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Steam-Machine: Welches Modell ist das Richtige?

18.06.2014 | 12:09 Uhr |

Valve hat es mit der Ankündigung und Vorstellung einiger Steam Machines auf der CES 2014 in die Schlagzeilen geschafft. Die Frage für Linux-Gamer ist nur noch: Welche der zahlreichen Steam Machines ist denn nun die richtige?

Die Antwort ist gar nicht so einfach: Bei einer Spielekonsole können Sie bestenfalls die Farbe wählen, alle anderen Komponenten sind baugleich. Bei einer SteamMachine haben Sie die Qual der Wahl, und die Preisunterschiede sind enorm. Einige Steam Machines werden eine Nvidia GTX780 TI enthalten. Aktuell kostet alleine die Grafikkarte mit diesem Chipsatz zwischen 600 und 700 Euro.

Zu einer SteamMachine kann im Prinzip alles werden, worauf das Linux-basierte Steam-OS von Valve läuft, das sich derzeit noch in der Betaphase befindet. Alle Hersteller setzen dabei auf handelsübliche PC-Hardware. Statt zur fertigen SteamMachine zu greifen, können Sie auch zum Händler Ihres Vertrauens gehen, sich einen PC zusammenbasteln und darauf Steam-OS installieren. Die Grenzen zu einem Linux-PC, auf dem nur der Steam Client läuft, sind ebenfalls fließend. 

Mit Flüssigkeit gekühlt und der feuchte Traum jedes Hardcore-Gamers: Für den Bolt II können Sie allerdings ein kleines Vermögen ausgeben (circa 1880 Euro).
Vergrößern Mit Flüssigkeit gekühlt und der feuchte Traum jedes Hardcore-Gamers: Für den Bolt II können Sie allerdings ein kleines Vermögen ausgeben (circa 1880 Euro).
© digitalstormonline.com

Bei der Wahl einer SteamMachine kommt es nicht zuletzt auf das Aussehen an. Steam will ins Wohnzimmer, und dort passt ein PC-Tower am wenigsten. Diverse Hardware-Anbieter entwerfen derzeit stilvolle Steam Machines. Im zweiten Halbjahr 2014 ist mit diesen Geräten zu rechnen. Ausstattung und Preise sind größtenteils bereits bekannt.

SteamOS - Gaming auf Basis von Debian

Große Auswahl für die richtige SteamMachine

Die Wahl der richtigen SteamMachine hängt in erster Linie davon ab, welche Spiele Sie bevorzugen. Wollen Sie etwa das hochgelobte 3D-Action-Spiel Metro Last Light zocken, ist mindestens eine Quadcore-CPU und eine Nvidia Geforce GTX 680 mit zwei GB RAM empfohlen. Diverse Indie-Spiele sind hingegen mit Unterstützung für Open GL 2.0 oder höher zufrieden. Vor dem Kauf einer SteamMachine ist es sicher keine schlechte Idee, sich im Linux-Bereich von Steam umzusehen. Bei jedem Spiel finden Sie am unteren Ende die Mindestanforderungen und die empfohlene Hardware.

Die Tiki Steam Machine ist nicht besonders groß, aber ein unglaubliches Kraftpaket: In der Bestausstattung kostet sie deutlich über 4000 Euro.
Vergrößern Die Tiki Steam Machine ist nicht besonders groß, aber ein unglaubliches Kraftpaket: In der Bestausstattung kostet sie deutlich über 4000 Euro.
© falcon-nw.com

Kompromisslose Renner Bolt II und Tiki: Mit diesen Boliden dürften Sie langfristig kein Problem haben, jegliche Titel für Steam in höchster Auflösung und mit allen Details zu spielen. Der Bolt II von Digital Storm wird laut eigenen Angaben mit Intel Core i7 4770K, Nvidia GTX 780 TI, 16 GB RAM und einer TB-Festplatte ausgerüstet. Zusätzlich ist eine SSD mit 120 GB enthalten. Gekühlt wird der Rechner zum Teil mit Flüssigkeit. Ein Aufrüsten oder modifizieren ist nach Aussagen des Herstellers jederzeit möglich. Mit 2584 US-Dollar (etwa 1880 Euro) ist der Bolt II sicherlich nicht für jeden Geldbeutel geeignet, aber definitiv ein Objekt der Begierde.

