22.07.2009, 09:36

Hans-Christian Dirscherl

Flash, AJAX, Silverlight, JavaFX

Sun, Google und eine freie Alternative

Das Pendant zu Adobe Flex/AIR und Microsofts Silverlight aus dem Hause Sun ist JavaFX. Dabei handelt es sich um eine Plattform, die dank der Swing-Bibliothek die Programmierung anspruchsvoller Bedienoberflächen erlaubt. Den Kern bildet die Skriptsprache JavaFX Script, außerdem kommen hier verstärkt Java-Klassen und -Konzepte zum Einsatz. Da Java auf zahlreichen mobilen Endgeräten verfügbar ist, kann mit JavaFX diese wichtige Zielgruppe gut bedient werden.
Daneben buhlen noch verschiedene freie Ansätze um die Gunst der Anwender. Da wäre zum Beispiel Google Gears, eine Plattform, mit der sich Online-Applikationen offline auf dem Desktop betreiben lassen. Google Gears wird unter der BSD-Lizenz veröffentlicht und besteht aus einer SQLite-Datenbank, einem Webserver sowie einer Engine zur Online-Offline-Synchronisation. Die auf einem Rechner installierten Google-Gears-Komponenten werden über Javascript-APIs angesprochen.
Zu den von Google auf der Basis von Gears veröffentlichte Applikationen zählen der Webmailer Googlemail, der Feedreader Google Reader, Google Calendar und nicht zuletzt das Office-Paket Google Docs. Auch wenn sich manche Applikationen noch im Experimentierstadium befinden, zeigen sie dennoch eindrucksvoll, wie sich mit RIA-Techniken Web und Desktop verschmelzen lassen. Nicht unerwähnt soll in diesem Zusammenhang Google Earth bleiben; eine Software, die zwar auf einer proprietären Technik basiert, jedoch eine Art Prototyp einer leistungsfähigen RIA darstellt.
Eine weitere erwähnenswerte Alternative aus dem OpenSource-Bereich ist die serverbasierte Entwicklungsumgebung OpenLaszlo. Auch das Prinzip von OpenLaszlo weist zahlreiche Ähnlichkeiten zu Flash/Flex und Silverlight auf: Dem Entwickler von RIAs steht mit LZX eine eigene XML-Sprache zur Verfügung. Ein Generator kann daraus wahlweise Flash-Bytecode, DHTML/Ajax-Anwendungen oder zukünftig auch Silverlight-Applikationen erzeugen. Der Reiz und die Chancen von OpenLaszlo liegen vor allem in dem Konzept, Code für unterschiedliche Zielplattformen zu generieren.
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