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Diese Windows 8 Editionen und Versionen gibt es

17.10.2012 | 13:07 Uhr |

Windows 8 reduziert die Varianten: Für PCs und Notebooks gibt es nur noch zwei Editionen, für Tablets und Smartphones eine spezielle Version. Unternehmen greifen zur Enterprise-Edition. Was welche Variante (nicht) kann, lesen Sie hier.

Microsoft hat ausgemistet: Von den fünf Varianten des Vorgängers bleiben nur noch zwei übrig. Aus der Sicht des PC-Benutzers gibt es von Windows 8 nur noch eine Standard-Edition „Windows 8“ und eine Professional-Edition „Windows 8 Pro“. Die zusätzliche „Enterprise“-Ausgabe spielt für Endkunden keine Rolle und wird nur im Rahmen von Volumenlizenzen angeboten. Eine Liga für sich ist „Windows RT“, das ausschließlich auf ARM-Architektur läuft (Tablets und Smartphones) und ausschließlich Modern-UI-Apps ausführt. Die Wahl der Version geht meistens Hand in Hand mit dem Kauf eines neuen Geräts. Die folgenden Informationen werden Ihnen diese Wahl erleichtern.

Windows RT (WOA)
Windows RT – vormals „Windows on ARM“ – WOA) ist das Windows für Tablets und Smartphones mit ARM-Prozessoren. Es wird nur vorinstalliert vertrieben. Im Unterschied zu den klassischen Systemen hat Windows RT eine einheitliche Oberfläche (Modern UI Shell), keinen klassischen Desktop. Das Installieren und Ausführen von herkömmlichen x86- oder x64-Anwendungen ist ausgeschlossen. Aufgrund der zu bedienenden Geräteklasse hat Microsoft hier außerdem eine Reihe weiterer Funktionen weggelassen.

Windows 8 wird um Browser-Auswahl erweitert

Andererseits erhält Windows RT standardmäßig zwei Extra-Bonbons: Auf allen Windows-RT-Geräten ist Office 2013 RT mit Word, Excel, Powerpoint und One Note vorinstalliert. Standard ist ferner eine Geräteverschlüsselung: Device Encryption ist keine Laufwerksverschlüsselung wie Bitlocker, sondern schützt das mobile Gerät via TPM-Chip.
Was Windows RT im Vergleich zu Windows 8 Pro fehlt: klassischer Desktop, klassische Windows-Software (x86/x64), VHD-Boot, Upgrade-Option, Hyper-V, Domänenbeitritt, EFS, Gruppenrichtlinien, Remote Server, Bitlocker, Storage Spaces („Speicherplätze“).

Mit echten Einführungsschnäppchen will Microsoft den Verkaufsstart ordentlich ankurbeln: Von einem Windows 7 Home (!) für 15 Euro zu Windows 8 Pro – das ist verlockend.
Vergrößern Mit echten Einführungsschnäppchen will Microsoft den Verkaufsstart ordentlich ankurbeln: Von einem Windows 7 Home (!) für 15 Euro zu Windows 8 Pro – das ist verlockend.

Die übrigen Editionen
Windows 8 – egal ob Standard-, Pro- oder Enterprise-Edition – ist das Windows für Intel- und AMD-Rechner, also für alle 32- und 64-Bit-PCs und Notebooks. Es bietet die vollständige Abwärtskompatibilität zur bewährten Windows-Software (einschließlich Hardware-Treiber) und zusätzlich die Welt der Modern Apps im Windows-Store. Windows 8 Standard, Pro und Enterprise bewahren unverändert die x86/x64-API der Vorgänger und enthalten zusätzlich die Windows-Runtime zum Ausführen der neuen Apps. Dazu gehört neben dem klassischen Desktop die Modern UI mit Startbildschirm und Fensterverwaltung für Modern Apps.

Windows 8 „Standard“
Was Microsoft früher „Home Premium“-Edition genannt hat, erhält jetzt den zusatzlosen Namen „Windows 8“. Die schlichte Namensgebung ist etwas unglücklich, weil jetzt zur Unterscheidung zu „Pro“ immer ein künstlicher Zusatz notwendig sein wird – etwa Windows 8 „Standard“. Windows 8 ist aller Voraussicht nach die typische, vorinstallierte Edition für alle Heimanwender-PCs und Notebooks. Die Defizitliste gegenüber der Pro-Edition fällt daher ganz ähnlich aus wie beim früheren Vergleich zwischen Home- und Pro-Editionen.
Was Windows 8 „Standard“ im Vergleich zu Windows 8 Pro fehlt: die Bitlocker-Verschlüsselung, EFS-Verschlüsselung, Remote Server, Domänenbeitritt, Gruppenrichtlinien, Hyper-V-Client.
Hinweis: Ausgehend von Windows 8 „Standard“ kommen Sie nur durch ein Upgrade auf Windows 8 Pro (Pro Pack) an das Media Center und damit zur Möglichkeit, DVDs abzuspielen.

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Was ist Windows 8?

Das neue Microsoft-Betriebssystem ist der Nachfolger von Windows 7 und erschien am 26. Oktober 2012. Windows 8 baut auf seinen sehr erfolgreichen Vorgänger auf und enthält den neuen Kachel-Startbildschirm, der sich an der Oberfläche mit rechteckigen Kästen orientiert, die Microsoft mit Windows Phone 7 eingeführt und später auch bei der Xbox 360 integriert hat. Der zunächst eingeführte Begriff der "Metro-Oberfläche" wurde kurz vor dem Start aus rechtlichen Gründen zurückgezogen. Inzwischen spricht Microsoft von "Windows-Live-Tiles".

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