Einige Hacker machen sich nicht die Mühe, nach Schwachstellen einer Website zu suchen. Um Zugang zum Server zu erlangen, stehlen sie stattdessen die Login-Daten von anderen Anwendern.
Nepper, Schlepper, Passwortangler: Anwenderwerden reingelegt
Stefan R. dachte an nichts Böses bei der Mail seiner Bank, der Postbank: "Im Rahmen unserer Verpflichtung, allen Kunden bestmögliche Leistungen anzubieten," erhielt er die Aufforderung, einmal im Monat sein Konto online zu überprüfen. "Wir sind uns sicher, dass diese zusätzliche Vorsichtsmaßnahme im Endergebnis den Schutz Ihrer Konten rund um die Uhr sichert", hieß es weiter in der dem Design der Postbank-Website nachempfundenen Mail. Sie stammte vermeintlich von "security@postbank.de" und enthielt neben einem Internet-Link zur Bank, den er anklicken sollte, ein Sicherheitszertifikat und diverse Hinweise zur Sicherheit. "Stutzig wurde ich erst einen Tag später, als ich eine fast identische Mail von der Dresdner Bank erhielt", berichtet Stefan R. Da nämlich hat er gar kein Konto.
Des Rätsels Lösung: Es handelt sich um eine gut gemachte PhishinGoogle-Mail. Glücklicherweise hatte Stefan R. auf die erste Mail noch nicht reagiert.
Gauner "phishen" im Trüben: Diebstahl mit gefälschter Website
Phishing ist eine Masche, mit der Verbrecher in letzter Zeit immer öfter versuchen, Passwörter und Login-Daten zu sammeln. Das Kunstwort setzt sich aus den englischen Begriffen "Password" und "fishing" zusammen. Ziel ist es meistens, die so ergaunerten Zugangsdaten zu missbrauchen, etwa auf eigene Konten Geld zu überweisen, auf Kosten des Geschädigten zu surfen, einzukaufen oder Ähnliches.
Der Trick: Eine Mail täuscht vor, es handle sich um eine Anfrage oder Sicherheitsmitteilung einer Bank oder eines Online-Auktionshauses, und man müsse sich auf deren Website einloggen. In Wahrheit landet der Anwender aber auf einem anderen Server, der die Passwörter abgreift. Denn der Link-Name im Text muss nicht dem Link entsprechen, auf den tatsächlich umgeleitet wird.
Im Falle der Postbank-Mail erschien zwar im Text der Mail die korrekte URL der Postbank, umgeleitet aber wurde auf eine .info-Adresse mit sehr ähnlichem, jedoch nicht identischem Namen. Wie Sie sich gegen solche Betrügereien schützen können, erfahren Sie hier.
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