30.06.2011, 11:25

Eugen Schmitz

TV & Audio

Test: Acht hochwertige AV-Receiver im Vergleich

Wie viele Kompromisse muss man bei AV-Receivern von 700 bis 1000 Euro eingehen? Gar keine, wenn man das richtige Modell wählt. Welches das ist, zeigt unser Test.
Ob Spielfilm im TV, Filmkonserve vom Blu-ray-Spieler oder Unterhaltung per Spielekonsole: Große Fernseher machen erst mit klangstarker Untermalung durch einen guten AV-Receiver mit Mehrkanalton so richtig Spaß. PC-Welt hat acht Geräte für 600 bis 1100 Euro getestet.
Ausstattung: Nur der NAD T747 sperrt 3D-Signale aus
Der NAD T747 und der Sony STR-DN 2010 bieten je vier HDMI-Eingänge auf der Rückseite, die anderen Modelle deren fünf oder sogar sechs. Die Receiver von Onkyo, Pioneer und Yamaha haben auch auf der Gerätefront eine HDMI-Buchse, an die sich etwa mal eben ein Camcorder oder eine Kamera anschließen lässt. Alle Receiver außer dem NAD T747 können 3D-Signale verarbeiten. Alle außer dem NAD- und dem Pioneer-Gerät leiten die HDMI-Signale auch im Stand-by-Betrieb an den Fernseher weiter.
Die beiden Onkyo-Modelle, der Pioneer VSX-1020 und der Sony STR-DN2010 bieten Zugang zu Netzwerk und Internet, um Musikdateien vom PC oder Internetradio abzuspielen. Der Sony-Receiver hat sogar einen Verteiler eingebaut, der die Netzwerk-Signale an bis zu drei andere Geräte weiterleitet. Außerdem lässt er sich mit der Sony-eigenen Funknetztechnik S-Air aufrüsten. Damit kann er beispielsweise die hinteren Surround-Lautsprecher oder eine Anlage im Nebenraum mit Musiksignalen versorgen.
Fünf Modelle – die Receiver von Denon, Marantz, Onkyo und Pioneer – spielen auch Musikdateien ohne (DRM-)Kopierschutz von externen Datenspeichern wie USB-Sticks ab. Eindrucksvoll: Über eine Technik namens DSP (Digital Signal Processing) kann der Yamaha RX-V767 die Akustik eines Fußball-Stadions oder einer Konzerthalle ins heimische Wohnzimmer zaubern.
Bedienung: Nur vier Geräte beherrschen Deutsch
Die beiden Onkyo-Geräte, der Pioneer-Receiver und der Yamaha RX-V767 boten deutschsprachige Bildschirmmenüs, die anderen Geräte zeigten die Einstellmöglichkeiten nur in englischer Sprache an. Durch eine Einmessprozedur ermitteln die Geräte automatisch alle zur optimalen Einstellung nötigen Daten, etwa die Entfernung der Boxen zur Hörposition.
Doch nur beim Denon AVR-2311, beim Marantz SR6005 und beim Pioneer VSX-1020 klappte das mit der erforderlichen Genauigkeit. Bei den anderen Modelle waren manuelle Eingriffe nötig. Eine Klangkorrektur, um etwa die Raumakustik zu optimieren, zeigte beim Sony STR-DN2010 nur geringe Wirkung, dem NAD T747 fehlte die Möglichkeit komplett.
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