Für die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) wird nach Aussagen von CIO Martin Urban Mobility langsam relevant. Allerdings nicht in den Kernprozessen, aber in Supportbereichen wie der Qualitätssicherung in der Straßenreinigung. Sicherheitsaspekte der Mobilität gewännen dabei erheblich an Bedeutung. Konkret engagieren sich die BSR unter anderem im mobilen Flotten-Management, wo eine fortlaufende Weiterentwicklung in Einzelprojekten stattfindet. Seit 2004 werden die Kraftfahrzeuge mit Bordcomputern, WLAN zur Kommunikation mit den Bordcomputern, GPS-basierender Tourenplanung und Funktionen zur Rückmeldung ausgestattet. Letztere erfolgt auch über GPRS/UMTS, wenn eine sofortige Kommunikation erforderlich ist.
Hinzu kommen diverse Projekte für jeweilige Spezialaufgaben. Dazu zählt seit 2005 der Winterdienst, wo es gilt, minutengenau nachzuweisen, wann wo gestreut wurde. Bei der von den BSR verwendeten Lösung hält ein GPS-Navigationssystem die Fahrtroute fest, am Streuer wird genau die Streumenge abgelesen. Die Daten lassen sich anschließend über eine WLAN-Anbindung in das zentrale System einspeisen. Zudem lässt sich im Containerdienst die Fahrzeugflotte flexibel steuern, seit 2006 ermöglichen im Reinigungsdienst mobile Lösungen eine automatische Rückmeldung der erbrachten Leistungen.
Das Thema Funketiketten (RFID) ist für BSR-CIO Urban ebenfalls interessant, wenngleich er es – mit Blick auf Transponder an der Mülltonne – als einen in der Abfallindustrie "recht alten Hut" bezeichnet. Nichtsdestotrotz stelle RFID die Grundlage für zahlreiche Logistik- beziehungsweise Telematikprojekte und komme auch im Asset-Management zum Einsatz.
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