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Studie: Edonkey verdrängt in Deutschland Kazaa & Co.

15.10.2003 | 11:46 Uhr |

Europäische Internet-Anwender laufen gegen den Trend, wenn es um die Nutzung von Internet-Tauschbörsen geht. Kazaa und andere Tauschbörsen, die die Fasttrack-Technologie nutzen, sind im Gegensatz zu Nordamerika bei den Euro-Surfern eher weniger beliebt. Das hat eine Studie des kanadischen Unternehmens Sandvine ergeben. In Deutschland nutzen demnach lediglich 44 Prozent Kazaa & Co. Die Mehrheit setzt dagegen Edonkey ein.

Europäische Internet-Anwender laufen gegen den Trend, wenn es um die Nutzung von Internet-Tauschbörsen geht. Kazaa und andere Tauschbörsen, die die Fasttrack-Technologie nutzen, sind im Gegensatz zu Nordamerika bei den Euro-Surfern eher weniger beliebt. Das hat eine Studie des kanadischen Unternehmens Sandvine ergeben.

In Deutschland nutzen demnach lediglich 44 Prozent Kazaa & Co. Die Mehrheit von 52 Prozent setzt dagegen für den P2P-Tausch Edonkey ein. Ganz anders sieht dagegen die Aufteilung des P2P-Kuchens in Nordamerika aus. Hier setzen 76 Prozent aller Anwender Kazaa & Co. ein.

Generell sei der P2P-Mark stark fragmentiert und weltweit würden sich die eingesetzten Anwendungen unterscheiden, so Sandvine. "Der Markt für Filesharing ist erst ein paar Jahre alt. Er ändert sich aber rapide und wir sehen signifikante Unterschiede zwischen geographischen Regionen und sogar zwischen einzelnen Ländern", kommentierte Sandvine-Europa-Manager Chris Colman die Studie.

Die Fragmentierung mache sich laut Sandvine vor allem in Europa bemerkbar. Hier seien die Vorlieben der Surfer für P2P-Anwendungen von Land zu Land verschieden. In zunehmenden Maße werde dabei die Fasttrack-Technologie von Edonkey verdrängt. Nahezu völlig von der Bildfläche verschwunden seien schon Gnutella-basierte Anwendungen, die noch vor nicht allzu langer Zeit in der Gunst der Surfer standen.

Sandvine ist der Ansicht, dass sich dieser Effekt bei Kazaa & Co. wiederholen könnte. "Wenn es möglich ist, dass eine so populäre Anwendung wie Gnutella in weniger als drei Jahren praktisch wieder verschwindet, kann es auch möglich sein, dass FastTrack eines Tages auf dem Müllhaufen der Technologie-Geschichte landet", sagt Colman.

Kazaa: Friedensangebot an die Musikindustrie (PC-WELT Online, 10.10.2003)

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