02.04.2013, 11:50

Benj Edwards

Windows 3.1

Tasklist, Paintbrush, Multimedia

7) Das Control Panel

Zu Zeiten von Windows 3.1 brauchte man sage und schreibe zwölf Icons im Control Panel, um alle Facetten von Windows zu konfigurieren. Zum Vergleich: Unser Windows 7 Control Panel zählt 52 Icons. Windows 3.1 war die erste Windows-Version mit einem modularen Control Panel. Soll heißen: Man konnte neue Felder im Fenster hinzufügen, indem man einfach eine spezielle CPL-Datei in den Windows-System-Ordner kopierte.

8) Einbinden und verlinken

Windows 3.1 führte eine systemweite Methode ein, wie sich verschiedene Arten von Dateien miteinander verlinken und einbinden ließen. Was bedeutet das genau? Zum Beispiel konnte man ein Paintbrush-Bitmap-File kopieren und es in eine Word-Datei einfügen, wie im Bild zu sehen ist. Wenn man die Bitmap-Datei hingegen verlinkte, wird jede auch im Nachhinein erfolgte Änderung an der Grafik auch im Word-File dargestellt. Heutzutage ist eine solche Funktion für uns selbstverständlich – vor 20 Jahren galt sie als echter Komfort.

9) Öffnen und speichern

Vor Windows 3.1 mussten Programmentwickler für jede ihrer Anwendungen eigene Öffnen- und Speichern-Dialogboxen programmieren. Das Resultat: Absolut verwirrende Uneinheitlichkeit. Microsoft behob diesen Mangel in Windows 3.1, indem ein systemweites Öffnen- und Speichern-Dialogbox-System eingeführt wurde. Programmierer durften dieses System ab sofort in ihre Anwendungen einfügen, um Windows ein einheitlicheres Äußeres zu verschaffen.

10) Multimedia-Unterstützung

Microsoft unterstützte erstmals Sound- und Video-Wiedergabe als Teil von Windows 3.0 mit Hilfe des Programms Multimedia Extensions – veröffentlicht 1991, allerdings nur auf neuen Maschinen. Für Windows 3.1 wurden diese Erweiterungen zum Standard und erlaubten es Nutzern damit, qualitative, digitalisierte Audio-Dateien über eine Soundkarte abzuspielen und aufzuzeichnen – zum Beispiel mit Hilfe der beliebten SoundBlaster Pro. Der allseits bekannte Media Player machte es möglich, AVI-Videos anzuschauen – sofern die Hardware des Systems die Videos überhaupt ruckelfrei wiedergeben konnte.

11) Notepad und Rechner

Weder das Notepad noch der Taschenrechner wurden mit Windows 3.1 eingeführt, trotzdem sind diese viel benutzten Helferlein einen Retro-Blick wert. Die Optik des Notepad sollte den meisten modernen Windows-Nutzern bekannt sein; die flachen, bunten Tasten des Rechners im Bild könnten vielen jedoch seltsam vorkommen. Diese Tasten sind ein Überbleibsel aus der Zeit, bevor die scharffierte 3D-Button-Optik der 1990er Version von Windows 3.0 Standard wurde. Windows 95 führte dann drei Jahre später einen Rechner ein, der schon deutlich mehr nach Windows aussah.

12) Task List

In modernen Versionen von Windows öffnet man durch gleichzeitiges Drücken von Strg, Alt und Entf den Task Manager. Unter Windows 3.1 startete man mit Strg und Esc beziehungsweise mit einem Doppelklick auf den Desktop die sogenannte Task List. Das Programm zeigte alle derzeit geöffneten Anwendungen an, die bei Bedarf von dort aus beendet werden durften – genau wie der heutige Task Manager also. Allerdings war die Anwendung damals weitaus weniger nützlich als heute: Die meisten Programmabstürze führten ihrerzeit auch gleichzeitig zum kompletten Windows-Absturz.

13) Paintbrush

Wir beenden unsere Retro-Tour durch Windows 3.1 mit diesem abstrakten Gemälde aus Paintbrush – dem Vorgänger des heute noch bekannten Paint. Zu einer Zeit, als die meisten Windows PCs nur 16 Farben unterstützten, war Paintbrush eine Art wandlungsfähiges Schweizer Taschenmesser für schnelle, grafische Aufgaben.
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