Stromverbrauch Notebook

Sind Acer-Notebooks die sparsamsten?

Freitag den 08.10.2010 um 10:00 Uhr

von Sebastian Jentsch

Einige Notebooks benötigen nur halb so viel Energie, wie ihr identisch konfigurierter Kollege. Kommen die sparsamsten Geräte von Acer? Einige Modelle des Herstellers zeigen im Vergleich eine überragend geringe Energieaufnahme.
HP 6540b: Ein niedriger Stromverbrauch nützt der
Akkulaufzeit
Vergrößern HP 6540b: Ein niedriger Stromverbrauch nützt der Akkulaufzeit
© 2014

Hersteller hauen gern kräftig auf den Putz. Vor allem, wenn es um Argumente geht, die zum Kauf ihres Produktes anregen. Die Energieaufnahme gehört neben Optik und Leistung nicht per se zu den Most-Sexy-Argumenten. Meistens spielt die Angabe in Watt nur im Zusammenhang mit der Akkulaufzeit eine Rolle. Es liegt auf der Hand: Je geringer die Wirkleistung an der Steckdose, umso besser kann bei einer anständigen Akkukapazität die Laufzeit ausfallen.

Nun hat der taiwanesische Computerhersteller Acer aber doch das Argument in die Hand genommen und verkündet „bis zu 40 Prozent weniger Strom als vergleichbare Notebooks“. Der Hersteller nannte dabei aber keinen Bezugswert und bleibt damit die Antwort schuldig, was denn ein vergleichbares Notebook sei.

Es liegt nahe, das „vergleichbare Notebook“ in einer identischen Konfiguration mit gleicher Displaygröße zu sehen. In diesem Artikel wollen wir generell prüfen, ob sich der Energiebedarf von identisch konfigurierten Notebooks unterscheidet. Wir stellen dazu diese These auf: Eine spezifische Notebook-Konfiguration hat immer annähernd denselben Verbrauch . Konfiguration wird dabei an Displaygröße (z. B. 15.6-Zoll), Prozessor-Typ (z. B. Core i5-520M) und Grafikkarte (z. B. Nvidia Geforce GT 330M) festgemacht.

Für Hersteller von Notebooks ist das keine inhaltsleere Diskussion. Die Verbraucherzentrale Hamburg mahnte Anfang 2010 Karstadt ab, weil ein Notebook von Asus mit dem Zusatz „bis zu 35 Prozent weniger Stromverbrauch“ beworben wurde. Gleiches mussten Acer, Eizo, Media Markt und Pro Markt über sich ergehen lassen, die vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) wegen ähnlicher Werbeaussagen abgemahnt wurden. Als Folge eines solchen Verfahrens gibt der Hersteller oder Händler eine strafbewehrte Unterlassungserklärung gegenüber der Verbraucherzentrale ab. Folgt ein Verstoß, wird eine Vertragsstrafe von mindestens 5000 Euro fällig.

Freitag den 08.10.2010 um 10:00 Uhr

von Sebastian Jentsch

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