Auto & Technik auf PC-WELT

Audio- oder Multimedia-Systeme, Navis, eCall und mehr: Die Elektronik in modernen Autos wird immer ausgefeilter. Wir testen die Multimedia- und Multifunktionssysteme von Audi, BMW, Mercedes, Toyota und vielen Herstellern mehr.

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Tablet-PC Nexus 7 ins Auto einbauen und integrieren

19.09.2014 | 09:16 Uhr |

Navigation, Internet, Tausende Apps und Touch-Bedienung im Auto zum kleinen Preis? Was sich die Fahrzeughersteller teuer bezahlen lassen, lässt sich selbst günstig nachrüsten. PC-WELT erklärt, wie Sie das Nexus 7 ins Auto integrieren.

Rund 3.000 Euro verlangt Volkswagen für sein Infotainment-System Discover Pro inklusive Navi, Smartphone-Anbindung und Internetanschluss – Autokäufer der Premiumklasse zahlen mitunter noch mehr. Da es gute Tablets schon für 200 bis 300 Euro gibt, stellt sich die Frage: Geht es nicht auch billiger, damit den Wagen ins Netz zu bringen und mit Apps auszustatten?

Es funktioniert! Und zwar vergleichsweise einfach und günstig, nämlich für insgesamt 300 Euro. Alles vom mechanischen Einbau über die IT-Anpassungen bis zum elektrischen Anschluss ist in (gut) einem Tag zu erledigen.

Bordcomputer mit Internet: Das Nexus 7 passt perfekt

Die Idee ist naheliegend wie bestechend: Man nehme einen Tablet-PC und baue diesen ins Fahrzeug ein. Auf diese Weise sind gleich mehrere Probleme gelöst: Die Bedienung mit der Touch-Oberfläche ist vertraut. Dazu stehen Tausende Apps zur Verfügung, die Möglichkeiten beschränken sich also nicht auf fahrzeugspezifische Anwendungen wie Navigation und Verkehrsinfos. Möglich ist vielmehr alles, was die Mobilgeräte auch sonst bieten: Musikstreaming, Mitfahrgelegenheiten-Apps, Google-Suche, soziale Netzwerke, Mail und und und …

Nicht jedes Tablet eignet sich für den Festeinbau im Auto, so auch nicht das iPad Mini. Das Android-Gerät Nexus 7 passt dagegen sehr gut in den Doppel-DIN-Schacht fürs Autoradio.
Vergrößern Nicht jedes Tablet eignet sich für den Festeinbau im Auto, so auch nicht das iPad Mini. Das Android-Gerät Nexus 7 passt dagegen sehr gut in den Doppel-DIN-Schacht fürs Autoradio.
© Apple

Also einfach das eigene Tablet nehmen und einbauen? Ganz so einfach ist es nicht. Denn zum einen eignen sich viele Geräte schon aufgrund ihrer Abmessungen nicht für den Einbau in den üblichen 2-DIN- oder Doppel-DIN-Autoradioschacht. Hinzu kommen Einschränkungen, die aus dem Festeinbau des Tablets resultieren. So sind die drei Tasten für Ein/Aus, Leiser und Lauter ja an der Geräteseite angebracht und damit verdeckt, wenn das Gerät voll ins Armaturenbrett integriert ist.

Alternative Mirrorlink: Smartphone-Inhalte auf dem Autoradio

All dies stellt beim Nexus 7 kein Problem dar. Es passt perfekt in den 2-DIN-Schacht. Außerdem existiert mit „ Timur’s Kernel for Nexus 7 “ ein fürs Auto modifiziertes Android, das die Ein- und Ausschaltproblematik löst und weitere Anpassungen mitbringt.
Schließlich besticht der Tablet-PC von Asus beim Preis: Die WLAN-Variante mit 16 GByte Speicher kostet knapp 180 Euro , die 4G-Version mit 32 GByte und Mobilfunkanbindung etwa 100 Euro mehr. Doch auch bei der Version ohne SIM-Karte müssen Sie nicht aufs Internet verzichten, das lässt sich per WLAN-Tethering vom Smartphone auf das Nexus holen. Übrigens haben wir das Tablet autotypischen Tempereraturen von minus 15 Grad und mehr als 50 Grad Celsius ausgesetzt: Es lief ohne irgendwelche Probleme.

