27.05.2014, 06:09

Arne Arnold

Strategie 5: VPN-Dienst als Tarnkappe einsetzen

Einen schnellen Zugang zum Internet bieten Spezialdienste, die mit einem VPN-Server arbeiten und sich über eigene Programme einfach bedienen lassen. Dazu zählen etwa die Anonymisierungs-Programme Cyberghost VPN und Hotspot Shield . Die zugehörigen Internetdienste verstecken die IP-Adresse des Benutzers, indem sie einen VPN (Virtual Private Network)-Server zwischen ihn und die Ziel-Internetseite setzen. Letztere bekommt also nur die IP-Adresse des VPN-Servers zu sehen. Die Verbindung vom Nutzer zu diesem ist verschlüsselt.

Bewertung: Sollte ein Gesetzeshüter die Spur eines VPN-Nutzers zurückverfolgen, würde er bei beim Betreiber des VPN-Servers landen. Solange der kein Protokoll über die Nutzung seines Dienstes führt, kann er rückwirkend auch nichts über die Nutzer verraten. Genau aus diesem Grund zeichnen viele Anonymisierungsdienste nicht auf, was welche Kunde wann gemacht haben. Allerdings können die Strafverfolgungsbehörden unter Umständen eine künftige Protokollierung anordnen.

Gegenüber dem Tor-Dienst haben die kostenpflichtigen VPN-Anbieter (Kosten: ab 7 Euro pro Monat) den Vorteil, dass das Laden größerer Dateien kein Geschwindigkeitsproblem darstellt, da sie für eine schnelle Anbindung sorgen. Auf der anderen Seite machen diese Dienste nichts anderes, als die IP-Adresse des Internetnutzers zu tarnen. Verraten kann der sich immer noch über seinen Internet-Browser, über den ein PC identifiziert werden kann.

Empfehlung: Dienste mit einem VPN-Server verschleiern effektiv die IP-Adresse der Nutzer. Befindet sich der Server im Ausland, eignet sich ein solcher Dienst meist auch sehr gut als Anti-Zensur-Mittel. Der Internetnutzer kann dann Seiten und Dienste nutzen, die in seinem eigenen Land verboten oder eingeschränkt sind.

Auf die Privatsphäre muss man aber auch beim VPN-System selber achten, indem man etwa auf Internetseiten keine privaten Details verrät. Zudem empfiehlt sich, den Internet-Browser nur im Private-Browsing-Modus laufen zu lassen, um möglichst wenige Infos über die verwendete Software zu liefern.
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