Der Tiki von Falcon Northwest lässt mehr Spielraum bei der Konfiguration. Sie dürfen die CPU wählen, und der Arbeitsspeicher beträgt 8 bis 16 GB. Der Hersteller bezeichnet die Maschine als den derzeit leistungsstärksten Micro-Tower und verlangt von 1800 US-Dollar (etwa 1310 Euro) bis zu 6000 US-Dollar (etwa 4370 Euro).

Einen Schönheitswettbewerb wird diese Steam Machine von Webhallen nicht gewinnen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist aber exzellent (ab 1100 Euro).
Vergrößern Einen Schönheitswettbewerb wird diese Steam Machine von Webhallen nicht gewinnen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist aber exzellent (ab 1100 Euro).
© webhallen.com

Mittelklasse ab 800 Euro: Auf den Steam Machines ab 800 Euro (Scan NC10 sowie Material.net), 1000 Euro (Alternate) und 1100 Euro (Webhallen) sollten alle aktuellen Steam-Spiele gut laufen. Grenzwertig ist der NC10 mit Intel Core i3, Nvidia Geforce GTX 765M, 8 GB RAM und 500 GB Festplattenplatz. Dafür bietet der extrem kleine Rechner (20,2 x 36,9 x 4,5 Zentimeter) ein schickes Metalldesign. Alternate und Materiel.net bieten i5-CPUs, Nvidia Geforce GTX 760, 8 GB RAM und eine TB-Festplatte.

Die SteamMachine von Webhallen orientiert sich mit i7, Nvidia GTX 780 und 16 GB RAM an der Oberklasse. Mit 1100 Euro (aufwärts) hat sie derzeit das beste Preis-Leistungs-Verhältnis aller angekündigten Geräte.

Einsteigerklasse ab 365 Euro: Von der Zotac-Steam-Machine im ZBOX-Design ist aktuell nur der Einsteigerpreis von circa 435 Euro bekannt. Cyberpowerpc bietet wahlweise Inteloder AMD-Prozessoren sowie Grafikkarten von AMD und Nvidia.

Die Steam Machines von Cyberpowerpc haben einen Einstiegspreis von etwa 365 Euro und bieten dann 8 GB RAM und 500 GB Festplattenplatz. Ziemlich genau dieselben Spezifikationen und Preise hat auch iBuypower angekündigt.

Kaufberatung für Steam-Machines

Piixl Jetpack lässt sich hinten am Fernseher mit Vesa-Halterung befestigen. Somit verschwindet diese Steam Machine komplett aus dem Blickfeld.
Vergrößern Piixl Jetpack lässt sich hinten am Fernseher mit Vesa-Halterung befestigen. Somit verschwindet diese Steam Machine komplett aus dem Blickfeld.
© piixl.com

Alle Rechner dieser Unterklasse lassen sich aufrüsten. Tatsächlich sind bei den günstigsten Einsteigermodellen sofort Probleme zu erwarten, wenn sie schnelle 3D-Spiele in Full-HD (1080 p) abarbeiten sollen. Für Gelegenheitsgamer Ressourcen-schonender Spiele reichen aber auch diese Maschinen allemal. Man sollte an dieser Stelle auch nicht vergessen, dass Steam Machines mit Steam-OS auch die deutlich weniger anspruchsvolle Rolle eines Mediacenters übernehmen können.

Unsichtbares PiixlJetpack: Eines der interessantesten Projekte ist PiixlsJetpack. Der Hersteller lässt die SteamMachine über eine Vesa-Halterung hinten an einem Flachbildfernseher verschwinden. Genaue Details zum Innenleben gibt es derzeit noch nicht, aber der Hersteller verspricht flexible Ausstattung.

Schweigsames Alienware: Natürlich bastelt auch der Gaming-Spezialist Alienware an einer SteamMachine, hüllt sich aber in Schweigen. Intel und Nvidia sind an Bord, und ein knackiges Design wurde vorgestellt – aber mehr ist derzeit nicht zu erfahren.

Hersteller und Infos

Alienware: www.alienware.com/Landings/steammachine
Alternate: http://goo.gl/qPnwbx
Cyberpowerpc: www.cyberpowerpc.com/LandingPages/SteamMachine/
Digital Storm (Bolt II): www.digitalstormonline.com/bolt-ii.asp
Falcon Northwest (Tiki): www.falcon-nw.com/desktops/tiki
iBuypower: www.ibuypower.com/product/SBX
Piixl Jetpack: www.piixl.com
Scan (NC10): www.scan.co.uk/info/steam
Webhallen: www.webhallen.com/se-sv/
Zotac: http://goo.gl/KHvxq4

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