246335

Tauschbörsen wollen Identität der User besser schützen

10.07.2003 | 15:20 Uhr |

Seit einiger Zeit verstärkt die RIAA ihren Feldzug gegen die Nutzer von Online-Tauschbörsen und versucht auch Einzelpersonen dingfest zu machen. Die Betreiber der Tauschbörsen wollen nun ebenfalls aufrüsten und ihre Anwendungen so absichern, dass die RIAA erst gar nicht mehr die Identität der tauschenden Anwender ausfindig machen kann.

Seit einiger Zeit verstärkt Recording Industry Association of America ( RIAA ) ihren Feldzug gegen die Nutzer von Online-Tauschbörsen und versucht auch Einzelpersonen dingfest zu machen. Die Betreiber der Tauschbörsen wollen nun ebenfalls aufrüsten und ihre Anwendungen so absichern, dass die RIAA erst gar nicht mehr die Identität der tauschenden Anwender ausfindig machen kann.

"Wir müssen auf das reagieren, was die User wollen. Sie wollen den Schutz der Privatsphäre und wir werden das ermöglichen", kündigte Michael Weiss, Chef des Morpheus-Entwicklers StreamCast Networks an.

Die Morpheus-Software soll noch in diesem Monat um ein Datenschutz-Feature ergänzt werden. Auch Sharman Networks , die Betreiber von Kazaa, will ähnliche Features in seine Software integrieren. Genauere Details wollen die Anbieter allerdings noch nicht nennen, weil auch die Gegenseite mithört und entsprechende Maßnahmen treffen könnte.

Denkbar wäre, dass der Datenverkehr zwischen den Anwendern künftig über Proxy-Server abgewickelt würde, so dass die Identität der Anwender quasi durch einen "Schutzschild" abgesichert wäre.

Außerdem könnte der Datenverkehr zwischen den Usern auch verschlüsselt werden, so dass der "Mithorcher" nicht erkennen könnte, was denn da genau getauscht wird. Schließlich wird auch über den Einsatz von "Private Networks" nachgedacht, bei denen eine stark begrenzte Anzahl von Anwendern miteinander Dateien austauschen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
246335