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Studie: Irak-Krieg ändert Surf-Verhalten von US-Anwendern

02.04.2003 | 14:48 Uhr |

Der Irak-Krieg hat einer Studie zufolge auch Auswirkungen auf das Surf-Verhalten von US-Bürgern. Demnach nutzten so viele Anwender wie nie zuvor das Internet als primäre Informationsquelle bezüglich des Krieges. Unterschiede gibt es allerdings bei den Kriegsbefürwortern und -gegnern.

Der Irak-Krieg hat einer am Dienstag veröffentlichten Studie von "Pew Internet" und "American Life" zufolge auch Auswirkungen auf das Surf-Verhalten von US-Bürgern. Demnach nutzten so viele Anwender wie nie zuvor das Internet als primäre Informationsquelle bezüglich des Krieges, berichtet unsere Schwesterpublikation "PC World" .

Insgesamt haben 77 Prozent aller amerikanischen Online-Nutzer das Internet in Verbindung mit dem Irak-Krieg genutzt. Davon gaben 19 Prozent an, dass die Berichterstattung im Internet ihre Sichtweise des Krieges beeinflusst habe. Sechs Prozent änderten auf Grund der Informationen aus dem Internet ihre Meinung über den Konflikt.

Für 66 Prozent sprach vor allem die Vielfalt der Quellen dafür, das Internet zur Informationsgewinnung heranzuziehen. Andere Beweggründe waren die Schnelligkeit des Mediums, die Betrachtung aus verschiedenen Perspektiven und die Möglichkeit, schnell mit anderen Anwendern online per Mail oder Instant Messaging zu diskutieren.

17 Prozent der Anwender gaben an, das Internet als ausschließliches Informationsmedium bezüglich des Krieges zu nutzen. Zum Vergleich: Nach den Anschlägen des 11. September haben sich nur drei Prozent per Internet informiert.

"Dies ist ein dramatischer Anstieg des Vertrauens in Online-Nachrichten", meint Lee Rainie, Direktor von "Pew Internet and American Life". "Das Internet wird wahrscheinlich nie das Fernsehen überflügeln, aber es zeigt sich, dass die Bedeutung des Internets steigt."

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