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Zwei Konfigurationen für Steam-Machines

23.05.2014 | 11:09 Uhr |

PC-WELT stellt Ihnen zwei Konfigurationen für Steam-Machines vor. Beide sind voll spieletauglich und haben auch mit aktuellen PC-Games kein Problem.

Nachdem wir im ersten Artikel " SteamOS - Die offene Entertainment-Zentrale für alle " das Betriebssystem auf Linux-Basis vorgestellt und Ihnen unter anderem auch gezeigt haben, wie Sie SteamOS im Dual-Boot mit Windows 7 einrichten, widmen wir uns der Hardware und stellen Ihnen zwei Zusammenstellungen für Steam-Machines vor.

Denn für ein flüssiges Spielerlebnis bedarf es natürlich auch entsprechender Komponenten, die das Gratis-Betriebssystem gleichzeitig geboren hat: Sogenannte „Steam Machines“ sind streng genommen herkömmliche Computer, die mit handelsüblichen Komponenten ausgestattet sind, die wiederum Platz in einem SMFF-Gehäuse (Small Form Factor) finden – schließlich soll kein hässlicher High-Tower-PC die Wohnzimmerwand verunstalten. Gegenüber den klassischen Spielekonsolen wie der Playstation 4 oder Xbox One ergibt sich ein entscheidender Vorteil: Die Hardware ist meist leistungsfähiger und lässt sich problemlos auf- und nachrüsten, weshalb sich Steam-Machines als äußerst zukunftssicher erweisen.

Beim neuen Steam-Controller hat Valve den Touchscreen in der Mitte gestrichen.
Vergrößern Beim neuen Steam-Controller hat Valve den Touchscreen in der Mitte gestrichen.
© Valve

So stellten zahlreiche Hersteller auf der CES 2014 in Las Vegas mehrere Steam-Machines vor, in der Preisspanne von 400 bis 6000 US-Dollar. Auch von Valve selbst gibt es ein Modell, bei dem es sich aber um ein reines Referenz-Design für Tester und OEMs handelt, das nicht in den Handel geht. Die einzige Hardware, die der Software-Produzent selbst vertreibt, ist der „ Steam Controller “. Hierbei handelt es sich um ein Gamepad, das die komfortable Steuerung vom Sofa aus ermöglichen soll und das klassische Duo aus Tastatur und Maus kompromisslos ersetzen will. Aktuell befindet sich das Eingabegerät noch in der Betaphase und ist einem kleinen Kreis auserwählter Tester vorbehalten. Anfang März 2014 enthüllte Valve ein überarbeitetes Modell des Controllers , das unter anderem über zwei Touchpads verfügt. Den zum Start vorgestellten Touchscreen in der Mitte hat der Hersteller mittlerweile gestrichen.

Video: SteamMachine als Konsolen-Ersatz bauen

Zwei Konfigurationen für Steam-Machines

Wie eingangs bereits erwähnt, sind Steam-Machines eigentlich herkömmliche Computer, die sich nach Herzenslust zusammenstellen lassen, Grenzen setzt lediglich der eigene Geldbeutel. Valve und die Hardware-Hersteller setzen jedoch auf Gehäuse im kompakten Format, das einer Konsole nicht unähnlich ist. Oder auch würfelförmige Cases kommen zum Einsatz. Um Ihnen einige Anregungen zum Selbstbau zu geben, haben wir für Sie zwei Konfigurationen in folgender Tabelle zusammengestellt. Die Preise haben wir unserem Preisvergleich auf www.pcwelt.de/service/preisvergleich entnommen, der uns stets die günstigsten Angebote unterbreitet.

Der DS Cube von Aerocool ist vergleichsweise geräumig, verfügt über ein Fenster und kostet auch nicht allzu viel.
Vergrößern Der DS Cube von Aerocool ist vergleichsweise geräumig, verfügt über ein Fenster und kostet auch nicht allzu viel.
© Aerocool

Steam-Machines: Konfiguration Nummer 1

Komponente

Günstigster Preis

Prozessor

AMD A10-7700K

126 Euro ( hier kaufen )

CPU-Kühler

Raijintek Pallas

41 Euro ( hier kaufen )

Arbeitsspeicher

ADATA XPG V1.0 8 GB DDR3-2133

76 Euro ( hier kaufen )

Grafikkarte

Gigabyte Radeon R9 270X OC ( zum Test )

