Wenn Sie Ihre Mailadresse beispielsweise auf Ihrer Homepage angeben, müssen Sie damit rechnen, demnächst einiges an Werbepost zu erhalten. Werbeversender durchkämmen nämlich mit speziellen Such-Tools das Internet nach Mailadressen, die auf Internet-Seiten stehen.
Die Websitewww.dslreports.comhat letztes Jahr ein Experiment gestartet. Die Betreiber platzierten eine Mailadresse auf einer sonst leeren und nicht zugänglichen Internet-Seite. Nur ein für normale Besucher nicht sichtbarer Link auf einer der anderen Seiten führte auf diese Testseite. Schon kurze Zeit später registrierten die Betreiber einen Zugriff, der offenbar von einem Suchroboter kam. Er durchkämmte die gesamte Website von Link zu Link und kam so auch auf die versteckte Seite.
Schon einige Stunden später trudelten die ersten Werbemails für die Mailadresse ein, die auf der Seite angegeben war. Dieses Beispiel zeigt, dass Sie auf Ihrer Homepage Ihre Mailadresse nicht angeben sollten - zumindest nicht im Klartext. Folgender Trick hat sich bewährt: Hängen Sie der Mailadresse einige zusätzliche Zeichen an - aber ohne Leerzeichen - beispielsweise redaktion@pcwelt.depcw. Darunter oder daneben setzen Sie dann den Hinweis für Ihre Besucher, dass sie den Zusatz "pcw" beim Senden einer Mail weglassen sollen.
Die Suchroboter werden die falsche Adresse zwar speichern. Da die Adresse in dieser Form aber nicht existiert, gehen Werbemails als unzustellbar zurück zum Absender. Dieser Trick ist übrigens auch praktisch, wenn Sie Newsgroups nutzen. Denn Werbeversender durchkämmen auch Diskussionsgruppen auf der Suche nach neuen Adressen. Setzen Sie also bei Newsgroup-Beiträgen Ihre getarnte Mailadresse als Absender ein und schreiben Sie in den Signaturteil, welche Zeichen bei einer Antwort wegzulassen sind.
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