Windows 10

Windows 10 ist das aktuelle Windows-Betriebssystem, das Microsoft an die Nutzer von Windows 7 und Windows 8 im ersten Jahr gratis ausliefert. Mit Windows 10 feiert das Start-Menü ein Comeback und Cortana auf dem Desktop ihre Premiere. Aber Windows 10 ist nicht nur für Desktop-PCs erhältlich, sondern kommt auch bei Smartphones, der Xbox One, IoT-Geräte und Hololens zum Einsatz.

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Windows-10-Backup ohne Dritt-Software erstellen

08.06.2016 | 14:17 Uhr |

Ist Windows beschädigt, startet nicht mehr oder sind wichtige Daten erst mal weg, ist der Ärger groß. Beugen Sie daher vor und sichern Sie ganze Laufwerke als Systemabbild.

1. Systemabbildsicherung aufrufen

Windows 10 besitzt die entsprechenden Werkzeuge, um Ihre Windows-Installation oder gar den kompletten Computer als 1:1-Abbild zu sichern und sämtliche Dateien im Bedarfsfall aus dem backup wiederherzustellen. Allerdings hat Microsoft die Funktion seit Windows 8.1 schwer zugänglich beim Dateiversionsverlauf eingebaut. Sie starten die Systemabbildsicherung, indem Sie via Rechtsklick auf den Startknopf die Systemsteuerung über den entsprechenden Menüeintrag aufrufen und dort unterhalb von „System und Sicherheit“ auf „Sicherungskopien von Dateien mit dem Dateiversionsverlauf speichern“ klicken. Klicken Sie dann in der linken Spalte unten auf „Systemabbildsicherung“ und im folgenden Fenster auf „Systemabbild erstellen“. Nun startet Windows das Systemabbildsicherungs-Tool.

Windows-10-Backup ohne Drittsoftware - so geht's
So rufen Sie die Systemabbildsicherung auf.
Vergrößern So rufen Sie die Systemabbildsicherung auf.

2. Zielmedium einstellen

Im Fenster der Systemabbildsicherung führt Sie ein Assistent durch das Prozedere. Wählen Sie zunächst das Laufwerk aus, auf dem die Sicherung landen soll. Zur Auswahl steht „Auf Festplatte“, „Auf DVD“ und „An einer Netzwerkadresse“. Hier können Sie wählen, ob Sie die Sicherung auf eine interne oder externe Festplatte schreiben möchten oder auf mehrere DVDs. Entscheiden Sie sich für das DVD-Laufwerk als Sicherungsziel, fordert Windows während des Backups so viele Leermedien an, wie zum Sichern der Windows-Umgebung erforderlich sind – das können eine ganze Menge sein. Die Netzwerksicherung ebenfalls zur Verfügung – Sie können das Systemabbild auch auf einer Netzwerkfreigabe erstellen.
 
Steht auf dem Ziellaufwerk nicht genügend Speicherplatz zur Verfügung, zeigt Windows eine Warnmeldung an. Eine Warnung erscheint auch, wenn Sie das Abbild auf ein Laufwerk speichern wollen, das auf derselben Festplatte wie das zu sichernde System liegt.

Wohin soll das Backup gehen?
Vergrößern Wohin soll das Backup gehen?

3. Sicherung durchführen

Nach einem Klick auf „Weiter“ geht es an die Auswahl der Laufwerke, die Sie in die Sicherung einschließen wollen. Dazu wird eine Übersicht aller Windows-Partitionen Ihres PCs angezeigt. Die für Windows 8.1 relevanten Laufwerke sind bereits ausgewählt. In der Regel brauchen Sie hier also nichts zu ändern. Der erforderliche Speicherplatz wird unten im Fenster angezeigt. Mit „Weiter“ erscheint eine Zusammenfassung. Los geht es mit einem Klick auf die Schaltfläche „Sicherung starten“.
 
Während das Systemabbild erstellt wird, können Sie normal mit Windows arbeiten. Der Vorgang kann abhängig von der Größe der Daten bis zu einer Stunde und länger dauern.

Ein letzter Bestätigungsklick, bevor das Windows-10-Backup loslegt.
Vergrößern Ein letzter Bestätigungsklick, bevor das Windows-10-Backup loslegt.

4. Reparaturdatenträger erstellen

Damit Sie die soeben erstellte Datensicherung auch wieder zurückschreiben können, benötigen Sie einen Reparaturdatenträger. Zum Erstellen des bootfähigen Notfall-und Reparaturdatenträgers in Windows 10 öffnen Sie die Startoberfläche oder drücken die Windows-Taste und die Taste R. Tippen Sie „recoverydrive.exe“ ohne Anführungszeichen ein und drücken Sie die Enter-Taste. Nun startet ein Assistent, der Sie durch den Vorgang führt. Sie benötigen einen leeren, mindestens 512 MB großen USB-Stick.
 
Beachten Sie: Die Möglichkeit, den Notfall-Reparaturdatenträger auf einen CD-oder DVD-Rohling zu schreiben, hat Microsoft bereits in Windows 8 entfernt.

So klappt die Einrichtung eines Rettungs-USB-Sticks in Windows 10.
Vergrößern So klappt die Einrichtung eines Rettungs-USB-Sticks in Windows 10.

5. Systemabbild wiederherstellen

Im Falle eines schwerwiegenden Windows-Systemfehlers können Sie mit dem Reparaturdatenträger, also dem in Punkt 4 erstellten USB-Stick, das zuvor gesicherte Systemabbild wieder zurückschreiben. Beachten Sie: Aus einem Image der Systemabbildsicherung lassen sich keine einzelnen Dateien wiederherstellen. Für diesen Zweck ist stattdessen der Dateiversionsverlauf in Windows 10 vorgesehen, den es auch schon in Windows 8.1 gab . Starten Sie den PC mit dem Reparaturdatenträger. Eventuell müssen Sie den Start vom USB-Stick vorher noch im Bios des PCs einstellen. Wählen Sie Ihren Benutzernamen aus und geben Ihr Kennwort ein. Im nächsten Dialog wählen Sie dann „Systemabbild-Wiederherstellen“. Standardmäßig ermittelt Windows 10 dann das letzte verfügbare Systemabbild. Findet es nichts, dann aktivieren Sie stattdessen „Systemabbild auswählen“ und markieren das gewünschte Backup. Für Netzwerksicherungen klicken Sie auf „Erweitert“ und dann auf „Im Netzwerk nach einer Systemabbild suchen“. Wenn Sie das richtige Systemabbild gefunden haben, wählen Sie es aus, und folgen dann dem Assistenten.

Systemabbild erstellen – Das müssen Sie wissen

Ein großes Manko der Sicherung von Systemabbildern ist der Umstand, dass Windows 10 die Startpartition immer komplett mitsichert, anstatt lediglich die für die Startumgebung des Betriebssystems tatsächlich erforderlichen Daten zu berücksichtigen. Aus diesem Grund müssen Sie im ungünstigsten Fall Hunderte von unnötigen GB mitsichern, wenn System-und Startpartition nicht identisch sind.

Ein Nachteil der Systemabbildsicherung ist ferner, dass Sie keine frei wählbaren Ordner mit Benutzerdateien auf anderen Laufwerken angeben können, die Windows automatisch mitsichert.

Dritter Nachteil der Abbilder: Windows kann nur die ganze Sicherung zurückschreiben, nicht aber ausgewählte Dateien.

Video: Windows 10 - Versteckte Funktionen
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