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Diese Netzwerk-Speichertechniken gibt es

23.06.2010 | 09:34 Uhr |

NAS, SAN, DAS, FC-SW, FCoE und iSCSI - es gibt eine Fülle von Möglichkeiten, um Daten im Netzwerk zu speichern. Wir zeigen die Vor- und Nachteile.

Die Datenmengen explodieren in letzter Zeit geradezu. Egal ob kleine Unternehmen, Konzerne oder Privatleute, überall ist eine wachsende Menge an Daten zu verarbeiten. Die Informationen reichen dabei von der Foto- und Videosammlung über Personaldaten, CRM-Informationen oder CAD-Grafiken bis hin zu multimedialen Präsentationen, die hochauflösend schnell mehrere Gigabyte umfassen. Mit den Daten wächst der Druck, sie möglichst wirtschaftlich und effizient zu speichern. Gleichzeitig soll aber die Performance nicht zu kurz kommen, denn im Bedarfsfall wollen die Anwender selbst auf ältere Daten ohne wahrnehmbare Wartezeit zugreifen. Hierzu hat die IT-Industrie mittlerweile eine Vielzahl von Systemen und Speicherverfahren entwickelt. Allerdings eignet sich nicht jede Technik für jeden Zweck, so dass zu bedenken ist, ob der Netzspeicher nun zur Archivierung dient oder etwa der gemeinsame Datenträger ist, auf der eine Abteilung ihre Dokumente austauscht - also Collaboration praktiziert

Wo früher die Technik Direct Access Storage Device (DASD) als Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen einem Server und einem Massenspeicher, wie zum Beispiel Bandlaufwerk oder Plattensubsystem, das Speichern großer Datenmengen erlaubte, gehen die Hersteller und die Anwender heute andere Wege. DASD führte zu einer ausufernden Anzahl von Servern, der Verwaltungsaufwand wurde größer und größer, die Kosten für Speicher-Management stiegen. Um dem entgegenzuwirken, entwickelten Experten Netzspeichertechniken, durch die Storage ein eigenständiger Baustein im Netzdesign werden sollte: SAN (Storage Area Network) und NAS (Network Attached Storage) sind zwei gegensätzliche Ansätze.

Geschnitten oder am Stück: Vergleich der Datenübertragung und -konvertierung zwischen SCSI, Fibre Channel und iSCSI.
Vergrößern Geschnitten oder am Stück: Vergleich der Datenübertragung und -konvertierung zwischen SCSI, Fibre Channel und iSCSI.
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Grundsätzlich lassen sich die Speichertechniken in zwei Verfahren teilen: Kanalnetze und IP-Netze. Kanalnetze wurden entwickelt, um Speichersysteme an Rechner anzubinden. Sie stellen eine schnelle Verbindung zur Verfügung, die wie ein eigener Kanal funktioniert. In Kanalnetzen können Speichermedien ihre Signale zur gleichen Zeit über eine gemeinsame Verbindung schicken, ohne dass sie sich gegenseitig behindern.

Diese Art von Netzinfrastruktur ist nicht so verbreitet wie die IP-Netzwerke. Wenn ein Unternehmen ein solches Kanalnetz einsetzen möchte, fallen zusätzliche Kosten an, da hierfür spezielle Hardware nötig ist, für die Arbeitnehmer extra ausgebildet sein müssen, um diese Geräte zu installieren und zu verwalten. Ein bekanntes Kanalnetz kommt in einem SAN (Storage Area Network) zum Einsatz. Ein SAN arbeitet meist mit der Fibre-Channel-Technik (FC). Mit Hilfe von NAS-Systemen (Network Attached Storage) lassen sich Daten über IP-Netze speichern.

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