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Studie: Web-Nutzung nimmt stetig zu

17.02.2003 | 14:13 Uhr |

Einer aktuellen Untersuchung vonzufolge sind viele Dotcoms vielleicht zu früh aber zumindest nicht umsonst gestorben: Sie haben mit dazu beigetragen, dass das Internet eine zunehmend wichtigere Rolle im täglichen Leben spielt.

Einer aktuellen Untersuchung von Ipsos-Reid zufolge sind viele Dotcoms vielleicht zu früh aber zumindest nicht umsonst gestorben: Sie haben mit dazu beigetragen, dass das Internet eine zunehmend wichtigere Rolle im täglichen Leben spielt, berichtet unsere Schwesterpublikation " Computerwoche ".

Die US-Marktforschungsfirma verglich in ihrer jährlichen Studie "The Face of the Web" das Verhalten von Verbrauchern in zwölf Ländern im Jahr 2000 mit dem im vergangenen Jahr. Dabei zeigte sich, dass inzwischen deutlich mehr Menschen online Fotos und Videos verschicken, einkaufen, Musikstücke auf ihren Rechner laden oder ihre Bankangelegenheiten regeln. Zwei Drittel der insgesamt rund 2900 Studienteilnehmer haben bereits einmal Online-Shopping betrieben, im Jahr 2000 waren es nur 36 Prozent der Befragten. An erster Stelle lagen dabei USA und Großbritannien, wo 77 beziehungsweise 68 Prozent der Web-Nutzer im Internet einkauften.

Die Zahl der Nutzer, die auf Online-Banking zurückgreifen, hat sich laut Studie binnen zweier Jahre mit 37 Prozent nahezu verdoppelt und erfreut sich insbesondere in Kanada, Großbritannien, Deutschland sowie den USA großer Beliebtheit. Zum Leidwesen der Industrie nimmt auch die Popularität von Musik-Downloads zu. Der Anteil kletterte zwar insgesamt nur von 38 auf 44 Prozent, weitaus größere nationale Zuwachsraten waren laut Ipsos-Reid dagegen in China, Russland, Mexiko und Brasilien festzustellen. Darüber hinaus gaben mehr als zwei Drittel der Befragten an, sie hätten im vergangenen Jahr Bilder oder Video-Clips versandt, beziehungsweise erhalten.

Der Autor der Studie, Brian Cruikshank, rechnet damit, dass die Internet-Nutzung weiter zunimmt, gefördert etwa durch Multimedia-Handys, Digital-Kameras oder die fallenden Preise für PCs und Internet-Zugang. Insbesondere in den USA, wo 72 Prozent der Erwachsenen in den vergangenen 30 Tagen mindestens einmal im Web surften, wachse das Internet stetig und sei selbst für Internet-Muffel zu einem notwendigen Übel geworden. Cruikshank warnte allerdings auch vor schädlichen Nebenwirkungen durch das Internet. So könne Surfen zur soziale Vereinsamung führen - um so schlimmer, da es immer mehr Zeit in Anspruch nehme.

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