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Targa Visionary XP10

15.07.2003 | 12:30 Uhr |

Lidl läutet im Kampf der Discounter-Notebooks eine neue Runde ein: Ab dem 16. Juli ist das Targa Visionary XP10 vom Hauslieferanten Targa in den Lidl-Filialen in Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen sowie in Teilen von Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz für 1400 Euro verfügbar.

Einen richtigen Haken hat das Lidl-Notebook nicht: Es ist recht schnell, Display, Lautsprecher und Handhabung sind akzeptabel, ohne mit den Spitzenprodukten im Notebook-Bereich mithalten zu können. Die Ausstattung überzeugt - sowohl was die Hardware betrifft, als auch die Software-Beigaben. Das überragende Zugreif-Argument ist aber die schnelle Grafik: der Mobility Radeon 9600 ermöglicht auch aktuelle Spiele auf dem Notebook.

Anders als die Kisten-Kollegen Aldi/Medion setzen Lidl/Targa bei der Notebook-CPU auf AMD. Auch im Visionary XP10 - das Barebone stammt vom taiwanischen Hersteller Uniwill - arbeitet ein AMD Athlon XP-M 2500+. Die tatsächliche Taktfrequenz beträgt 1,86 GHz, der Front-Side-Bus läuft mit 133 MHz im DDR-Verfahren, also effektiv mit 266 MHz.

AMD teilt die Mobilprozessoren inzwischen in drei Kategorien ein, je nach ihrer maximalen Verlustleistung: Der Low-Voltage-Athlon gibt maximal 25 Watt ab und ist für Notebooks im Thin-and-Light-Segment bestimmt, wie das Averatec 3156X. Für Notebooks, die als Desktop-Ersatz dienen sollen, sieht AMD den Desktop Replacement Athlon XP-M mit maximal 45 Watt Verlustleistung vor. Beide Prozessorvarianten basieren noch auf dem älteren Thoroughbred-Kern mit 256 KB L2-Cache.

Der Athlon XP-M, den Lidl einsetzt, kommt bereits mit dem "Barton"-Kern, den AMD auch in den aktuellen Desktop-Prozessoren verwendet. Er bringt mit 512 KB doppelt so viel L2-Cache mit wie sein Vorgänger.

Neben dem Prozessor sticht vor allem der Grafikchip beim Visionary XP10 heraus. ATIs Mobility Radeon 9600 ist der mobile Bruder des Mittelklasse-Chips Radeon 9600. Der in 0,13-Mikron-Architektur gefertigte Chip bringt mit Pixel- und Vertex-Shadern nach Version 2.0 volle Direct-X-9-Funktionalität auch in den mobilen Bereich.

Die sonstige Ausstattung entspricht dem gehobenen Notebook-Standard: 512 MB RAM, bestückt mit PC2700-Chips, eine große 60-GB-Festplatte, WLAN-Karte im Mini-PCI-Format nach dem Standard IEEE 802.11b+ (theoretisch bis zu 22 MBit/s, allerdings nur, wenn auch auf Empfängerseite eine entsprechende WLAN-Komponente mit dem Chipsatz von Texas Instruments arbeitet), ein Kombilaufwerk, eine umfassende Schnittstellen-Ausstattung sowie ein dickes Software-Paket machen das Visionary XP10 zumindest auf dem Papier zum Schnäppchen.

Besonders nützlich: Targa legt zwei PC-Card-Adapter für Speicherkarten bei - einer nimmt SD-Karten, Smart-Media-Karten sowie Memory Sticks auf, der andere ist für Compact-Flash-Karten. Und als Floppy-Ersatz gibt es einen USB-Stick - zwar nur mit 32 MB, aber immerhin.

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