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Surface Pro 2 gegen das Samsung Galaxy Note Pro

21.03.2014 | 10:55 Uhr |

Android-Tablet gegen Windows-8-Tablet: Wir lassen das Samsung Galaxy Note Pro gegen das Microsoft Surface Pro 2 antreten. Wir sagen Ihnen, wer von den beiden beim Business- Einsatz die Nase vorn hat.

Chromebooks, Android-Tablets, das Apple iPad und das Microsoft Surface versprechen alle Funktionen, welche die Produktivität verbessern sollen. Das Samsung Galaxy Note Pro zum Beispiel ist ein starkes AndroidTablet für die professionelle Büro-Arbeit. Aber auch das Microsoft Surface Pro 2 empfiehlt sich inklusive Docking-Station für den professionellen Einsatz. Doch welches von den beiden Tablets ist das bessere Gerät in Sachen Produktivität?

Die Kollegen unserer Schwesterpublikation PC-World wollten herausfinden, ob beide Tablets alles bieten, was im Büro-Alltag gebraucht wird. Gab es Hindernisse, entweder durch Hard- oder Software, welche eine Aufgabe erschwerten oder verhinderten? War die Nutzung des Surface Pro 2 oder des Galaxy Note Pro effizienter? Welches empfiehlt sich zum Kauf? Preislich sind die beiden Geräte gut vergleichbar: das Note Pro kostet mit 32 GB zirka 670 Euro und mit 64 GB zirka 100 Euro mehr. Beim Surface Pro kostet das 64-GB-Modell ca. 880 Euro, allerdings gibt es verschiedene Versionen mit bis zu 512 GB (1800 Euro).

Bildschirmdiagonale, Akkulaufzeit und Zubehör

Bei der Bildfläche liegt das Note Pro vorne. Samsungs Display hat eine Bildschirmdiagonale von 12,2 Zoll und eine Auflösung von 2560x1600 Pixel und ist somit größer und höherauflösend als das Display des Surface Pro 2, welches eine Bildschirmdiagonale von 10,6 Zoll und eine Auflösung von 1920x1080 Bildpunkten hat. Samsung bietet das größere Display sogar in einem leichteren Gerät an: 750 Gramm im Unterschied zu den rund 900 Gramm des Surface Pro 2. Samsungs Note Pro gewinnt auch bei der Akkulaufzeit mit 8,5 Stunden gegen das Surface Pro 2 mit 6 Stunden und 9 Minuten - im Videolaufzeittest.

Das Surface Pro 2 Dock bietet eine Vielzahl an Anschlussmöglichkeiten.
Vergrößern Das Surface Pro 2 Dock bietet eine Vielzahl an Anschlussmöglichkeiten.
© Microsoft

Das Surface Pro 2 gewinnt jedoch mühelos wenn es darum geht einen soliden Desktop-Ersatz anzubieten: Microsoft hat nicht nur mit Hilfe seines Tastatur-Covers eine Tastaturlösung, sondern bietet auch mit der Docking-Station einen weit höheren Nutzwert.

Die Docking-Station war allerdings anfangs in Microsofts Online Store immer wieder ausverkauft. Wenn Sie an einer Seite der Dockingstation ziehen wird die Halterung geöffnet, wodurch eine sichere Halterung für das Tablet entsteht. Sobald Sie diese schließen, bietet das Dock drei USB 2.0 Ports, einen USB 3.0 Port, einen Mini-Bildschirmanschluss und einen für den Strom.

Samsung verkauft einen HDMI-Adapter, welcher Ihnen den Anschluss eines externen Monitors an Ihr Note Pro ermöglicht. Bis zum Drucken von Dokumenten sind die Arbeitsabläufe beim Surface Pro 2 sehr unkompliziert, wogegen der auf dem Note Pro vorinstallierte Google Cloud Print Dienst einige Fehler aufweist.

Für beide Tablets gibt es Cover, allerdings kann sich das Note Pro Cover nicht mit dem Microsoft Tastatur-Cover messen. Samsungs Cover schützt ausschließlich das Display und dient als Aufsteller, welcher allerdings auf glatten Tischen dazu neigt sich zu lösen und umzukippen. Außerdem müssen Sie, wenn Sie das Note Pro mit einer Tastatur nutzen möchten, zusätzlich eine Bluetooth-Tastatur kaufen und zudem noch einen Platz dafür in Ihrer Tasche finden.

