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So finden Sie den richtigen Fernseher

08.11.2012 | 09:22 Uhr |

Der Konkurrenzkampf unter den TV-Herstellern geht ungebrochen weiter. Aktuell sind vierfache Full-HD-Auflösung oder riesige Schirme mit über 50 Zoll (127 Zentimetern) angesagt. Doch auch in ganz normalen TVs steckt immer mehr Leistung für weniger Geld.

Darauf kommt es beim TV-Kauf an: Selbst bei kleinen Fernsehern ab einer Bildschirmdiagonale von 32 Zoll (81 Zentimetern) ist inzwischen Full-HD-Auflösung Pflicht. Damit stellt der Fernseher Vollbilder mit 1920 x 1080 Bildpunkten dar. Als gängige Hintergrundbeleuchtung haben sich Leuchtdioden (LEDs) durchgesetzt, die die TVs sparsam mit Strom umgehen lassen. So erreichen sie in der Energieeffizienz die Klasse A oder unterbieten die Vorgaben sogar, was an einem Plus nach dem Buchstaben zu erkennen ist. Das Label berücksichtigt allerdings nicht den Stromverbrauch im 3D-Modus. Das ist etwas unverständlich, immerhin ziehen die Geräte bei der 3D-Darstellung mehr Strom und sind auch in der Preisklasse bis 500 Euro mehrheitlich mit dem Tiefeneffekt ausgestattet. Der 3D-Effekt wird nach wie vor durch die beiden Techniken Shutter und Polarisationsfilter erzeugt. Während auch bei sehr günstigen TVs die Polfilter-Brillen im Lieferumfang zu finden sind, müssen Shutter-Brillen oft separat gekauft werden. Das kostet Sie schnell bis zu 100 Euro extra.

Fernseher im Vergleichstest

Auch wer ein größeres Bild bevorzugt, bleibt locker unter 1000 Euro. Mehr noch: Neben den genannten Funktionen finden sich in diesen Fernsehern meist alle TV-Tuner (DVB-T, -C, -S). Außerdem ist ein WLAN-Modul eingebaut. Letzteres bringt das TV-Gerät auf bequeme Art ins Internet, um es mit zusätzlichen Inhalten zu versorgen. „Smart“ ist inzwischen ein Muss. Allerdings unterscheidet sich das Angebot von Hersteller zu Hersteller stark. Das könnte sich mit der seit Juni 2012 gegründeten „Smart TV Alliance“ jedoch ändern. Das Konsortium von Herstellern, Softwareentwicklern und Hardwaredesignern setzt sich für eine herstellerübergreifende Entwicklung von Apps ein.

Trotz der schmalen Gehäuse bieten aktuelle Fernseher genug Schnittstellen, um sie mit Zuspielern zu verbinden. Neben HDMI und Karteneinschüben wird „USB-Recording“ immer beliebter. Die Aufnahme von TV-Inhalten übernehmen am USB-Port angeschlossene Festplatten.

Genaue Befehle verlangt ein TV mit Sprachstuerung
Vergrößern Genaue Befehle verlangt ein TV mit Sprachstuerung
© Samsung

So viel Fernseher braucht der Technik-Fan

Wer einen Fernseher mit aktuellster Technik bevorzugt, entscheidet sich für ein Gerät mit Steuerung per Sprache, Augen und Gesten. Insbesondere die Firmen aus Südkorea setzen auf die alternative Bedienung. Die Samsung-Modelle der Serien 7, 8 und 9 mit Preisen ab 1700 Euro Euro reagieren auf Handzeichen und gesprochene Befehle, wenn diese strikt nach Vorschrift ausgeführt werden. Bei LG erleichtert ein Mauszeiger das Navigieren am Bildschirm, wenn die Fernbedienung „Magic Remote Voice“ dem TV beiliegt wie etwa bei der Serie Cinema 3D, die bei Preisen ab 2700 Euro (UVP) startet.

Test des Samsung UE46ES7090: Steuerung per Geste und Sprache

Bei TVs ist Größe ist gefragt: Der Sony Bravia KD-84X9005 kommt auf 84 Zoll (214 Zentimeter) und bringt Ultra-HD-Auflösung mit.
Vergrößern Bei TVs ist Größe ist gefragt: Der Sony Bravia KD-84X9005 kommt auf 84 Zoll (214 Zentimeter) und bringt Ultra-HD-Auflösung mit.
© Sony

Bei Fernsehern kommt es unbedingt auf die Größe an. Galt bisher eine Bildschirmdiagonale von 55 Zoll (140 Zentimetern) schon als Zeichen des puren Luxus, kommen nun Geräte ab 65 Zoll (165 Zentimeter) ins Spiel. Sie sind ab 4000 Euro zu haben. Die Preise können sich aber auch in schwindelnde Höhen schrauben, wie der Sony Bravia KD-84X9005 zeigt, der mehrere zehntausend Euro kosten soll und ab Dezember 2012 im Handel sein soll. Wie hoch der Preis genau wird, bleibt derzeit noch abzuwarten.

Bekannt ist dagegen, dass es sich um ein TV mit 84 Zoll Bilddiagonale (214 Zentimeter) handelt, das eine Ultra-HD-Auflösung mitbringt, die auch als 4K bezeichnet wird. Dahinter verbirgt sich die vierfache Full-HD-Auflösung oder 3840 x 2160 Pixel. Insgesamt ein Seherlebnis, für das es derzeit noch fast keine Inhalte gibt. So gesehen, können Sie sich mit dem Kauf auch noch etwas Zeit lassen. Außerdem sollen spätestens im Frühjahr 2013 die Konkurrenten von LG und Toshiba zu haben sein, was sich auf jeden Fall positiv auf die Preise auswirken wird.

Ratgeber TV: 4K-Fernseher

Erscheinen erst am Horizont: OLED-TVs wie das Samsung ES9500
Vergrößern Erscheinen erst am Horizont: OLED-TVs wie das Samsung ES9500
© Samsung

Noch länger als auf 4K-TVs müssen Sie auf OLED-Fernseher warten. Im Moment sind die Geräte mit den organischen LEDs in Massenproduktion nicht in Sicht. Die Hersteller haben schlicht Probleme, die Panels in den gewünschten Größen und Stückzahlen zu produzieren. Marktbeobachter rechnen mit einer Zeitspanne bis 2015. Davor werden sich OLED-TVs wohl nicht durchsetzen. Wenn es dann so weit sein wird, haben die superflachen und leichten TVs mit dem klasse Kontrast und den spitzenmäßigen Farben auch sicher eine Ultra-HD-Auflösung.

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