729793

Surfen per Infrarot-Verbindung

16.02.2007 | 10:41 Uhr |

Ihr Notebook und Ihr Nokia-Mobiltelefon sind beide mit Infrarot-Sender und Empfänger ausgestattet. Mit dem Handy können Sie über GPRS (General Packet Radio Service) eine Internet-Verbindung aufbauen, die Sie auch auf dem Notebook nutzen möchten. Unter Windows XP sollte das funktionieren – aber es klappt nicht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dieses Problem lösen können.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Problem:

Ihr Notebook und Ihr Nokia-Mobiltelefon sind beide mit Infrarot-Sender und Empfänger ausgestattet. Mit dem Handy können Sie über GPRS (General Packet Radio Service) eine Internet-Verbindung aufbauen, die Sie auch auf dem Notebook nutzen möchten. Unter Windows XP sollte das funktionieren – aber es klappt nicht.

Lösung:

Windows XP SP 2 besitzt zwar die Fähigkeit, über Infrarot-Geräte zu kommunizieren. Damit Sie aber eine Internet-Verbindung aufbauen können, sollen Sie zuerst in der Systemsteuerung ein Modem hinzufügen und dieses mit dem virtuellen COM-Port des Infrarot-Adapters verbinden (bei Notebooks meist COM2). Das funktioniert allerdings nur mit Handys, die Modem-Befehle verarbeiten können – und das ist bei Nokia in der Regel nicht der Fall. Der Hersteller bietet allerdings mit der Nokia PC Suite ein kostenloses Software-Paket an, das die nötigen Treiber und Anwendungen für die Kommunikation zwischen den meisten Nokia-Handys und dem PC enthält.(Ob Ihr Handy unterstützt wird, erfahren Sie auf dieser Seite .)

Sie können damit eine Internet-Verbindung über Infrarot, Bluetooth oder Kabel aufbauen sowie Kontakt- und Adressdaten synchronisieren oder Dateien auf Ihr Handy kopieren. Für den Internet-Zugriff über eine Paketdaten-Netzwerkverbindung (GPRS oder 3G/UMTS) ist das Tool One Touch aus der Suite zuständig.

Wichtig: Damit die Verbindung klappt, müssen die Infrarot-Geräte in PC und Handy aktiv sein. Das Handy muss zudem Sichtkontakt zum Infrarot-Empfänger des PCs haben (maximal 1 Meter Abstand). Zum Starten klicken Sie auf „Internetverbindung herstellen“ und danach auf „Einstellungen“. Im Assistenten wählen Sie zuerst das passende Modem aus (beispielsweise „IrDA Modem“) und anschließend Ihren Netzbetreiber. Mit einem weiteren Klick auf „Verbinden“ stellen Sie die Verbindung her. Danach können Sie Internet-Anwendungen wie gewohnt einsetzen. Die GPRS-Datenrate liegt theoretisch bei 171 KBit/s, praktisch sind es in der Regel etwa 50 KBit/s. Bei UTMS sind es theoretisch 384 KBit/s. Nutzbar sind die jeweiligen Datenraten allerdings nur, wenn die Infrarot-Schnittstellen ein entsprechendes Tempo bieten.

0 Kommentare zu diesem Artikel
729793