Die Voraussetzungen: 2-DIN-Autoradio und ein paar Kleinteile

Neben der Hardware ist der schon erwähnte Doppel-DIN-Autoradioschacht Voraussetzung für den Tablet-Einbau. Abgesehen von herstellerspezifischen Festeinbauten und den einfachen Autoradios im flachen 1-DIN-Format ist die doppelte Größe 2-DIN sehr verbreitet. Das gilt selbst dann, wenn das Infotainment des Herstellers in das Armaturenbrett integriert ist. Oft genügt es, die das Radio umfassende Blende abzunehmen, schon wird der eigentliche Doppel-DIN-Schacht darunter sichtbar.

Umgekehrt lassen sich selbst Fahrzeuge mit 1-DIN-Schacht schnell und kostengünstig auf die doppelte Größe umrüsten . So gibt es für unseren Skoda-Testwagen die komplette Mittelkonsole mit 2-DIN-Ausschnitt als Originalzubehör für gerade einmal 30 Euro – Umbauzeit rund zehn Minuten.

Hier passt kein Nexus 7 hinein? Falsch, denn die Mittelkonsole für das 1-DIN-Radio lässt sich schnell und schon für rund 30 Euro gegen eine mit 2-DIN-Schacht austauschen.
Vergrößern Hier passt kein Nexus 7 hinein? Falsch, denn die Mittelkonsole für das 1-DIN-Radio lässt sich schnell und schon für rund 30 Euro gegen eine mit 2-DIN-Schacht austauschen.

Das vorhandene Radio ist meist – gegebenenfalls mit Hilfe von Anleitungen im Internet oder auf YouTube – in ein oder zwei Minuten entnommen. Auch der Austausch der Mittelkonsole gestaltet sich bei uns wie gerade gesagt sehr einfach. Zur Veranschaulichung haben wir das gesamte Umbauprojekt mit über 60 Fotos in der folgenden Bildergalerie festgehalten. Bei allen Arbeiten gehen Sie bitte mit der notwendigen Sorgfalt vor, Gewalt ist in jedem Fall fehl am Platz.

Je nach Ausführung und Gestaltung benötigen Sie für den Tablet-Einbau noch eine neue Radioblende. Passende Blenden finden Sie im Internet schon für etwa zehn Euro, wenn Sie nach ihrem Fahrzeugmodell und „2 Din Blende“ googeln. Erforderlich ist ferner die Stromversorgung des Tablets. Die Autobordspannung von 12 Volt auf die 5 Volt am USB-Anschluss reduziert ein Adapter. Dieser muss allerdings ausreichend Strom liefern, damit der Tablet-PC tatsächlich lädt. Ein Ladeadapter wie das von uns bestellte „USB Universal Netzteil 12-24 Volt 3000 mA“ von Logilink genügt. Kostenpunkt inklusive Versand: knapp zehn Euro. Ein „USB Power Y-Kabel“ mit zwei USB-Steckern (Typ A) für rund zwei Euro sorgt dafür, dass zum Laden die vollen drei Ampere zur Verfügung stehen.

Der USB-Adapter muss genügend Strom liefern, damit das Nexus 7 tatsächlich geladen wird. Ausreichend sind Modelle wie dieser Spannungswandler von Logilink, der 3.000 Milliampere liefert.
Vergrößern Der USB-Adapter muss genügend Strom liefern, damit das Nexus 7 tatsächlich geladen wird. Ausreichend sind Modelle wie dieser Spannungswandler von Logilink, der 3.000 Milliampere liefert.
© Logilink

Damit die Stromversorgung nicht ständig im Wageninneren herumbaumelt, bauen Sie eine 12-Volt-Steckdose hinter dem Tablet ein, das heißt im Schacht fürs Autoradio. Darin stecken Sie den USB-Adapter. Eine solche Steckdose mit losen Anschlusskabeln finden Sie in Online-Shops oder auf Ebay mit den Suchbegriffen „12 Volt Steckdose“ oder „12 Volt Zigarettenanzünder“.

