Ratgeber TV

PC als TV verwenden – mit HD!

Montag den 02.04.2012 um 10:04 Uhr

von Oskar Greib

So rüsten Sie Ihren PC um HDTV auf
Vergrößern So rüsten Sie Ihren PC um HDTV auf
© istockphoto.com/MorePixels
HDTV-Videorecorder sind noch teuer. Für einen Bruchteil des Geldes und mit wenigen Handgriffen kann man seinen PC zu einem Zweitgerät für High Definition Television aufrüsten.
Für manche Computer-Anwender ist es noch immer ein merkwürdiges Gefühl, am PC fernzusehen. Dabei sind viele Computer längst Multimedia-Boliden mit großen Bildschirmen und sattem Sound, die es locker mit einem „normalen“ Fernseher aufnehmen können. Viele Marken-Computer für Heimanwender und Supermarkt-PCs enthalten ab Werk bereits eine TV-Karte, sodass man nach dem Anschluss eines Antennenkabels gleich loslegen kann. Allerdings geben die verbauten TV-Komponenten in aller Regel nur die geringe SD-Auflösung wieder; für hochauflösendes Fernsehen ist daher meist eine neue HDTV-Karte erforderlich.


Es lohnt sich aber, den Kaufpreis (ab etwa 60 Euro) zu investieren. Damit ausgestattet, ist der moderne Computer voll fernsehtauglich und kann nebenbei noch Filme aufzeichnen, Werbung aus TV-Aufnahmen herausschneiden, Sendungen speichern, auf DVD und BD-R brennen und vieles mehr.

Eine Steckkarte für den Einbau in den PC ist für den
TV-Empfang erste Wahl. Im Bild: Hauppauges Multitalent
Win-TV-HVR-4400 für DVB-S2, -C und -T mit Fernbedienung.
Vergrößern Eine Steckkarte für den Einbau in den PC ist für den TV-Empfang erste Wahl. Im Bild: Hauppauges Multitalent Win-TV-HVR-4400 für DVB-S2, -C und -T mit Fernbedienung.
© Haupauge

Minimalausstattung: PC für HDTV
Die Anforderungen an einen Computer sind überraschend gering. Praktisch sämtliche PCs mit Dualcore-Prozessoren bieten genug Rechenleistung – das sind fast alle, die in den letzten fünf, sechs Jahren verkauft worden sind. Die Grafikkarte ist da relevanter: Beinahe jede schafft die „kleine“ HD-Auflösung von 720p der öffentlich-rechtlichen Sender, die 1080i-Sendungen der Privaten könnten jedoch schon mal ruckeln. Trägt die Grafikkarte das Kürzel „HD“ im Namen, sind solche Probleme nicht zu befürchten. Der Speicherausbau spielt kaum eine Rolle, es sollte nur so viel RAM vorhanden sein, dass das Betriebssystem flüssig arbeiten kann.


Notebooks sind da schon schwieriger zu fassen. Die kleinsten, die Netbooks, sind aufgrund ihrer geringen Prozessor- und Grafikleistung allenfalls für TV in SD-Auflösung tauglich. Bei den „echten“ Notebooks gelten die gleichen Voraussetzungen bezüglich Prozessor und Grafikleistung wie bei den Schreibtisch-Computern; da allerdings häufig beim Grafikchip gespart wird, eignen sich jene ohne „HD“ im Namen oft nicht für HDTV. Zudem sollte auch das Display groß genug für HD-Videos sein, also mindestens 1280 mal 720 Bildpunkte wiedergeben.

Montag den 02.04.2012 um 10:04 Uhr

von Oskar Greib

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