171 Euro ( hier kaufen )

Hauptplatine

Gigabyte GA-F2A88XN-WIFI

79 Euro ( hier kaufen )

1. Festplatte (optional)

ADATA S511 60 GB SSD

64 Euro ( hier kaufen )

2. Festplatte

Seagate Barracuda 1 TB HDD

46 Euro ( hier kaufen )

Netzteil

Aerocool GT 500SG, 80-Plus-Gold, 500 Watt

90 Euro ( hier kaufen )

Gehäuse

Aerocool DS Cube

68 Euro ( hier kaufen )

Optisches Laufwerk

Lite-On iHOS104-08, DVD-Brenner

41 Euro ( hier kaufen )

Summe

802 Euro

Ersteres System beläuft sich auf rund 800 Euro. Zugegeben, so wirklich günstig ist die Zusammenstellung nicht, doch selbst grafisch anspruchsvolle Spiele laufen ohne Ruckler. Beim Prozessor fiel unsere Wahl auf die aktuelle Kaveri-APU AMD A10-7700, die eine ordentliche integrierte Radeon-Grafik besitzt, um sogar aktuelle Spiele in angepassten Details flüssig wiederzugeben. Allerdings bedarf es daher einen flotten Arbeitsspeicher, in unserem Beispiel kommt uns da das 8-Gigabyte-Kit von ADATA mit 2133 MHz gerade recht. Die Gigabyte Radeon R9 270XOC genügt völlig für alle Spiele auf dem Markt, während die Hauptplatine im kleinen Mini-ITX-Format sogar ein WLAN-Modul integriert hat. Die SSD von ADATA ist in diesem Fall optional, da SteamOS immer schnell auf Eingaben reagiert. Das Gehäuse von Aerocool ist geräumig, nimmt aufgrund des kompakten Designs nur wenig Platz in Beschlag.

High-End-Konfiguration für pure Leistung

Das Bitfenix Colossus M ist zwar etwas kleiner als das Gehäuse von Aerocool, doch auch hier ist genug Platz für alle Komponenten.
Vergrößern Das Bitfenix Colossus M ist zwar etwas kleiner als das Gehäuse von Aerocool, doch auch hier ist genug Platz für alle Komponenten.
© Bitfenix

Steam-Machine: High-End-Konfiguration

Komponente

Preis

Prozessor

Intel Core i7-4770K

272 Euro ( hier kaufen )

CPU-Kühler

Enermax Liqtech 120X

77 Euro ( hier kaufen )

Arbeitsspeicher

ADATA XPG V1.0 16 GB DDR3-2133

148 Euro ( hier kaufen )

Grafikkarte

Asus Geforce GTX 780 DirectCU II OC ( zum Test )

414 Euro ( hier kaufen )

Hauptplatine

Asus Maximus VI Gene

154 Euro ( hier kaufen )

1. Festplatte (optional)

ADATA Premier Pro SP900, 256 GB SSD ( zum Test )

104 Euro ( hier kaufen )

2. Festplatte

Seagate Barracuda, 2 TB HDD

67 Euro ( hier kaufen )

Netzteil

Enermax Revolution X't, 80-Plus-Gold, 730 Watt

113 Euro ( hier kaufen )

Gehäuse

Bitfenix Colossus M

98 Euro ( hier kaufen )

Optisches Laufwerk

Asus BW-16D1HT, Blu-ray-Brenner

76 Euro ( hier kaufen )

Summe

1523 Euro

Unsere High-End-Variante erleichtert Sie um über 1500 Euro, dafür lässt diese Steam-Machine garantiert keine Wünsche offen und beeindruckt mit tadelloser Leistung. Mit dem potenten Intel Core i7-4770K auf dem Asus Maximus VI Gene und der übertakteten Asus Geforce GTX 780 stellt Sie so schnell kein Spiel vor Leistungsengpässe, auch in Auflösungen jenseits von Full-HD. Die All-in-One-Wasserkühlung Liqtech 120X von Enermax sorgt für die einwandfreie Wärmeabfuhr im kleinen Gehäuse, während das 730-Watt-Netzteil überaus effizient arbeitet, wie das 80-Plus-Gold-Zertifikat beweist. Darüber hinaus ist der Enermax-Stromversorger auch noch kompakter bemessen als herkömmliche ATX-Netzteile. Im Gegensatz zur ersten Konfiguration spielt das optische Laufwerk auch Blu-rays ab und verfügt über einen großzügig bemessenen ADATA-Flashspeicher neben einer üppigen 2-TB-HDD.

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