Der Ameo ist mit 9,7 x 13,3 x 2,1 Zentimetern alles andere als ein zierliches Business-Gerät, ob er überhaupt noch als „Phone“ durchgeht (telefoniert werden kann nur per Headset), muss jeder für sich entscheiden. Aber er ist das ideale Unterwegs-Arbeitsgerät für alle, denen selbst ein Subnotebook noch zu schwer und unhandlich ist.
Im Gegensatz zur zweiten Generation der UMPCs läuft er mit Windows Mobile 5 (der fast baugleiche Advantage von HTC hat übrigens bereits Windows Mobile 6) statt mit Windows XP oder Vista, außerdem hält sein Akku mit knapp 8 Stunden gut und gerne dreimal so lange wie die Akkus moderner UMPCs. Trotzdem kommt er in der Funktionalität erstaunlich nahe an die überteuerten „Ultramobile PCs“ heran. Man könnte natürlich auch sagen, dass er ein hochgezüchteter PDA mit zahlreichen Extras ist.
Der Ameo hat eine durch Magnetkraft ansetzbare Tastatur, deren Größe seinen Ausmaßen entspricht. Eine 3-Megapixel-Kamera macht gute Schnappschüsse, per VGA-Kamera lässt sich Video-Telefonie nutzen (ein Gimmick, mehr nicht), sein Bildschirm ist ebenso groß wie (für Mobilverhältnisse) hochauflösend: VGA mit 640 x 480 Bildpunkten. Dadurch passen ausreichend viele Infos (also konkret etwa Tabellenspalten) auf den Bildschirm, und die Bedienung klappt nicht nur mit dem Stylus, sondern auch per Finger gut. An Funkstandards unterstützt der Ameo praktisch alle möglichen, nämlich GPRS/EDGE, UMTS/HSDPA, Bluetooth und WLAN (802.11b). Seine Fähigkeiten und die sehr gute Ausstattung, darunter ein Leder-Etui und ein integriertes Microdrive mit 8 GByte, rechtfertigen den hohen „Ohne Vertrag“-Preis von rund 900 Euro.
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