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Studie: 70 Prozent der neuen Umlaut-Domains zum Weiterverkauf bestimmt

02.03.2004 | 13:01 Uhr |

Kaum ist der Startschuss - wenn auch mit kleinen Verzögerungen - für die Registrierung von Internet-Seiten mit Umlauten und weiteren Sonderzeichen gefallen, steht auch schon eine erste Studie zum Thema vor der Tür. Demnach werden mehr als 70 Prozent der neu eingeführten Domains von ihren Besitzern nicht für eigene Zwecke verwendet, sondern weiterverkauft.

Kaum ist der Startschuss - wenn auch mit kleinen Verzögerungen (wir berichteten) - für die Registrierung von Internet-Seiten mit Umlauten und weiteren Sonderzeichen gefallen, steht auch schon eine erste Studie zum Thema vor der Tür. Demnach werden mehr als 70 Prozent der neu eingeführten Domains von ihren Besitzern nicht für eigene Zwecke verwendet, sondern weiterverkauft. Das will die Domain-Börse Sedo.de herausgefunden haben.

Die Studie basiert auf der Auswertung von "Whois"-Einträgen. Sedo-Geschäftsführer Tim Schumacher erklärte dazu: "Deutlich weniger als 30 Prozent der Einträge lassen den Schluss zu, dass hier ein reales Angebot entstehen soll." Und weiter: "Die übrigen gut 70 Prozent sind im Besitz von Domain- und Markenhändlern. Bei wertvollen beschreibenden Domains liegt der Anteil sogar über 80 Prozent."

Die Domain-Börse erwartet einen "regen Handel" mit den neuen Adressen. Der Preis wird nach Einschätzung von Sedo maßgeblich dadurch bestimmt werden, wie Internet-Nutzer diese künftig annehmen. "Domains wie moebel.de oder domain.de beziehen einen Großteil ihres Wertes aus der Tatsache, dass sie täglich ohne Werbung hundertfach angesteuert werden", so Schumacher. "Ob möbel.de und domäne.de ebenfalls bald viel wert sein werden, entscheiden also die User selbst."

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