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Taskkiller: Gezielt Tasks per Script beenden

22.10.2004 | 10:56 Uhr |

Auch der leistungsfähigste Windows-Rechner kommt an seine Grenzen, wenn zu viele Programme gestartet sind. Viel früher leidet allerdings die Übersichtlichkeit. Gerade Anwendungen, die sich nur mit einem Icon im Infobereich zeigen, versteckt laufen oder hängen geblieben sind, entgehen dem Blick des Benutzers. In solchen Situationen möchten Sie einen Taskkiller, der alles beendet, was nicht zum Betrieb des Systems notwendig ist. Unser VBScript pcwAutokill.VBS löst dieses Problem.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Mittel

Problem:

Auch der leistungsfähigste Windows-Rechner kommt an seine Grenzen, wenn zu viele Programme gestartet sind. Viel früher leidet allerdings die Übersichtlichkeit. Gerade Anwendungen, die sich nur mit einem Icon im Infobereich zeigen, versteckt laufen oder hängen geblieben sind, entgehen dem Blick des Benutzers. In solchen Situationen möchten Sie einen Taskkiller, der alles beendet, was nicht zum Betrieb des Systems notwendig ist.

Lösung:

Sie können mit <Strg>-<Shift>-<Esc> den Task-Manager aufrufen und manuell Tasks abschießen. Dafür müssen Sie allerdings wissen, welches Programm hinter welchem Namen steckt. Oder Sie melden sich ab, wobei Windows alle Prozesse beendet, die nicht als Systemdienst laufen. Beide Methoden sind umständlich.

Komfortabler funktioniert unser VBScript :pcwAutokill.VBS . Es erspart das Abmelden und beendet 32-Bit-Tasks mit Hilfe der WMI (Windows Management Instrumentation), die ab Windows 2000 Bestandteil des Systems ist. Welche Programme weiterlaufen dürfen, bestimmen Sie selbst anhand einer Liste - was darin mit Namen steht, bleibt vom Taskkiller unangetastet.

So setzen Sie das Script ein: Kopieren Sie pcwAutokill in einen Ordner Ihrer Wahl. Zuerst lassen Sie das Script eine Liste der Programme erzeugen, die es nicht abschießen soll. Dazu beenden Sie alle nicht benötigten Programme und starten solche, die der Killer in jedem Fall laufen lassen soll. Schließlich rufen Sie das Script per Doppelklick auf. Nun erstellt es im selben Ordner automatisch die Textdatei pcwAutokill.INI. Sie enthält die Liste der Tasks, die weiterlaufen sollen.

Indem Sie über "Start, Ausführen“ das Script mit dem Parameter /k aufrufen, geben Sie alles andere zum Abschuss frei:

<Pfad zum Script>\pcwAutokill.vbs /k

Der Aufruf-Parameter /k ist als Sicherung eingebaut, damit niemand versehentlich per Doppelklick auf das Script der wichtigsten Anwendung den Garaus macht und so eventuell noch ungesicherte Dokumente verliert.

Wenn Sie auf diese Sicherung verzichten wollen, erstellen Sie eine Verknüpfung zum Script, wählen aus dem Kontextmenü den Punkt "Eigenschaften“ und hängen unter "Verknüpfung, Ziel“ ein Leerzeichen und den Parameter /k an. Damit können Sie den entfesselten Taskkiller auch per Doppelklick starten.

Ein anderer Parameter erweitert das Killerkommando: Wenn Sie statt /k den Schalter /all an den Scriptaufruf anhängen, ignoriert pcwAutokill die Einträge in der Liste und beendet alle Tasks. Verschont bleiben nur Windows-Prozesse, ohne die ein Standardsystem nicht korrekt weiterläuft. Verwenden Sie diesen Schalter nur, wenn Sie nicht Zusatz-Software installiert haben, die ebenfalls als Service läuft - etwa einen Virenwächter oder eine Firewall. Es ist beispielsweise nicht empfehlenswert, Symantec-Programme oder Dienste von Zone Alarm abzuschießen, weil das System dann instabil wird und keine Netzwerkfunktionen mehr zur Verfügung stehen. Auf davon nicht betroffenen Windows-PCs hat der rigorose Schalter /all keine nachteiligen Nebenwirkungen.

Die Taskliste pcwAutokill.INI können Sie jederzeit neu erstellen, indem Sie das Script ohne Parameter starten. Mit einem Text-Editor lässt sich die Liste nachbearbeiten, etwa um Einträge zu löschen, zeilenweise auszukommentieren oder als Gedächtnisstütze die Tasks zu beschreiben. Als Kommentarzeichen kommt beispielsweise die Zeichenfolge "//“ in Frage, die Sie an den Anfang einer Zeile setzen. Grundsätzlich sind für die Einleitung von Anmerkungen alle Zeichen in Ordnung, die in Dateinamen nicht erlaubt sind.

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