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Raumerlebnis 3D-Fernsehen

21.02.2011 | 09:30 Uhr |

Ein Thema bewegt derzeit die Unterhaltungselektronik wie kein anderes: 3D-Fernsehen. Lesen Sie hier, warum und wie die räumliche Dimension beim Film Einzug hielt und welche 3D-Techniken es gibt.

Falls Sie derzeit einen neuen Fernseher kaufen wollen, werden Sie im Elektromarkt ebenso wie beim Fachhändler fast schon mit der Nase auf 3D-taugliche Geräte gestoßen. Denn der Rummel um die neue Technik und die dritte Dimension bei Film und TV ist längst nicht mehr nur auf Messen groß. Fast wirkt es, als wäre 3D-Technik erstens unvermeidlich und zweitens die heißeste und neueste Technologie, die es überhaupt gibt.

Ersteres mag stimmen, letzteres aber nicht: Der erste 3D-Kinofilm hieß „The Power of Love“ und kam bereits zu Stummfilmzeiten heraus, nämlich 1922 – fünf Jahre vor dem ersten abendfüllenden Tonfilm. Tatsächlich neu ist allenfalls, dass die Entwicklung nun mit Macht auf den Heimbereich ins Wohnzimmer zielt. Und zwar nicht nur mit großen 3D-Fernsehern, sondern auch mit 3D-Projektoren für ein noch größeres Bild.

V om Kino zum TV: Die Entwicklung von 3D
In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts begann endgültig der Siegeszug des Fernsehens. Das Pantoffelkino wurde jedoch nicht von allen gerne gesehen: Kinobetreiber etwa hatten dadurch das Nachsehen und Umsatzverluste, denn ihre Kunden blieben aus und daheim vor der „Glotze“. Gegenmaßnahme: 3D-Filme sollten Säle und Kassen wieder füllen.

Das nötige Funktionsprinzip, die Stereoskopie, war damals schon seit rund 100 Jahren bekannt. Die Filme wurden mit einer Stereokamera gedreht. Das Bild fürs linke Auge wurde grünlich, das fürs rechte rötlich eingefärbt. Durch eine rot-grüne Filterbrille bekam der Kinobesucher schon vor 50 Jahren 3D-Filme zu sehen, wenn auch technisch bedingt nur unscharf und in Schwarzweiß. Deshalb machten diese Filme auch nur für wenige Jahre Karriere: Als die Farbfernseher die Wohnzimmer eroberten, verschwand die 3D-Technik zunächst wieder von der Bildfläche.

Erst mit der technischen Weiterentwicklung rückte die dritte Dimension im Kino wieder in den Blickpunkt. Es gab den einen oder anderen Film mit immer besseren 3D-Effekten. Die Streifen entstanden und entstehen teilweise bis heute zwar noch mit der alten anaglyphen Raumbildprojektion, wurden aber durch Magenta-Cyan-, später auch durch Polarisionsfilterbrillen verfeinert. Vorteil: Durch diese Brillen ist das 3D-Filmbild schärfer. Vor allem sind sie auch für den Farbfilm geeignet.

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