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Warum Tablets Netbooks noch nicht ablösen

28.01.2011 | 12:24 Uhr |

Mehr und mehr Tablets werden in letzter Zeit auf dem Markt eingeführt. Doch Netbooks geben sich noch lange nicht geschlagen. Wir erklären, warum sie das auch (noch) nicht müssen.

Seit der Einführung des Apple iPad im Jahr 2010 sind Tablets in aller Munde. Fast könnte man meinen, die stetig wachsende Flut an Tablets sei gleichbedeutend mit immer fortschrittlicheren Technologien für diese Geräte. So fortschrittlich, dass sie die Generation der Netbooks bald in Pension schicken könnten. Doch dem ist nicht so. Genau genommen unterscheiden sich die Modelle der aktuellen Tablet-Generation kaum von denen, die es schon im letzten oder sogar vorletzten Jahr zu sehen und zu kaufen gab. Sie verfügen lediglich über ein paar neue Tricks. Tricks, die jedoch den Unterschied darüber ausmachen, ob das Tablet ein Nischenprodukt bleibt, oder endlich in den Massenmarkt vordringt.

Wer die diesjährige CES in Las Vegas verfolgt hat, wird festgestellt haben: zwar gab es eine ganze Fülle an Tablets zu sehen, doch irgendwie ist alles schon mal dagewesen. Mit wenigen Ausnahmen (zum Beispiel dem Leichtgewicht RIM PlayBook) unterschieden sich die vorgestellten Tablets in keiner Weise von den Geräten, die es schon im Vorjahr zu sehen gab. Echte Innovationen? Nicht in diesem Jahr. Wer sich also eine Neuprodukte-Flut an Tablets erhofft, muss wohl noch etwas warten. Denn viele - wenn nicht sogar die meisten - der ausgestellten Modelle, waren nicht einmal fertige Produkte, sondern lediglich Designstudien und Prototypen. So zum Beispiel NECs Android Cloud Communicator, ein Doppelbildschirm-Design-Tablet, das unter einer Variante von Android 2.1 läuft; leider nur mit resistivem Touchscreen, statt kapazitivem Touchscreen, wie er in den meisten Smartphones verbaut ist - ein technischer Rückschritt. Zwar ist das Tablet auf den ersten Blick eine echte Augenweide - die technische Daten beeindrucken hingegen nicht. NEC betonte in seiner Präsentation mehrmals, dass es sich beim Android Cloud Communicator lediglich um eine Designstudie handle und nicht um ein auslieferungsfertiges Produkt. NEC äußerte sich zudem nur äußerst vage zum Thema Veröffentlichungsdaten und technische Details. Bisher sei lediglich eine Veröffentlichung in Europa und Asien geplant - große Märkte wie die USA sollen das Gerät hingegen nicht erhalten. Es wäre aber auch nicht verwunderlich, wenn das Tablet niemals zur Marktreife gelangt.

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