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Studie: Online-Tauschbörsen verlieren Anwender wegen RIAA-Drohung

15.07.2003 | 17:09 Uhr |

Online-Tauschbörsen werden seit der Ankündigung der RIAA, auch einzelne Anwender rechtlich verfolgen zu wollen, weniger genutzt. Zu diesem Ergebniss kommen Nielsen//Netratings in einer aktuellen Studie. So sollen beispielsweise binnen einer Woche mehr als eine Million weniger Nutzer Kazaa verwendet haben.

Online-Tauschbörsen werden seit der Ankündigung der RIAA, auch einzelne Anwender rechtlich verfolgen zu wollen, weniger genutzt. Zu diesem Ergebniss kommen Nielsen/Netratings in einer aktuellen Studie.

Seit der Ankündigung der RIAA vom 24. Juni (wir berichteten) sei die Zahl der Kazaa-Anwender rapide gesunken. Innerhalb einer Woche - vom 29. Juni bis zum 6. Juli - hätten insgesamt eine Million Nutzer weniger die Tauschbörse Kazaa verwendet. In konkreten Zahlen beziffern die Analysten den Rückgang von 6,526 Millionen auf 5,577 Millionen Kazaa-Nutzern. Das entspricht einem Minus von 15 Prozent.

Einen ebenso hohen prozentualen Rückgang hat laut Nielsen/Netratings auch Morpheus im selben Zeitraum hinnehmen müssen. Die Tauschbörse verlor dabei insgesamt 41.000 so genannte "unique visitors". Am 29. Juni konnten noch 272.000 Anwender ausgemacht werden. Am 6. Juli waren es nur noch 231.000.

Die Teilnehmerzahl bei Imesh sank um 16 Prozent von 255.000 auf 214.000 Tauschern. Bearshare verzeichnete am 29. Juni noch 192.000 Anwender und hält die aktuellen Zahlen seit der RIAA-Ankündigung zurück.

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