Keines der beiden Tablets war besonders angenehm zu halten, besonders bei längerer Nutzung, wie zum Beispiel auf Zugfahrten. Trotzdem war das Note Pro, durch sein niedrigeres Gewicht, auf Reisen etwas angenehmer zu nutzen.

Das Samsung Galaxy Note Pro Cover erfüllt seinen Zweck, ist allerdings etwas labil.
Vergrößern Das Samsung Galaxy Note Pro Cover erfüllt seinen Zweck, ist allerdings etwas labil.
© Samsung

Arbeit mit Office: Edge für das Surface Pro 2

Die Programme, die Unternehmen benutzen, sind größtenteils standardisiert: Unter anderem Kalender-, Email-, Präsentations- und Tabellentools, CRM (Customer-Relationship-Management) und andere Sales-Anwendungen; außerdem noch Medienaufbereitungs- und Produktionstools.

Auf einem Android-Tablet haben Sie natürlich keinen Internet Explorer und auch kein Microsoft Office. Alles andere ist dagegen ziemlich ähnlich. Chrome gibt es für beide Tablets und die meisten Anwendungen haben Web-Versionen, die selbst dann verfügbar sind, wenn diese nicht im Google Play oder dem Windows Store erhältlich sind. Microsoft muss noch eine Office Version für Android-Tablets herausbringen, wenn Sie jedoch keine Standard-Android-Anwendung für Produktivitätsaufgaben verwenden möchten, sind Sie dazu gezwungen entweder Quickoffice oder die Hancom Office Suite zu benutzen, welche beide über den eingebauten App-Store erhältlich sind. Beide funktionieren tadellos, wenn auch mit ein paar Eigenheiten.

Beide Tablets, das Surface Pro 2 und das Note Pro, unterstützen eine Multi-Fenster-Ansicht, wodurch Sie bis zu vier Anwendungen oder Fenster gleichzeitig in den Ecken des Bildschirms geöffnet halten können. Dabei fühlt sich das Surface Pro 2 etwas eingeengt ant. Beim Note Pro profitieren Sie dagegen bei vier geöffneten Apps von der besserer Auflösung und Displaygröße. Mit einem zusätzlichen Bildschirm fühlte sich das Surface Pro 2 allerdings nicht mehr beengt an, deshalb sollten Sie unbedingt den Mini-Bildschirm-Anschluss der Dockingstation nutzen.

Selbst unter der Belastung durch vier Anwendungen läuft das Note Pro flott und bekannte Tastaturbefehle, wie zum Beispiel Alt+Tab, wechselten durch die Liste der geöffneten Anwendungen. Die Hancom Produktivitäts-Suite war besonders hilfreich. Diese öffnet alle Microsoft-Office-Formate und gewährt die ganze Effizienz von Office, wenn Sie über einen längeren Zeitraum damit arbeiten. Trotzdem fühlt sich das Surface einfach vertrauter an. Zumindest für Windows-Anwender.

Wenn Sie aber eine spezielle Anwendung zur Pflege der Kundenkontakte (CRM) oder zur Medienbearbeitung nutzen, kann es vorkommen, dass Sie ein Problem damit haben ein Android- oder Cloudaquivalent zu finden. Gerade Cloudanwendungen können hier aber die Lücke schließen

Wenn es darauf ankommt, bevorzugen Sie wahrscheinlich die Anwendungen, die Sie gewohnt sind.
Vergrößern Wenn es darauf ankommt, bevorzugen Sie wahrscheinlich die Anwendungen, die Sie gewohnt sind.
© Microsoft

Fast ein Unentschieden

Kann das Samsung Note Pro also gegen das Surface punkten? Das leichtere Gewicht, das großzügige Display, die Akkulaufzeit und der Zugang zum Android- und Google App Store sind die Pluspunkte beim Note. Allerdings fühlte sich das Surface Pro wegen der gewohnten Anwendungen wie ein richtiger PC an und bietet die bessere Unterstützung für klassische Unternehmenssoftware. Besonders mit einem angeschlossenen externen Bildschirm. Preislich gibt es keinen Gewinner, besonders da günstigere Varianten auf beiden Plattformen verfügbar sind. Wenn Sie allerdings einen externen Bildschirm schätzen, müssen Sie beim Surface sehr viel mehr ausgeben.

Dieser Artikel stammt von unserer Schwesterpublikation PC-World.

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