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System-Bremsen auf die Spur kommen

23.06.2013 | 09:41 Uhr |

Ihr Android wird auf Dauer langsamer und reagiert nur sehr träge? Damit sind Sie und Ihr Smartphone kein Einzelfall. Wir erklären Ihnen, wie Sie System-Bremsen auf die Schliche kommen.

Das mobile Betriebssystem Android verhält sich ähnlich wie Windows: Nutzer klagen oft schon nach kurzer Zeit über das langsame Hochfahren des Systems. Hinzu kommen träge Apps und zu wenig Speicherplatz. Das ist überwiegend ein Problem der günstigeren Einsteiger- und Mittelklasse-Smartphones, die über vergleichsweise wenig Arbeitsspeicher verfügen und deshalb anfälliger für die Vermüllung des Systems sind.

Hintergrund-Apps wirken sich nachteilig auf die Systemleistung aus
Wenn Ihr Androide gefühlte Minuten braucht, um aus dem abgeschalteten Zustand zu erwachen, dann liegt das in der Regel an einem vollgestopften Autostart. In diesem nisten sich bestimmte Apps ungefragt ein und starten automatisch bei jedem Anschalten des Smartphones. Das mag zwar in einigen Fällen sinnvoll sein, bei vielen Autostart-Einträgen wird das System allerdings stark ausgebremst. Dadurch braucht das Gerät teilweise länger zum Hochfahren als üblich. Über die „normalen“ Einstellungen haben Sie leider keine Möglichkeit, den Autostart anzupassen. Dafür sind spezielle Applikationen erforderlich, die Sie im Google Play Store finden.

Diese Gratis-Apps gehören auf jedes Android-Smartphone

Der Grund für die Verlangsamung des Android-Systems sind aber auch Programme, die oftmals ohne Ihr Wissen im Hintergrund mitlaufen, obwohl Sie diese überhaupt nicht benötigen. Im Hintergrund und damit auch dauerhaft aktiv sind natürlich die System-Applikationen wie der Launcher oder die Nutzeroberfläche. Löschen Sie die aktiven Prozesse der System-Apps, könnte dies zum Absturz führen. In den meisten aktuellen Apps, die sich mit dem Löschen von Prozessen beschäftigen, ist ein Schutz vor dem versehentlichen Beenden solcher Anwendungen eingebaut. Darüber hinaus sind häufig Programme mit Internetanbindung aktiv, da diese dauerhaft Daten aus dem Netz einholen. Hierzu gehören beispielsweise bekannte und beliebte Apps wie Whatsapp, Facebook und die Wetter-App. Hintergrund-Apps wirken sich negativ auf die Systemleistung aus, denn die Anwendungen belasten sowohl die CPU als auch den RAM-Speicher.

Dieser RAM-Speicher oder auch Arbeitsspeicher füllt sich recht schnell, je mehr Apps installiert sind und gleichzeitig laufen. Bei Einsteiger- sowie Mittelklasse-Smartphones fasst der Arbeitsspeicher häufig nur 512 MB oder noch weniger, dadurch ist er rasch voll und das System wird merklich langsamer. Bei Geräten mit einem RAM-Speicher von ein bis zwei GB kommt das jedoch selten vor.


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