Entscheidung für die Integrationsstufe: mit oder ohne Autoradio

Was Sie darüber hinaus für den Einbau brauchen, hängt vom Wagen und der Integrationsstufe ab. Abhängig vom Hersteller, Fahrzeugtyp und Baujahr können sich die elektrischen Anschlüsse fürs Autoradio zwar unterscheiden, vorherrschend aber ist der ISO-Anschluss. Investieren Sie fünf Euro in einen ISO-Adapter bzw. eine ISO-Verlängerung, an die Sie die Zuleitungen für die 12-Volt-Steckdose und die Autolautsprecher abisolieren, statt dies direkt an den Kabeln im Auto zu tun. Erstens brauchen Sie für die elektrischen Arbeiten dann nicht die Autobatterie abzuklemmen, wenn Sie sie vor dem Anstecken an den ISO-Stecker ausführen. Außerdem lässt sich alles blitzschnell zurückbauen, falls Sie Ihr Auto später verkaufen.

An die ISO-Verlängerung für die Radiozuleitung (fünf bis zehn Euro) schließen Sie die Stromversorgung für das Tablet und die Lautsprecher im Auto an.
Vergrößern An die ISO-Verlängerung für die Radiozuleitung (fünf bis zehn Euro) schließen Sie die Stromversorgung für das Tablet und die Lautsprecher im Auto an.

Mit Integrationsstufe ist gemeint, ob Sie das bisherige Autoradio zusätzlich zum Tablet-PC weiterverwenden. Die Entscheidung hängt auch vom zur Verfügung stehenden Platz ab, nicht immer bieten Mittelkonsole bzw. Armaturenbrett Raum für beides. Entscheiden Sie sich für das Radio, genügt zum Einspeisen des Audiosignals vom Nexus ein Kabel mit doppeltem 3,5-Millimeter-Klinkenstecker, das Sie in den Aux-In-Eingang des Radios stecken – idealerweise an der Rückseite des Gerätes.

Für die Radiooption spricht auch der vorhandene Empfang, die Antenne ist vorhanden, die Lautsprecher sind fertig verdrahtet und die Bedienung ist vertraut. Zudem lässt sich über einen Drehregler während der Fahrt die Lautstärke einfach regeln. Haben Sie eine Verstärkerendstufe im Wagen, aber keinen Platz mehr für das Autoradio, lässt sich das Audiosignal des Tablet-PCs über einen Digital-Audio-Konverter („DAC“ für Digital Audio Converter) am USB-Anschluss zum Verstärker leiten.

Wir entscheiden uns – ohne Endstufe – für eine dritte, günstige Alternative, nämlich den Einbau eines separaten Verstärkers, den Sie  im Internet mit den Suchbegriffen „Mini Audio Verstärker“ und dem Zusatz „12 Volt“ finden. Die Preise differieren stark und hängen von der Qualität sowie den Anschlussmöglichkeiten ab, los geht es schon bei 15 Euro. Verbunden werden Nexus 7 und Verstärker wieder über ein Kabel mit zwei 3,5-Millimeter-Klinkensteckern, eingesteckt am Line-In-Eingang sowie am Kopfhörerausgang des Tablets.

Mobile DVB-T-Sticks für Android im Test

Einen Nachteil hat das Nexus-Tablet allerdings gegenüber vielen Smartphones: Es fehlt ein UKW-Empfänger. Abhilfe schaffen solche DVB-T-Dongle für Android, die auch Radio empfangen können. Alternativ kann man ein portables UKW- oder DAB-Pocketradio wie das Sangean DPR 39 wieder per 3,5-mm-Stecker an den Verstärker anschließen.

Günstige Alternative zum Autoradio: Miniverstärker übertragen das Audiosignal vom Nexus 7 einfach auf die Lautsprechers im Wagen, wichtig ist ein Line-in-Eingang mit 3,5-Millimeter-Buchse.
Vergrößern Günstige Alternative zum Autoradio: Miniverstärker übertragen das Audiosignal vom Nexus 7 einfach auf die Lautsprechers im Wagen, wichtig ist ein Line-in-Eingang mit 3,5-Millimeter-Buchse.
© Kinter

Zum Schluss der Vorbereitung haben wir für Sie eine Einkaufsliste mit „Zirka“-Preisen zusammengestellt: Nexus 7 (180 Euro), Timur’s Kernel („Spende“: 30 Euro), Radioblende (10 Euro), 12 Volt-USB-Konverter (8 Euro), 12 Volt-Steckdose (5 Euro), OTG-Kabel (10 Euro), ISO-Radio-Adapter (5 Euro), 2fach-USB-Y-Kabel (2 Euro), Kleinmaterial (10 Euro) sowie gegebenenfalls noch den Mini-Verstärker (20 Euro) und eine neue 2-DIN-Mittelkonsole (30 Euro). Macht in Summe 260 bis 310 Euro.

