für die Wiedergabe von hoch aufgelösten Videos nur 0,3 Watt benötigen. Ein Netbook auf Atom-Basis zieht dafür circa 30 Watt aus dem Akku, bräuchte also rund hundertmal soviel Energie.
Geradezu unglaublich klingt die Herstellerangabe, das ein Tegra-Netbook bis zu 25 Tage Musik abspielen kann, bis es wieder an der Steckdose auftanken muss. Ein vergleichbares Atom-Netbook hält laut Nvidia nur fünf Stunden durch. Allerdings findet sich in der Fußnote zu diesen Angaben der Hinweis, das Nvidia die Messungen mit einem 1-Watt-Display durchgeführt hat. Da der Bildschirm bei Netbooks zu den Hauptstromfressern gehört, sind die Herstellerangaben von Nvidia also mit Vorsicht zu genießen.
Spottbillig: Tegra-Netbook ab 150 Euro
Ein weiterer Vorteil des kompakten Tegra-Moduls: Es erlaubt nicht nur sehr kleine mobile Geräte, sondern lässt sich auch kostengünstiger produzieren als Systeme, die die Atom-Plattform von Intel nutzen. Allein schon der Rohstoffeinsatz ist bei einem Atom-Gerät viel größer, da die Intel-CPU eine Hauptplatine mit Chipsatz plus Arbeitsspeicher benötigt. Entsprechend soll ein Netbook auf Tegra-Basis bereits ab 150 Euro in den Handel kommen.
Für 0 Euro: Ebenso wie Intel mit den Atom-Netbooks will auch Nvidia bei den Telekommunikations-Unternehmen große Stückzahlen absetzen. Für Ihren neuen Mobilfunkvertrag könnte also bald auch ein Tegra-Netbook den Lockvogel spielen. Nvidia verhandelt deswegen weltweit mit namhaften Telekommunikations-Firmen, für Deutschland steht aber noch kein Vertragspartner fest.
Neben Netbooks soll der Tegra auch in Smartphones und Multimedia-Player eine Heimat finden. So hat beispielsweise
Microsoft im Podcast Zune Insider 24 bestätigt, das der Zune HD auf Tegra setzt. Und Tegra soll auch der immer noch "virtuellen" Produktklasse
Mobile Internet Device (MID) Leben einhauchen. Und das ist erst der Anfang. Der Tegra-Fahrplan sieht vor, dass der Nachfolger bei gleicherm Stromverbrauch die vierfache Leistung bringt - sagt Nvidia. Doch zunächst sollten erst einmal die Vorseriengeräte mit dem Ur-Tegra die Serienreife erlangen. Was Sie im Herbst 2009 erwarten dürfen, offenbaren die Prototypen taiwanesischer Auftragsfertiger in der nachfolgenden Bildgalerie.
Nvidia Tegra
Vergleich des Tegra-Moduls mit einem Kaugummi
Nvidia Tegra
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Modul system on a chip
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Pegatron Vivid black
Nvidia Tegra
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Nvidia Tegra
Spezifikation
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Tegra-Chip und US-10-Cent
Nvidia Tegra
Tegra-Chip
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Vergleich der Akkulaufzeiten laut Nvidia
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