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Arbeitsspeicher - das bringt die Zukunft

21.10.2009 | 15:15 Uhr |

PC-Speicher wird teurer, aber auch schneller, stromsparender und größer - Module mit 8 GB sind in Planung. Außerdem steht die DDR4-Technik vor der Tür.

DDR3-Speicher nimmt Tempo auf (Quelle: Kingston)
Vergrößern DDR3-Speicher nimmt Tempo auf (Quelle: Kingston)

Arbeitsspeicher so preisgünstig wie nie: Ein Gigabyte DDR3-SDRAM gibt’s bereits ab 11 Euro, ein 2-GB-Riegel ist schon für rund 30 Euro zu haben. Doch das soll sich mittelfristig ändern. Denn die Speicherchiphersteller kämpfen aufgrund des massiven Preisverfalls seit fast zwei Jahren ums Überleben und haben die RAM-Fertigung stark zurückgefahren oder - wie Quimonda - endgültig eingestellt . Klar, dass die Chipfertiger in dieser substantiellen Krise nur spärlich in moderne Produktionsstätten investiert haben. Doch jetzt stellen die DRAM-Hersteller ihre Massenproduktion von DDR2 auf DDR3 um. Gleichzeitig zieht die Nachfrage an. Mit steigenden Speicherpreisen im Weihnachtsgeschäft ist daher zu rechnen.

Arbeitsspeicher so schnell wie nie: Derzeit offiziell von der JEDEC (das maßgebliche Industrie-Forum für Halbleiter-Standards) abgesegnet ist bei DDR3-SDRAM nur eine physikalische Taktrate von bis zu 166 (effektiv 1333) MHz, während die Speichermodul-Hersteller für Freunde des Übertaktens bereits bis zu 275 (effektiv 2200) MHz anbieten. Noch in diesem Jahr will die JEDEC zumindest 200 MHz freigeben. 2010 soll das Speichertempo auch offiziell um die physikalischen Taktraten von 233 sowie 266 MHz erweitert werden. Die maximal mögliche Transferleistung pro Modul würde dann rund 17 GB/s betragen - im Vergleich zum derzeit gängigsten Speichertyp DDR2-800 ist das fast eine dreimal so hohe Übertragungsrate.

Arbeitspeicher so sparsam wie nie: Derzeit benötigen DDR3-Module noch 1,5 Volt Nominalspannung. Anfang 2010 sollen dann sparsamere Speicherriegel mit nur 1,35 Volt in den Handel kommen. Der Unterschied von lediglich 0,15 Volt klingt zunächst einmal wenig beeindruckend. Allerdings steigt der Stromverbrauch exponential zur Spannung. Zudem arbeitet der Speicher-Controller mit 1,35-Volt-Modulen ebenfalls sparsamer. Das senkt den Stromverbrauch moderner Prozessorfamilien wie dem Athlon II, Core i5, Core i7 und Phenom II. Praktisch: Für die sparsameren Speicherriegel sind keine neuen Chipsätze und Prozessoren notwendig, denn DDR3-Speicher muss nach der Spezifikation der JEDEC von Haus aus auch mit 1,35 Volt funktionieren.

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