Der Nexus-Einbau: etwas handwerkliches Geschick, aber fast ohne Werkzeug

Nun geht es an Einbau und Einpassung des Nexus 7. Dabei raten wir, zunächst das vorhandene Doppel-DIN-Radio aus dem Wagen herauszunehmen und dabei auch den Einbaurahmen auszubauen. Benötigen Sie beim Ausbau Hilfe, so finden Sie im Internet oder auf YouTube mit großer Sicherheit eine Foto- oder Videoanleitung für Ihr Auto.

Sieht wild aus und ist zugegebenermaßen auch etwas mühsam. Letztendlich war das Nexus 7 aber nach knapp drei Stunden passgenau in den Einbaurahmen des Radios integriert.
Vergrößern Sieht wild aus und ist zugegebenermaßen auch etwas mühsam. Letztendlich war das Nexus 7 aber nach knapp drei Stunden passgenau in den Einbaurahmen des Radios integriert.

Für den Nexus-Einbau in den Einbaurahmen schauen Sie sich Rahmen bzw. Radioblende genau an und halten das Tablet daran. Schließt die Touch-Oberfläche bereits bündig mit der Blende ab? Ein wie auch immer gearteter Spalt wirkt im Wagen unprofessionell. Ansonsten heißt es: Ab an die Arbeit.

Bei uns passte zu Beginn nichts. Eine am Einbaurahmen innen umlaufende Kante, an der sich sonst das Radio abstützt, verursachte einen fast einen Zentimeter breiten Luftspalt. Diese Kante bzw. diesen Steg haben wir dann – ganz ohne Profiwerkzeug – peu à peu mit Seitenschneider, Kombizange und Feile abgetragen. Gehen Sie dabei vorsichtig vor, so dass Sie sich weder verletzen noch etwas aus dem Abdeckrahmen oder der Blende ausbrechen. Knapp drei Stunden dauerte die Tablet-Anpassung, inklusive der von vorne nicht sichtbaren Befestigung des Tablets mittels Kabelbindern. Das hält, eine spezielle Clip-Halterung ist also überflüssig.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Jetzt die Sichtblende aufclipsen, dann sitzt das Asus-Tablet passgenau und fest in der Mittelkonsole des Autos (im Bild ausgebaut aus dem Fahrzeug).
Vergrößern Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Jetzt die Sichtblende aufclipsen, dann sitzt das Asus-Tablet passgenau und fest in der Mittelkonsole des Autos (im Bild ausgebaut aus dem Fahrzeug).

Vorletzter Schritt: die elektrischen Anschlüsse im Auto

Zigarettenanzünder, 12 Volt-USB-Adapter und einen zusätzlichen Kabeladapter mit DIN- bzw. ISO-Stecker für die im Auto vorhandenen Radioanschlüsse haben Sie bestellt. Jetzt müssen Sie die Teile nur noch anschließen, einbauen und mit dem Tablet verbinden.

Gefahr droht bei der niedrigen Bordspannung von 12 Volt zwar nicht, dennoch sollten Sie mit den Anschlüssen soweit vertraut sein, das kein Kurzschluss eine Sicherung durchbrennen lässt. In den allermeisten Fällen folgen die Autoradiozuleitungen der ISO-Norm 10487. Der schwarze Stecker (Block A) umfasst die Stromversorgung, die acht Kontakte des braunen Steckers (Block B) sind die vier Lautsprecherausgänge, jeweils getrennt vorne und hinten sowie links und rechts. Die genaue Kabelbelegung finden Sie auf Wikipedia – zumindest im Prinzip. Denn nicht jeder Hersteller hält sich exakt daran, besonders bei der Belegung von Zünd- und Dauerstrom. Messen Sie die anliegende Spannung mit einem Multimeter nochmals nach, einmal mit eingeschalteter, einmal mit ausgeschalteter Zündung. Wer mit Lüsterklemmen und Lötkolben vertraut ist, hat die elektrischen Arbeiten in weniger als einer Stunde erledigt. Auch dazu sind alle wichtigen Schritte in der Bildergalerie dokumentiert.

