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Alles im Netz -Teil 1

16.06.2008 | 09:15 Uhr |

MP3s statt CDs und Schallplatten, Divx statt Bändern und DVDs, JPGs statt Fotoalben. Aber wer will das alles schon am PC genießen? Multimedia macht erst in angenehmer Wohnzimmeratmosphäre richtig Spaß.

Musik, Bilder und Videos existieren immer öfter nur noch in Form von Daten auf Festplatten. Musik-CDs wandern nur noch ein Mal in den PC und werden in digitaler Form abgelegt. Ähnliches gilt für Fotografien: Dias und Papierbilder landen mit Hilfe von Scannern oder durch einfaches Abfotografieren mit einer Digitalkamera dauerhaft auf PC-Laufwerken. Dort wachsen die Daten zu einer viele Gigabyte großen digitalen Mediensammlung, auf die Sie jederzeit und mit wenigen Klicks Zugriff haben. Die Verbindung PC, Stereo-Anlage und TV hat eine zunehmende Vielfalt geschaffen - an Angeboten wie an Mediennutzung: Web-Radio, elektronische Programmführer, Videoaufzeichung am PC mit Time-Shift-Funktion und Video-on-Demand ermöglichen heute eine flexiblere Nutzung von Fernsehen, Radio und Fotografien. Mittels Streaming wird der Anwender samt seiner Daten zum eigenen Programm-Chef: Über ein fest verkabeltes oder drahtloses Netzwerk verteilen die Geräte Videos, Musik und Digitalbilder in der ganzen Wohnung.

So funktioniert Streaming
Eine Datei durch ein Netzwerk zu übertragen und abzuspielen kann auf den ersten Blick kein großes Problem sein. Nur wären dazu Abspielgeräte erforderlich, die die gesamte Datei komplett speichern können, und Sie müssten darüber hinaus die einmalige, vollständige Übertragung abwarten, bevor Sie Ihren Film sehen könnten. Im Bereich von bis zu einigen GB ist dieses Verfahren immer noch zeitraubend. Der Start der Wiedergabe würde sich dadurch gehörig hinziehen. Streaming löst das Problem, indem es nur kleine Bröckchen überträgt, die dann allerdings auch pünktlich ankommen müssen.

Streaming per Notebook
Vergrößern Streaming per Notebook
© 2014

Das Notebook als Streaming-Client via Wireless LAN
In der einfachsten Variante lassen sich Filme und MP3-Dateien mobil über ein Notebook wiedergeben. Das ist beispielsweise praktisch, wenn Sie Musik auf dem Desktop-Rechner im Arbeitszimmer gespeichert haben und das Notebook samt der Daten des Desktops auf der Terrasse per WLAN verwenden - eine Konstellation, die viele Windows-Anwender ohnehin bereits zum Surfen nutzen. Der Netzwerkassistent von Windows macht die komplette MP3-Bibliothek oder die im DVD-Laufwerk eingelegte Scheibe schnell und einfach auch fürs Notebook zugänglich. Einen besseren Klang erzielen Sie bei der Übertragung mit einem Notebook mit Audio-Ausgang. Dazu schließen Sie den mobilen Rechner an die Hi-Fi-Anlage an. Mit dieser Lösung genießen Sie Musik in voller Qualität. Verfügt das Gerät auch über eine TV-Buchse, funktioniert das ebenso problemlos für Filme, die dann an den Fernseher oder einen Videoprojektor gehen.

Einfache Streaming-Clients für PC-Musik
Für den sporadischen Einsatz geht die Verwendung eines Notebook noch in Ordnung, aber als permanente Streaming-Lösung scheidet ein Notebook jedoch in der Regel aus. Eine Alternative sind Netzwerkspieler für Musik wie die Soundbridge von Pinnacle. Der reine Musikempfänger wird über Ethernet oder WLAN mit dem PC verbunden. Außerdem wird die Soundbridge über Cinch oder digital per Coax- beziehungsweise optischem Kabel mit der Stereo-Anlage verbunden.

Überall-Video
Zahlreiche Streaming-Clients beherrschen neben der reinen Musikwiedergabe auch das Video-Streaming, etwa der DSM-320 von D-Link. Die Box funktioniert genauso wie ein Musikplayer, nur eben auch mit Video. Mit dem TV-Gerät lässt sich der DSM-320 wahlweise über Video-Cinch, S-Video oder Component Video verbinden. Die digitale Tonwiedergabe erfolgt über einen Coax- sowie einen optischen Ausgang. Die Zahl der vom Player unterstützten Dateiformate für Audio, Video und Foto ist beachtlich: MP3, WMA, WAV, M3U, PLS, JPEG, JPEG 2000, BMP, PNG, TIFF, GIF, AVI, Xvid sowie MPEG 1/2/4. Die Steuerung aller Funktionen erfolgt mit einer Fernbedienung leicht vom Sofa aus.

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