Dazu unser Tipp: Sofern Sie Zusatzsteckdose und -verstärker zunächst an den ISO-Kabeladapter anschließen und diesen über den Radiostecker erst später mit dem Auto verbinden, muss für die Arbeiten nicht einmal die Autobatterie abgeklemmt werden.

Das Kabelwirrwarr im Einbauschacht für das Autoradio bzw. den Tablet-PC wirkt auf den ersten Blick abschreckende, letztlich sind aber nur die Strom- und Lautsprecherkabel anzuschließen.
Vergrößern Das Kabelwirrwarr im Einbauschacht für das Autoradio bzw. den Tablet-PC wirkt auf den ersten Blick abschreckende, letztlich sind aber nur die Strom- und Lautsprecherkabel anzuschließen.

Nun fehlen nur noch die autospezifischen Anpassungen des Android-Systems auf dem Nexus-Tablet. Diese haben wir in einem separaten Workshop zusammengefasst.

Fazit: kleine Herausforderungen, große Wirkung

Seit Monaten überschlagen sich die großen IT-Firmen und Fahrzeughersteller mit Ankündigungen, modernes Infotainment ins Auto zu bringen. Google machte mit seiner Open Auto Alliance bzw. jetzt Android Auto den Anfang, kurze Zeit später zog Apple mit Carplay nach, Microsoft arbeitet an ähnlichen Konzepten. Mittlerweile ist so gut wie jeder Autobauer dabei und plant „Großartiges“ für die Zukunft.

Schaut man sich – ungeachtet der zum Teil saftigen Preise – die aktuell verfügbaren Systeme im Auto an, fällt das Urteil zum Teil nüchtern aus. Mal hakt es schon an der Kopplung mit dem Smartphone, mal fehlen so elementare Dinge wie Verkehrsinformationen in Echtzeit, mal ist die Bedienung alles andere als einfach. Die Mängelliste ließe sich fortsetzen. Das alles ist beim Nexus 7 im Auto kein Thema. Das WLAN-Tethering mit dem Handy-Hotspot funktioniert einfach, genauso alle Apps aus dem Playstore, die Bedienung ist allen Android-Nutzern vertraut. Und wer nochmals rund 15 Euro für einen OBD-Bluetooth-Adapter inklusive App Torque Pro ausgibt, bekommt sogar einen vollwertigen Bordcomputer mit sämtlichen Motordaten.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, und das nicht nur angesichts der geringen Investition von gerade einmal 300 Euro inklusive Tablet. Bleibt also die Herausforderung des Einbaus. Wirklich schwierig ist das alles nicht, etwas handwerkliches Geschick aber doch erforderlich. Wenn Sie sich nicht selbst daran herantrauen, haben Sie vielleicht jemanden im Freundes- oder Bekanntenkreis zur Unterstützung. Wenn dann alles läuft, wird Ihr Autohändler beim nächsten Service sicher Augen machen und staunen, was beim Car-Infotainment möglich ist.

Das Nexus 7 im Auto leistet alles, was ein Tablet sonst auch kann: Internet aufrufen, Musik, Bilder und Videos wiedergeben, Tausende Apps aus dem Google Playstore bieten unbegrenzte Möglichkeiten.
Vergrößern Das Nexus 7 im Auto leistet alles, was ein Tablet sonst auch kann: Internet aufrufen, Musik, Bilder und Videos wiedergeben, Tausende Apps aus dem Google Playstore bieten unbegrenzte Möglichkeiten.

Übrigens: Zwar ist die Handybenutzung am Steuer ohne Freisprecheinrichtung in Deutschland und vielen anderen Staaten verboten, doch das „Handyverbot“ nach § 23 Abs. 1a StVO setzt zum einen die Möglichkeit zur verbalen Kommunikation voraus. Zum zweiten ist die Bedienung nur dann verboten, wenn das Gerät dafür in die Hand genommen werden muss. Das aber ist weder bei Navis noch bei festeingebauten Tablet-PCs der Fall, die Verwendung im Auto also erlaubt.

Anders sieht es bei Blitzer-Apps aus, § 23 Abs. 1b StVO lautet: Wer ein Fahrzeug führt, darf ein technisches Gerät nicht betreiben oder betriebsbereit mitführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Das gilt insbesondere für Geräte zur Störung oder Anzeige von Geschwindigkeitsmessungen (Radarwarn- oder Laserstörgeräte).

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